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Uefa-Cup: Deutsche Teams tun sich schwer

Eigentlich waren die Aufgaben für die deutschen Vertreter in der ersten Runde des Uefa-Cups lösbar. Dennoch haben sich vor allem Leverkusen und der HSV schwer getan. Nur Mainz konnte bei seinem internationalen Debüt überraschen.

Die deutschen Mannschaften haben sich zum Auftakt des Uefa-Pokals überraschend schwer getan und zum Teil ernüchternde Leistungen geboten. Während sich Hertha BSC und der VfB Stuttgart mit Hinspiel-Siegen am Donnerstag immerhin gute Ausgangspositionen für das Erreichen der Gruppenphase geschaffen haben, müssen der Hamburger SV und Bayer Leverkusen um das Weiterkommen bangen.

Für die Hamburger wird das Erreichen der lukrativen Gruppenphase zum Zitterspiel. Der Tabellendritte der Bundesliga kam gegen den FC Kopenhagen trotz klarer Feldvorteile nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Der überragende Rafael van der Vaart (37.) brachte den HSV vor 43.085 Zuschauern in der AOL-Arena zwar in Führung, doch schon drei Minuten später gelang Elroi van Heerden (40.) der Ausgleich.

Eine gute Ausgangsposition trotz schlechten Spiels verschaffte sich Hertha BSC. Die Berliner gewannen dank eines Elfmetertors von Marcelinho in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit 1:0 bei Apoel Nikosia auf Zypern. Vor 6362 Zuschauern im GSP Stadion kassierten die Gastgeber eine unverdiente Niederlage, weil sie oft die schnellere und direktere Spielanlage zeigten als die enttäuschenden Berliner.

Bayer Leverkusen dagegen droht nach einer weitgehend ideenlosen Vorstellung gegen ZSKA Sofia das Aus. Trotz eines Sturmlaufs in der zweiten Halbzeit unterlagen die Rheinländer, die den Wettbewerb 1988 gewonnen hatten, vor 20.000 Zuschauern in der BayArena mit 0:1 (0:1). Den Treffer für den bulgarischen Meister, der in der Champions-League-Qualifikation am FC Liverpool gescheitert war, erzielte Jordan Todorow (15.). Die beste Chance zum Ausgleich für die erst nach der Pause engagierteren Leverkusener vergab Juan, der in der 87. Minute aus kurzer Distanz freistehend an Torhüter Dejan Maksic scheiterte.

Erschreckend schwache Leistung von Stuttgart

Auch der VfB Stuttgart konnte nach dem verkorksten Bundesliga- Start nicht richtig Tritt fassen. Trotz eines 2:0-Erfolgs gegen den slowenischen Tabellenführer NK Domzale lieferten die Schwaben vor gerade einmal 12.000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion eine erschreckend schwache Leistung ab. Der starke Däne Jon Dahl Tomasson köpfte die Hausherren früh in Führung (7.), das beruhigende 2:0 erzielte Christian Gentner mit einem Fernschuss (89.).

Überraschend dagegen der FSV Mainz 05. Bei seinem Uefa-Cup- Debüt hat sich der Bundesligist ein überraschendes 0:0 beim FC Sevilla erkämpft und sich damit eine glänzende Ausgangsposition für das Erstrunden-Rückspiel in zwei Wochen geschaffen. Vor rund 43.000 Zuschauern im Hexenkessel des Ramon-Sanchez-Pizjuan-Stadions widerstand die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp am Donnerstagabend dem Dauer-Sturmlauf der hoch favorisierten Spanier. Mit einem Sieg im Rückspiel am 29. September in der Frankfurter Commerzbank-Arena würde Mainz in die Gruppenphase des Uefa-Pokals einziehen.

DPA / DPA

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