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Dubiose Millionenzahlung: Blatter und Fifa weisen Niersbach-Aussagen zurück

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach beschuldigt die Fifa und Sepp Blatter, für den WM-Zuschuss an Deutschland eine Millionenzahlung gefordert zu haben. Der Verband und der gesperrte Präsident weisen die Darstellung zurück.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach während der PK

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte die Fifa beschuldigt, eine "Gebühr" für ihren WM-Zuschuss verlangt zu haben

Der Fußball-Weltverband hat die Version von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach über die ominöse Zahlung von 6,7 Millionen Euro infrage gestellt. "Es entspricht in keinster Weise den Fifa-Standardprozessen und Richtlinien, dass die finanzielle Unterstützung von WM-OKs an irgendwelche finanziellen Vorleistungen seitens des jeweiligen OKs oder seines Verbandes gekoppelt ist. Im Übrigen ist ganz generell die Finanzkommission weder berechtigt, Zahlungen irgendwelcher Art in Empfang zu nehmen, noch verfügt sie über ein eigenes Bankkonto", teilte die Fifa am Donnerstag mit.

Auch der derzeit gesperrte Fifa-Präsident Joseph Blatter hat die Darstellung des Deutschen Fußball-Bundes zur ominösen Zahlung von 6,7 Millionen Euro zurückgewiesen. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte auf einer Pressekonferenz in Frankfurt berichtet, dass es ein Treffen Blatters mit dem Chef des Organisationskomitees Franz Beckenbauer Anfang 2002 in Zürich gegeben hatte. Dabei soll es zu einer Einigung über die Überweisung an die Fifa gekommen sein. "Ich bin mit diesem Vorgang nicht vertraut", ließ Blatter über einen Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilen.

Zahlung an Fifa für WM-Zuschuss

Zuvor hatte Niersbach erklärt, mit dem Geld habe der DFB einen Zuschuss in Höhe von 250 Millionen Schweizer Franken für die Organisation der Weltmeisterschaft 2006 gesichert. Laut Niersbach seien die 6,7 Millionen Euro im Jahr 2002 zunächst vom damaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus an die Fifa-Finanzkommission gezahlt worden. Nachdem Louis-Dreyfus das Geld zurückgefordert habe, sei ein Jahr vor der WM die Summe über ein Fifa-Konto an den 2009 gestorbenen Franzosen zurückgezahlt worden.

Die Fifa werde die Angelegenheit intern mit externen Anwälten untersuchen. Der DFB sei aufgefordert, "an dieser Untersuchung mitzuwirken", teilte die Fifa mit. 

fin / DPA

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