TV-Rechte Bundesliga setzt auf ARD und Premiere


Ein Spiel am Samstagabend, zwei Anstoßzeiten am Sonntag und eine Sportschau nach dem Tatort: Die Deutsche Fußball-Liga hat die Bundesliga-TV-Rechte bis 2013 an ihre alten Partner ARD, Premier, ZDF und DSF vergeben. Die Clubs werden pro Saison 412 Millionen Euro einnehmen, der Spieltag wird zerstückelt.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die nationalen TV-Rechte für die Spielzeiten 2009 bis 2013 an seine alten Partner Premiere, ARD, ZDF und DSF vergeben und wird dadurch pro Saison 412 Millionen Euro einnehmen. Dies bestätigte die DFL nach der Mitgliederversammlung der 36 Erst- und Zweitligisten in Frankfurt. Der befürchtet hohe Verlust ist damit ausgeblieben. In den vergangenen drei Jahren hatte die Liga im Mittelwert 405 Millionen Euro pro Saison kassiert.

Der Pay-TV-Sender Premiere, der mit etwa 200 Millionen Euro größter Geldgeber bleibt, wird weiterhin alle Spiele der Bundesliga und 2. Liga live übertragen. Das ARD bleibt mit der vom Bundeskartellamt vor 20.00 Uhr geforderten zusammenfassenden Berichterstattung im Free-TV am Samstag bei der DFL im Boot. Das neue Livespiel am Samstag um 18.30 Uhr läuft ausschließlich bei Premiere. Die ersten Bilder dieser Begegnung sind im Free-TV am Samstagabend im ZDF-Sportstudio“ zu sehen.

Sonntagsspiele zu unterschiedlichen Zeiten

Das Bundesliga-Wochenende im Fernsehen wird die ARD mit einer weiteren "Sportschau" am Sonntagabend nach dem "Tatort" um 21.45 Uhr beenden. Die ARD berichtet dann über die beiden Sonntagsspiele in der Bundesliga, die ab der kommenden Saison zu unterschiedlichen Zeiten (15.30 und 17.30 Uhr) angepfiffen werden.

Das DSF, das momentan noch am Sonntagabend über die beiden Sonntagsspiele als Erstverwerter im Free-TV berichtet, wird ab der kommenden Saison nur noch die Spiele der 2. Liga in der Zusammenfassung senden. Darüber hinaus werden die neuen Samstagsspiele der 2. Liga in der Bundesliga-Highlight-Zusammenfassung der ARD gezeigt.

Rauball: In schwieriger Lage vorzeigbares Ergebnis erzielt

"Wir haben in einer schwierigen Lage für den Profi-Fußball ein vorzeigbares Ergebnis erzielt", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball. Nach DFL-Angaben will der Ligaverband nun "mit allen rechtlichen Möglichkeiten" gegen die Vorgaben des Kartellamtes in Bezug auf die Zentralvermarktung vorgehen. "Es kann nicht sein, dass wir durch behördliche Maßnahmen bis hin zur Programm-Planung stärker eingeschränkt werden als alle anderen Ligen in Europa."

DPA/SID DPA

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