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Gerüchteküche brodelt Nach Abgang aus Barcelona: Messi soll PSG-Trainer persönlich kontaktiert haben

Lionel Messi und der FC Barcelona gehen getrennte Wege – eine Ära endet
Sehen Sie im Video: Eine Ära endet – Messi und der FC Barcelona gehen getrennte Wege.




Die Ära von Fußball-Superstar Lionel Messi beim FC Barcelona ist beendet. Der 34 Jahre alte Argentinier konnte sich mit dem spanischen Klub nicht auf einen neuen Vertrag einigen, wie die Katalanen am Donnerstag mitteilten. "Beide Parteien bedauern zutiefst, dass es letztendlich unmöglich war, die Wünsche des Spielers und des Vereins zu erfüllen", heißt es in der Erklärung. Der Verein führte dabei wirtschaftliche und strukturelle Hindernisse an, die eine Vertragsverlängerung verhindert hätten. Nach spanischen Zeitungsberichten soll Messi sogar bereit gewesen sein, auf die Hälfte seines Gehalts zu verzichten, um dem wirtschaftlich stark angeschlagenen Verein zu helfen. Später hieß es allerdings, die Gespräche seien ins Stocken geraten und könnten sogar scheitern. Messi spielt seit Oktober 2004 für die erste Mannschaft von Barcelona. Mit den Katalanen gewann er vier Champions-League-Titel und zehn spanische Meisterschaften. Zudem führte er Barca zu drei Triumphen bei der Klub-WM und sieben Pokalsiegen. Seit dem 1. Juli ist er vertragslos und jetzt auf der Suche nach einem neuen Verein.
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Einer der besten Fußballer der Welt ist auf Jobsuche. Nach 21 Jahren verlässt Lionel Messi den FC Barcelona. Berichten zufolge steht Paris Saint-Germain ganz oben auf der Wunschliste des Superstars - die Franzosen scheinen nicht abgeneigt zu sein.

Nach dem ersten Schock soll Lionel Messi noch am Abend des Fußball-"Erdbebens" von Barcelona höchstpersönlich die Jobsuche forciert haben. In einer für den 34 Jahre alten Superstar einmaligen Situation kontaktierte der Argentinier Medienberichten zufolge höchstpersönlich seinen Landsmann Mauricio Pochettino – und der ist Trainer von Paris Saint-Germain. Heißt es bald schon: "Bienvenue Messi"?

490 Millionen Euro Schulden: Barcelona kann sich Messi nicht mehr leisten

Öffentlich äußerte sich der sechsmalige Weltfußballer nach dem Scheitern der Vertragsverhandlungen noch nicht. Dafür sprach der Präsident des FC Barcelona und erklärte, warum geschah, was nicht hätte passieren sollen. Weder aus seiner, geschweige denn aus Sicht von Messi, der nach dem hartnäckigen Wechselversuch vor einem Jahr nun eigentlich bleiben wollte.

Die finanzielle Lage des Clubs sei aufgrund des "katastrophalen Managements" der vergangenen Jahre so schlecht, dass man bei einer Weiterverpflichtung von Messi nicht die Vorgaben der spanischen Profiliga hätte erfüllen können, erklärte Joan Laporta, der im März ins Amt zurückgekehrt war. "Wir haben ein furchtbares Erbe angetreten", sagte der 59-Jährige.

Allein die Gehaltsmasse sei zuletzt mit Messis Vertrag um zehn Prozent höher als die Gesamteinnahmen des Vereins gewesen. Das sogenannte Financial Fairplay der spanischen Liga ließ keinen Spielraum für den mit unfassbaren fast 490 Millionen Euro verschuldeten Club.

Nach 21 Jahren Messi: Neue Zeitrechnung für Barcelona?

Warum dies allerdings erst im letzten Moment festgestellt wurde, blieb offen. Messi hätte dem Vernehmen nach auf die Hälfte seines bisherigen höchst üppigen Lohnes verzichtet. Es gab auch Pläne, das Gehalt von zwei Jahren – so lange sollte er noch für den FC Barcelona spielen – über fünf Jahre zu zahlen.

Mit Messi seien sie sich einig gewesen, bestätigte Laporta auch noch mal den Wortlaut der Pressemitteilung vom Donnerstagabend. "Ich bin traurig, aber gleichzeitig bin ich auch davon überzeugt, dass wir das getan haben, was im besten Interesse des Vereins ist", betonte er hinterm Pult mit dem Vereinsemblem, das Messi seit 2000 auf dem Trikot trug.

