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Trauer um Senzo Meyiwa: Südafrikas Nationaltorwart bei Überfall erschossen

Bei einer Schießerei in einem Township nahe Johannesburg ist der südafrikanische Nationaltorwart und Kapitän Senzo Meyiwa ums Leben gekommen. Unbekannte haben die Herausgabe seines Handys gefordert.

Der gewaltsame Tod von Südafrikas Fußball-Nationaltorwart Senzo Meyiwa hat für einen Schock im Land des WM-Gastgebers von 2010 gesorgt. Der Kapitän der Orlando Pirates war am Sonntagabend in einem Haus bei Johannesburg angeschossen worden und erlag nach Polizeiangaben auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen. Sein Club bestätigte den Tod.

"Das ist ein tragischer Verlust - für Senzos Familie, die Orlando Pirates und die Nation", erklärte Vereinschef Irvin Khoza zum Tod des 27-Jährigen, der in den vergangenen vier Qualifikationsspielen das Tor der Nationalmannschaft gehütet hatte und auch Kapitän der Auswahl war. Für Orlando hatte er zuletzt am Samstag beim 4:1 über Ajax Kapstadt zwischen den Pfosten gestanden.

"Wie kann man jemand für ein Handy umbringen?"

Wie die südafrikanische Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, seien gegen 20 Uhr Ortszeit zwei Verdächtige in das Haus eingedrungen, in dem sich Meyiwa aufhielt, ein dritter blieb vor dem Haus. Die Verdächtigen seien nach der Tat geflüchtet. Für Hinweise, die zu ihrer Ergreifung führen, wurde eine Belohnung ausgesetzt. Über weitere Einzelheiten der Ermittlungen will die Polizei am Mittag informieren.

Unbestätigten Berichten zufolge wurde Meyiwa im Haus seiner Freundin angeschossen. Die Täter sollen angeblich ein Handy von Meyiwa verlangt haben. "Wie kann man jemand für ein Handy umbringen?", fragte Teamkollege Tsepo Masilela via Twitter. "Er war einer der guten Torhüter, die wir im Land haben. Das ist ein Verlust für das ganze Land."

Kevin-Prince Boateng bestürzt

Auch Bundesligaprofi Kevin-Prince Boateng von Schalke 04 nahm die Nachricht mit Bestürzung auf. "Tragödie!!!! Ruhe in Frieden Senzo Meyiwa", schrieb der ghanaische Nationalspieler und kondolierte Familie und Freunden des Torhüters.

and/AFP / AFP

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