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Schröder reagiert auf "Kramer raus!"-Rufe - Trainer mit Kritik an den Spielern

Frank Kramer
Frank Kramer
© Getty Images
Rouven Schröder hat Stellung zur lautstarken Fan-Kritik an Frank Kramer genommen. Der Schalke-Trainer kritisierte nach der Pokal-Pleite seine Spieler sehr deutlich.

Die 1:5-Niederlage im DFB-Pokal gegen die TSG Hoffenheim hat die Stimmung bei Schalke 04 weiter verschlechtert. Erstmals hallten sehr deutliche "Kramer raus!"-Rufe aus der S04-Kurve. Rouven Schröder ließ den Ausgang der angekündigten Analyse zwar offen, nahm den Trainer aber auch etwas in Schutz.

Die zweite deutliche Niederlage gegen Hoffenheim innerhalb weniger Tage. Wenig überraschend hat sich die Stimmung auf Schalke seit vergangenem Freitag nochmals deutlich verschlechtert. Auf dem Platz war deutlich zu sehen, dass das Pokalspiel intern mit der Fokussierung auf die Bundesliga bereits abgeschenkt wurde. So trat dann auch die Mannschaft auf.

Nach der Partie hallten die "Kramer raus!"-Rufe erstmals sehr deutlich aus der Fankurve. Am Freitag waren sie bislang nur vereinzelt zu hören gewesen, doch am späten Dienstagabend waren sie lautstark zu hören. Bereits während des Spiels hatten die mitgereisten Ultras den Support eingestellt.

Schröder mit Verständnis für Fan-Kritik - Kramer-Verbleib weiter offen

"Nach so einem Spiel kann ich alles verstehen", nahm Rouven Schröder anschließend Stellung zur Kritik (via WAZ). Seinen Trainer schien er im ersten Moment zunächst mal schützen zu wollen: "Es ist doch vollkommen klar, dass niemand zufrieden ist. Frank Kramer ist heute ein armer Hund."

Auf die Frage, welche Folgen dieses Auftreten haben werde, blieb der Sportdirektor aber recht vage. "Jeder schreit nach Konsequenzen, aber wir entscheiden für Schalke 04", betonte er. Dennoch habe man auf dem Platz "ein Bild" gezeigt, "das wir nicht zeigen wollten".

Schröder betonte, wie wichtig nun die voraussichtlich die Nacht überdauernde Analyse der aktuellen Lage sei. Nach einem solchen Spiel sei man "gut beraten, uns die Meinung zu sagen", erklärte er. Er ging von einer längeren Dauer aus. "Vielleicht gibt es Dinge, die man verändern kann, um einen Knopf zu drücken, damit wir wieder besser sind", mutmaßte er, weil er genau weiß, dass man "mit so einer Leistung in Berlin nicht bestehen" werde.

"Gegen einen Gegner, der fußballerisch besser ist, wollten wir alles in die Waagschale werden – das haben wir aber nicht gemacht", richtete Schröder dabei die Kritik auch an die Mannschaft. "Das Schlimmste für mich persönlich ist, dass wir die Basics wie Zweikampfverhalten vermissen lassen haben. Egal, ob der Gegner besser ist: Den Schneid darf ich mir nicht abkaufen lassen. Das ist so nicht zu akzeptieren."

Erst einmal bleibt also unklar, ob Kramer nach diesem erneut desaströsen Auftritt weiter machen darf, oder ob er noch vor dem Hertha-Duell freigestellt wird. Die Betonung der offenen Ausgangslage seitens Schröder legt zumindest das zweite Szenario nah.

Kramer mit deutlicher Kritik an seiner Mannschaft: "Unbestritten die schlechteste Saisonleistung"

Der Trainer selbst zeigte sich nach Abpfiff recht verärgert über seine Mannschaft. "Das war unbestritten die schlechteste Saisonleistung, schlechter geht es nicht", stellte er direkt fest. Angesichts dieser Leistung sei er "fast sprachlos" gewesen. Es sei ihm schlichtweg "ein Rätsel, mit welcher Wehrlosigkeit wir zu Werke gegangen sind".

"Wir hätten auch mit acht Spielern in der ersten Reihe spielen können. Doch wenn man keine Zweikämpfe führt, wird man keine Tore verhindern können", führte er angezählte Coach aus.

In der Halbzeit habe er "an die Ehre" seiner Spieler appelliert. Vielen Fans war aufgefallen, dass Kramer noch vor seinem Team wieder im Stadion-Innenraum war. Seine Erklärung zur Halbzeit-Ansprache: "Es war energisch und laut, aber kurz und knapp. Wenn es um Grundtugenden geht, braucht man nicht lange an der Taktiktafel stehen."

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.com/de als Schröder reagiert auf "Kramer raus!"-Rufe - Trainer mit Kritik an den Spielern veröffentlicht.

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