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Bayern schlagen Hoffenheim 3:1: Videobeweis bringt Fans auf die Palme und Kovac punktet mit ehrlichem Statement

Zwei Geschichten bleiben von diesem Bundesliga-Auftakt der Bayern gegen Hoffenheim: Die groteske Nicht-Einsatz des Videoassistenten beim Strafstoß für die Bayern – und die Ehrlichkeit vom neuen Bayern-Coach Nico Kovac.

Nico Kovac und Julian Nagelsmann  auf der Pressekonferenz nach dem Spiel

Nico Kovac und Julian Nagelsmann  auf der Pressekonferenz nach dem Spiel

DPA

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann war nach der 3:1-Niederlage gegen die Bayern zum Bundesliga-Auftakt angefressen. Aber nicht, weil er mit der Leistung seiner Mannschaft unzufrieden gewesen wäre, sondern weil der Videoassistent zum Einsatz kam - und einmal nicht. Tatsache ist: Gleich beim Bundesliga-Auftakt steht wieder mal das viel kritisierte Instrument der Schiedsrichter im Mittelpunkt von erregten Diskussionen vor den Kameras und im Netz.

Was war geschehen? In der 81. Minute entschied Schiedsrichter Bastian Dankert beim Stand von 1:1 auf Elfmeter für die Bayern. Der Hoffenheimer Verteidiger Havard Nordtveit war im Strafraum auf dem Hosenboden auf Franck Ribery zugerutscht. Der Franzose nutzte die Situation aus und hob ab, ohne das Nordtveit ihn berührte. Eine klare Fehlentscheidung. Doch als das ganze Stadion und die Zuschauer vorm TV auf den Einsatz des Videoassistenten warteten - geschah nichts.

Lewandowski trat zum Strafstoß trat an, Hoffenheim-Keeper Baumann parierte und Robben verwandelte im Nachschuss.

Wo war der VAR, als man ihn brauchte?

Doch diesmal kam das Zeichen des Videoassistenten. Zu Recht, denn Robben war fast parallel mit Lewandowski angelaufen und viel zu früh in den Strafraum eingedrungen. Der Elfer wurde wiederholt. Diesmal verwandelte Lewandowski sicher. Die Bayern gingen mit 2:1 in Führung und gewannen das Spiel, nachdem Robben in der 90. Minute nach einer schönen Kombination zum Endstand von 3:1 getroffen hatte.

Das Problem: Es blieb für den Beobachter vollkommen unklar, warum Dankert sich die Entstehungsszene des Strafstoßes nicht nochmals anschaute. "Das war kein Elfmeter, er springt halt eine halbe Stunde vorher", schimpfte Nagelsmann und monierte, dass "bei einer entscheidenden Szene" nicht eingegriffen worden sei.

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"Wenn das als Elfmeter gepfiffen wird, dann kann jeder vorher losspringen und sagen, ich kann nicht weiterlaufen. Und wer bewertet es dann? Der Videoschiedsrichter? Wo war er? Außer in den 14 Szenen danach, die keinen Mensch interessiert haben. Da war er in jedem Fall nicht anwesend", kritisierte Nagelsmann.

Kovac ist ehrlich

Bayern-Trainer Niko Kovac gab im ZDF zu: "Das ist schwierig. So glasklar sehe ich das jetzt auch nicht. Ich hätte ihn nicht gegeben." Das waren wohltuende Worte, die man in ihrer Ehrlichkeit selten in der Bundesliga hört.

Erwähnt werden muss zudem, dass ein Tor der Bayern durch den Videoassistenten aberkannt wurde. Leon Goretzka hatte Thomas Müller am Arm angeschossen, der Ball landete im Netz. In dem Fall funktionierte der VAR.

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tis

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