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Schalke-Torwart Manuel Neuer: Geht er für 20 Millionen Euro zu den Bayern?

Der Transferpoker um Torwart Manuel Neuer geht in die nächste Runde. Am Wochenende sollen die Gespräche über einen möglichen Wechsel zwischen den Bayern und Schalke wieder aufgenommen werden. Für die Defensive wird in München derweil ein Name immer heißer gehandelt.

Von Klaus Bellstedt

Das wird dem neuen Sonnenkönig auf Schalke aber gar nicht gefallen: Obwohl Felix Magath einen Wechsel von Manuel Neuer zuletzt mehrfach kategorisch ausgeschlossen hat, ist ihm jetzt der Aufsichtsratsvorsitzende der Königsblauen, Clemens Tönnies, in den Rücken gefallen. Aus dem Mund von Tönnies klingt das so: "Es gibt immer eine kaufmännische Schmerzgrenze. Da liegt die Latte sehr hoch auf Schalke. Natürlich ist ein Verkauf möglich. Denn wenn so eine Schmerzgrenze überschritten ist, also ein Wahnsinnsangebot kommt, bringt das einen ordentlichen Kaufmann dazu, faktisch darüber nachzudenken", wird Tönnies in der Münchener "tz" zitiert. Im Gespräch ist eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro.

Und es soll auch schon einen Verhandlungstermin zwischen den beiden Clubs geben: Das Pokern um Deutschlands U-21-Nationaltorhüter Manuel Neuer geht demnach am kommenden Wochenende in die nächste Runde. Fakt ist, dass der Schlussmann von Schalke ein permanent heiß diskutiertes Thema beim FC Bayern München ist. Der deutsche Rekordmeister will den S04-Keeper unbedingt in den Süden der Republik locken, weil weder Hans-Jörg Butt noch Michael Rensing die hohen Anforderungen der Bosse an der Säbener Straße erfüllen.

Torwartdilemma nur eine von mehreren Baustellen

Immer wieder wird vor allem die fehlende Aggressivität der beiden "1b-Goalies" als Hauptkritikpunkt angeführt. Neuer hat die in seinem Repertoire, und er besitzt auch die nötige Ausstrahlung, die ein Bayern-Keeper mitbringen muss. Mal ganz abgesehen von seinem exzellenten Torwartspiel. "Letztlich trifft Felix Magath die Entscheidung", sagt Tönnies zur "tz". Aber das ist wohl nur die halbe Wahrheit. Das Thema Manuel Neuer könnte sich auf Schalke zu einem ersten echten Machtkampf entwickeln.

Bereits am Donnerstag reagierte nämlich auch schon Felix Magath auf die Aussagen von Tönnies in der "tz": "Warum sollte ich meine Meinung ändern? Ich bin hier, um Erfolg zu haben und Titel zu holen. Und wenn ich schon den besten deutschen Torhüter habe und der auch noch aus dem eigenen Verein kommt, dann werde ich ihn sicher nicht abgeben", bekräftigte der neue Coach am Rande des Trainingsauftakts der Schalker in Gelsenkirchen. Das Pokerspiel um Neuer geht also weiter, Ausgang offen.

In München ist das Torwartdilemma derweil nur eine von mehreren Baustellen bezüglich der Kaderzusammenstellung für die neue Saison. Es ist kein Geheimnis, dass bestimmte Mannschaftsteile weiter verstärkt werden sollen. Vor allem auch dann, wenn mögliche Leistungsträger wie Ribery, Toni oder Lucio auf den letzten Drücker noch das Weite suchen sollten. Aktuell wird an der Gerüchtefront ein Name für die Defensive ganz heiß gehandelt: Josip Simunic.

Simunic für sieben Millionen Euro zu haben

Kroatischen Medienberichten zufolge soll der FC Bayern angeblich an Herthas Innenverteidiger interessiert sein. Für eine Ablösesumme von etwa sieben Millionen Euro kann der Kroate den Hauptstadt-Club verlassen. Simunics Berater Gordon Stipic: "Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Tagen der Kontakt mit den interessierten Vereinen intensiviert wird." Was für einen Wechsel spricht: Stipic vermittelte den Bayern schon Ivica Olic vom HSV, außerdem will Neu-Trainer Louis van Gaal einen weiteren Innenverteidiger, da er die Spielweise von Lucio nicht schätzt. Auch beim Rekordmeister kommt in diesen Tagen einfach keine Ruhe rein.

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