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Reis entscheidet: Büskens und Co. müssen Schalke-Bank räumen

Mike Bueskens, Thomas Reis
Mike Bueskens, Thomas Reis
© Getty Images
Thomas Reis räumt die Bank von Schalke 04 auf. Auch Mike Büskens gehört zu denen, die künftig auf der Tribüne Platz nehmen werden.

Thomas Reis wollte bei Schalke 04 sowohl das Trainerteam neu anordnen, als auch die Bank am Spielfeldrand anpassen. Nun hat er sich entschieden: Auch Mike Büskens muss auf die Tribüne.

Dass Thomas Reis überhaupt einen eigenen Assistenten mitbringen durfte, als er das Amt des Cheftrainers auf Schalke angetreten hat, war ein wichtiger Fortschritt im Vergleich zum Sommer. Was überall sonst als Normalität gilt, war bei der Trainersuche in der Saisonvorbereitung noch untersagt. Frank Kramer musste damals alleine kommen und sich ins bestehende Team einordnen.

Reis hingegen durfte Markus Gellhaus mitbringen. Ein für ihn wichtiger Partner, mit dem er sich häufig austauscht.

Das bedeutete aber auch, dass das ohnehin schon große Trainerteam weiter wuchs - und somit auch die Bank am Spielfeldrand. Auf der saßen bislang auch noch Gerald Asamoah, sämtliche Assistenten und sogar die zwei Zeugwarte.

Für den neuen Cheftrainer war klar: Das wird sich ändern müssen. Über die vergangenen Wochen wurde über die Umsetzung diskutiert und nachgedacht - nun hat sich Reis offenbar entschieden.

Büskens muss auf Tribüne: Zwei Co-Trainer und Zeugwarte folgen

Informationen der Bild zufolge muss Mike Büskens seinen Platz räumen und einen Platz auf der Tribüne einnehmen. 'Buyo' ist eigentlich auch kein klassischer Co-Trainer. Das stellte er letztens selbst nochmal klar. Er hilft zwar auch aus, ist aber primär für den Übergang junger Spieler von der Knappenschmiede zu den Profis verantwortlicher. Eine wichtige Aufgabe, die aber auch bei den anderen Vereinen keinen Platz auf der Bank bedeuten würde.

Allerdings wird Büskens nicht alleine den Weg auf die Tribüne antreten müssen. Demnach folgen ihm die zwei Assistenten Matthias Kreutzer und Beniamino Molinari. Auch die beiden Zeugwarte werden nicht mehr auf der bislang viel zu großen Bank sitzen können. Gerald Asamoah hingegen darf bleiben. Er soll etwa die Kommunikation mit dem Vierten Offiziellen dirigieren, beispielsweise bei Ein- und Auswechslungen.

Der Hintergrund für dieses Aufräumen ist aber recht simpel und hat viel weniger mit irgendwelchen Machtspielchen zu tun.

Durch die XXL-Bank des S04 gab es keine klare Linie, was die Kommunikation von der Bank auf das Spielfeld betrifft. Hier rief jemand etwas rein, da auch noch jemand - bis man den Coach gar nicht mehr richtig verstehen konnte.

Auf Nachfrage der Bild erklärte Reis: "Die Spieler sollen auf mich hören. Das geht nicht, wenn 20 Leute reinrufen."

Der Trainer möchte einen klaren Fokus auf die Absprachen mit Gellhaus legen. Dadurch sollen die Wege zur Besprechung wichtiger Entscheidungen während des Spiels kurz und bündig sein, was wiederum der Mannschaft helfen soll. Als ein Nackenschlag für Büskens und Co. ist diese Entscheidung keineswegs zu verstehen.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.com/de als Reis entscheidet: Büskens und Co. müssen Schalke-Bank räumen veröffentlicht.

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