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Wegen Kritik an Leverkusen Rudi Völler rastet aus


Der Auftritt erinnerte an seine Wutrede als DFB-Teamchef. Mit harschen Worten hat sich Sportdirektor Rudi Völler gegen die jüngste Kritik an der Leverkusener Mannschaft zur Wehr gesetzt.

Rudi Völler hat mit großer Verärgerung auf die teilweise deutliche Medienkritik an Bayer Leverkusen nach dem 0:5 in der Champions League gegen Manchester United reagiert. "Die Mannschaft hat es nicht verdient, so behandelt zu werden. Dazu hat sie in den vergangenen Monaten zu viel richtig gemacht", klagte der Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten am Freitag. Wütend verwies er auf den jüngsten Höhenflug des Teams von Trainer Sami Hyypiä in der Meisterschaft: "Es ist nicht selbstverständlich, dass wir Tabellenzweiter sind. Wir sind ein absoluter Topclub."

Ähnlich wie bei seinem Wutausbruch als DFB-Teamchef im September 2003 nach dem 0:0 der Nationalmannschaft in Island redete sich Völler in Rage. "Die ganzen internen Diskussionen über unser Image sind der absolute Blödsinn. Wir machen uns kleiner als wir sind. Ich habe ja gern mit Wolfgang Holzhäuser zusammengearbeitet - aber Vizekusen zu patentieren, war schwachsinnig. Das passt nicht zu Bayer. Wir sind die Werkself. Die Werkself-Kampagne war die Beste, die wir je hatten", so Völler.

Das Image des Vereins sei "viel besser, als es nach der Niederlage beschrieben wurde". "Noch in den 80er-Jahren haben die Spieler von Bayer das Vereinsemblem mit der Hand verdeckt. Heute laufen die Fans mit breiter Brust durch Köln", sagte der einstige Nationalspieler. Apropos Köln.

Völler macht Calmund und den FC rund

"Auch nach einem 0:5 gegen ManUnited können wir mit breiter Brust durch Köln gehen. Wir spielen halt gegen die, der FC verliert gegen Ingolstadt", teilte Völler jetzt auch gegen den in der Region weitaus beliebteren FC aus.

Schließlich wurde auch noch Reiner Calmund rasiert. Der hatte nach dem Manchester-Spiel kein Blatt vor den Mund genommen und ordentlich gegen Bayer ausgeteilt. "Ich gebe auch Reiner Calmund einen guten Tipp: Er ist im Moment auch vom Beruf her Reiner Calmund. Er soll der Calli bleiben und nicht den Calli spielen."

Bei aller Verärgerung über die Medienschelte machte auch Völler aus seiner Enttäuschung über die Pleite keinen Hehl: "Der Stachel sitzt noch immer tief und wird erst herausgezogen, wenn die Mannschaft gegen Nürnberg gut spielt. Aber ich bin sicher, alle Spieler werden sich auskotzen. Das werden wir wieder wettmachen."

kbe/DPA DPA

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