Spielerkarussell Bayern will Lahm zurück


Im Trainingslager in Dubai wollen die Bayern die Weichen für die Zukunft stellen. Die Verträge mit Linke und Scholl wurden um ein Jahr verlängert. Und 2005 soll Philipp Lahm wieder an die Isar kommen.

Der FC Bayern bereitet sich zur Zeit in Dubai auf die Rückrunde vor. Neben Konditions- und Taktiktraining versuchen die Bayern-Bosse in den ruhigen Tagen fern des Münchner Medienzirkus wichtige personelle Weichenstellungen für die Zukunft vorzunehmen.

Ein entscheidener Baustein der Bayern-Mannschaft der Zukunft ist wohl Philipp Lahm. Offiziell ist der schwäbische Senkrechtstarter der Hinrunde immer noch Bayer und bis 2007 vertraglich an den Nobelverein von der Isar gebunden. Sobald der Leihvertrag mit dem VfB zum 20. Juni 2005 ausläuft, will Uli Hoeneß die große deutsche Abwehrhoffnung in den eigenen Reihen sehen. Als Nachfolger von Bixente Lizarazu, dessen Vertrag noch einmal um Jahr verlängert werden soll. Ob Hoeneß diese "Ideallösung" - so seine Worte im Interview - realisieren kann, muss sich erst noch zeigen. Dafür sind andere Vertragsverlängerungen schon unter Dach und Fach.

Scholl-Vertrag "ein Schuss Loyalität"

Die Kontrakte mit Mehmet Scholl und Thomas Linke zu denselben Konditionen um ein Jahr verlängert worden. Für Rummenigge war es offenbar keine Frage, den Vertrag mit dem bereits 34-jährigen Linke zu verlängern. "Wir sind einfach zufrieden mit seiner Leistung", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Auch den häufig von Verletzungen geplagten Scholl, der im November in Berlin an der Bandscheibe operiert worden war, wollte man auf jeden Fall halten. "Er ist total schmerzfrei und außerdem ist es ein kleiner Schuss Loyalität", sagte Rummenigge mit Blick auf die lange Vereins- Zugehörigkeit des Mittelfeldspielers. Scholl, seit 1992 beim FC Bayern unter Vertrag, ist der dienstälteste Profi bei den Münchnern.

Transfer von Tevez immer unwahrscheinlicher

Bei den Verhandlungen über den möglichen Zugang des Argentiniers Carlos Tevez sieht Rummenigge keine schnelle Lösung - und stellte dessen Club Boca Juniors Buenos Aires ein Ultimatum gestellt. "Wenn bis Ende Februar keine Einigung erzielt wird, ziehen wir uns aus dem Transfer zurück. Ich bin nicht optimistisch, dass es eine kurzfristige Lösung gibt."

Deisler "auf einem ordentlichen Weg"?

Rummenigge erwartet auch keine schnelle Rückkehr des wegen Depressionen behandelten Nationalspielers Sebastian Deisler. "Das ist kein einfaches Kapitel. Er ist auf einem ordentlichen Weg. Ob der gut ist, muss man abwarten", sagte der Bayern-Chef.

Wie es mit dem Sorgenkind Zickler weitergeht, ist unklar. Ob der Vertrag mit dem häufig verletzten Zickler verlängert wird, "müssen wir noch abwarten", so Hoeneß.

dpa DPA

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