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Wegen Messi, Neymar und Mbappe: Henry und Carragher raten Pochettino zu Wechsel

Verzweifelt Mauricio Pochettino an der defensiven Arbeitsverweigerung seiner drei Tenöre in der Offensive? Zwei Ex-Stars raten ihm zum Abschied.

Die beiden Fußball-Ikonen Jamie Carragher und Thierry Henry sind davon überzeugt, dass Paris Saint-Germain keinen großen Titel gewinnen wird, solange die drei Topstars Lionel Messi, Kylian Mbappe und Neymar weiter die Defensivarbeit verweigern. Trainer Mauricio Pochettino sei in dieser Hinsicht nicht durchsetzungsstark genug und müsse PSG verlassen, um internationale Erfolge feiern zu können.

"Pochettino muss den Klub verlassen. Wenn er die Chance bekäme, zu Manchester United zu gehen ... Also ich würde morgen sofort gehen. Und das liegt vor allem an den drei Stars", sagte Carragher im Rahmen der Champions-League-Berichterstattung bei CBS. Der Argentinier Pochettino ist nach Informationen von GOAL und SPOX der Wunschkandidat bei United für die Nachfolge des kürzlich entlassenen Ole Gunnar Solskjaer, allerdings blockt PSG jegliche Verhandlungen aktuell ab.

Henry: Mit sieben Spielern verteidigen ist "unmöglich"

Henry glaubt, dass sich der 49-Jährige derzeit in seiner Haut nicht wohlfühlt, vor allem taktisch. "Den Jungs nicht sagen zu können, dass sie zurückarbeiten sollen, tut weh", sagte Henry. Es könne nicht sein, dass gleich drei Spieler von der Defensivarbeit ausgenommen werden. "Im modernen Fußball kannst du nicht mit sieben Spielern verteidigen, das ist unmöglich. Da spielt es keine Rolle, wer du bist", stellte der langjährige Arsenal- und Barcelona-Star klar.

Messi, Mbappe und Neymar genießen alle Freiheiten in der Offensive bei PSG, arbeiten jedoch kaum mit zurück. Eine Spielszene aus der Champions-League-Partie bei Manchester City, die per Screenshot in den Sozialen Medien die Runde machte, verdeutlichte das in bemerkenswerter Art und Weise. Und auch die Tore waren laut Henry ein Spiegelbild der taktischen Fehler.

"Die Innenverteidiger waren völlig entblößt", war der 44-Jährige schockiert und stellte klar: "Wenn du als Team Titel gewinnen willst, müssen die drei da vorne wenigstens den Ball anschauen." Die Mannschaften in der französischen Liga hätten nicht immer die Qualität, um das auszunutzen. "ManCity aber kann es", sagte Henry.

Pochettino ist zwar der erste Trainer bei PSG, der mit allen drei Offensivstars zusammenarbeit. Das grundlegende Problem sei aber seit Jahren das gleiche. "Darf der Trainer die Regeln vorgeben oder machen es die Spieler? Wenn an der Spitze der Trainer nicht stark ist, wenn es darum geht, wie gespielt wird, wird es schwierig", stellte Henry klar.

Tuchel und Emery als Vorbilder für Pochettino?

An den Trainern selbst liege es dabei keinesfalls und Henry hob besonders Thomas Tuchel hervor. "Tuchel hat es nicht geschafft, dass sie verteidigen. Bei Chelsea hören sie ihm zu", sagte er und unterstrich die Erfolge von Tuchel und auch von Unai Emery nach ihrer Zeit bei PSG: "Jeder, der Paris Saint-Germain verlassen hat, hat in Europa gewonnen: Emery und Tuchel." Tuchel gewann in diesem Jahr mit Chelsea die Champions League, Emery mit dem FC Villarreal die Europa League.

Auch Pochettino habe das Potenzial dafür, solche Erfolge zu feiern, aber nicht bei PSG. Denn, so Henry: "Pochettino ist es nicht erlaubt, Pochettino zu sein."

Goal

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