Erstmal gibt es fast nur Verlierer. Die Liga, weil sie drei Jahre nach Cristiano Ronaldos Weggang von Real Madrid zu Juventus Turin ihren größten Star verliert. Der FC Barcelona, weil nach 21 Jahren mit Messi im Verein nun eine neue und vor allem schwere Zeitrechnung beginnt. Und auch Messi, weil dieser anders als vor einem Jahr, nicht mehr wegwollte. Er habe bei Barça bleiben wollen und bisher mit keinem anderen Verein verhandelt, berichtete der katalanische Sender RAC1 und versicherte: Messi sei "tief betroffen".

Gerüchteküche brodelt: Nach Abgang aus Barcelona: Messi soll PSG-Trainer persönlich kontaktiert haben

Mögliche PSG-Offensive: Messi, Neymar und Mbappé

Die Erholung vom Familienurlaub in Florida und auf Ibiza war nur einen Tag nach dem Ferienende der Messis dahin. Vater Jorge, der Messi auch managt, soll Medienberichten zufolge noch mit Vertretern von Paris Saint-Germain gesprochen haben. Und Sohn Lionel soll laut dem britischen Magazin "The Athletic" kurzerhand PSG-Coach Pochettino selbst kontaktiert haben. Details aus dem Gespräch unter Landsmännern wurden erstmal nicht bekannt.

Pochettino hat sich zu dem angeblichen Telefonat mit Messi am Freitag bei einer Pressekonferenz nicht konkret geäußert. Er habe jedoch "nicht mit englischen Medien gesprochen." Pochettino bestätigte aber, dass PSG eine Verpflichtung des sechsmaligen Weltfußballers prüfe.

Frankreichs Sportzeitung "L'Équipe" prophezeite bereits die "große Seifenoper" dieses Sommers, was den künftigen Club des Südamerikaners betrifft. Bei PSG würde Messi ein Rendezvous mit seinem ehemaligen Barcelona-Mitstreiter Neymar und auch Landsmann Angel di Maria feiern. Aus Frankreich wird allerdings auch kolportiert, dass ein neuer Vertrag für den französischen Weltmeister Kylien Mbappé oberste Priorität habe, um den Real Madrid buhlt.

Allerdings war auch kaum jemand ernsthaft in den vergangenen Wochen davon ausgegangen, dass Messi tatsächlich zu haben sei. Und eine Offensive mit Neymar, Messi und Mbappé könnte durchaus nach dem Geschmack der schwerreichen Besitzer-Scheichs von PSG Saint-Germain sein. "Es könnte schnell gehen, wenn Messi sich für Paris entscheidet", schrieb "RMC Sport" aus Frankreich.

Auch Manchester City und FC Chelsea könnten interessiert sein

Doch auch Manchester City soll weiter und laut "Marca" die erste Option sein, zumal dort Pep Guardiola trainiert und damit der Coach, unter dem Messi in Barcelona erst richtig aufblühte. Auch der Name des FC Chelsea mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel fiel in manchen Berichten.

Klar ist: Ein Verein muss sich einen Messi leisten können. Klar ist auch, dass Messi nach insgesamt unfassbaren 35 Titeln mit dem FC Barcelona mit noch weiteren Ansprüchen kommt. Mit 34 Jahren hat der Argentinier nicht mehr so viele Karrierejahre vor sich. Ende kommenden Jahres will er mit Argentinien bei der WM noch mal groß auftrumpfen – erst recht, nachdem er vor ein paar Wochen mit dem Gewinn der Copa América den ersten großen Titel mit der Nationalmannschaft bejubelt hatte.

Oder geht es doch nach Miami?

Spekulationen, dass er womöglich nun schon zu Inter Miami wechseln könnte, dem Club von David Beckham in der amerikanischen MLS, oder sich ein "Millionärserlebnis" in Katar ("El Mundo deportivo") gönnt, erscheinen eher sehr fraglich für Messi, der sich seit langem mit seiner Frau und den drei Söhnen an der Küste in Castelldefels südlich von Barcelona heimisch fühlt und nun vor einem neuen Karriereabschnitt steht, wenn in den wundersamen Wendungen der vergangenen 18 Monate nicht noch eine weitere Riesenüberraschung eintritt.

Auf die Frage eines Journalisten, ob bereits das letzte Wort gesprochen worden sei, sagte Clubboss Laporta vieldeutig: "Ich will keine falschen Hoffnungen wecken." Er betonte allerdings auch, die Verhandlungen seien zu Ende.

yks/ Jens Marx und Emilio Rappold DPA

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