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Verbrauchertipp: Neuer Sender, neuer Decoder?

"Es gibt mit Ausnahme von Premiere nur Gewinner", kommentierte Gerhard Mayer-Vorfelder, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, den Deal mit Arena und Telekom. Und es scheint, als ob die Fußballfans ihren "Stoff" tatsächlich billiger und vielseitiger als zuvor serviert bekommen.

Von Kathrin Buchner

Eva Kröger, Sprecherin des Kabelnetzbetreibers Unity Media, der über seine Tochterfirma Arena die Verwertungsrechte für die Bundesliga-Saison 2006/2007 gekauft hat, sagt: "Es wird in jedem Fall günstiger als bei Premiere. Genaue Vertragskonditionen sind noch nicht klar, dafür ist es zu noch zu früh." Ihren Angaben zufolge muss sich der Kunde nicht mal einen neuen Decoder anschaffen. "Wir arbeiten mit dem gleichen Verschlüsselungssystem. Es ist noch zu klären, ob der Abonnent eine neue Smartcard zugeschickt bekommen wird oder ob die bestehende benutzt werden kann", so Kröger.

Für Unity Media ist der Erwerb der Übertragungsrechte eine strategische Entscheidung: "Als Kabelnetzbetreiber wollen wir möglichst viele Leute ins digitale Fernsehen locken", sagt Kröger. Darüber hinaus können die Fans die Spiele vermutlich auch live auf dem Computer verfolgen, denn die Internet-Rechte sind an die Deutsche Telekom vergeben worden. Welche Angebote die Telekom ihren Nutzern machen wird, steht zwar noch nicht fest, aber Premiere-Chef Kofler befürchtet bereits eine Art "Parallel-Pay-TV". Unity Media nimmt dieses Problem vorerst gelassen: "Das ist ein Szenario, dass uns bewusst ist. Aber man muss schon einen verdammt schnellen Internetanschluss haben, um sich Fußball auf dem Computer anzusehen", so die Sprecherin der Unity Media.

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