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Wegen Ribéry-Verletzung: Rummenigge poltert gegen Frankreich

Die Leiden des Franck Ribéry nehmen kein Ende. Der französische Superstar fällt vor den Wochen der Wahrheit erneut aus. Bayern Münchens Vorstand Karl-Heinz Rummenigge platzte nun der Kragen. Sein Sündenbock: die französische Nationalmannschaft.

Neuer Wirbel um Franck Ribéry: Ohne den Topstar muss der FC Bayern München in die "Wochen der Wahrheit" starten - und das bringt Karl-Heinz Rummenigge auf die Palme. Der Bayern-Chef erhob wegen der anhaltenden Blessur des Mittelfeldspielers, der auch am Samstag im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt ausfallen wird, heftige Vorwürfe gegen den französischen Fußball-Verband.

Ribéry hätte Anfang März nicht im Freundschaftsspiel der Franzosen gegen Spanien eingesetzt werden dürfen, schimpfte Rummenigge am Freitag: "Er ist dort schlecht behandelt worden. Der Spieler ist auf Teufel komm raus fitgemacht worden, mit dem Ergebnis, dass er schlecht gespielt hat. Und wir haben jetzt die Suppe auszulöffeln." Rummenigge kündigte einen Beschwerdebrief an den Weltverband FIFA an, damit sich solche Vorfälle in Zukunft nicht mehr wiederholen.

Immerhin besteht wohl Hoffnung auf ein rasches Comeback des Schlüsselspielers, den die Münchner bei der Jagd nach drei Titeln gerade jetzt dringend benötigen. "Wir sind optimistisch, dass er am kommenden Mittwoch im DFB-Pokal-Halbfinale in Schalke wieder auf dem Platz steht", berichtete Rummenigge.

Auch ohne Ribéry sowie die ebenfalls verletzten Stammkräfte Mario Gomez und Martin Demichelis wollen sich die Bayern in Frankfurt keine Blöße geben. "Wir wollen Meister werden, und da muss man in Frankfurt gewinnen. Wenn wir Normalform zeigen, müsste das gelingen", sagte Kapitän Mark van Bommel. Nach Gelb-Sperre wird neben ihm im zentralen Mittelfeld wieder Nationalspieler Bastian Schweinsteiger zum Einsatz kommen. Trainer Louis van Gaal rechnet damit, dass der Gegner Beton anrührt: "Ich habe viel Angst, dass der Trainer Skibbe eine sehr verteidigende Mannschaft zusammenstellt. Dann wird es schwierig."

Rummenigge forderte die eigene Mannschaft auf, trotz der großen Vorfreude auf die internationale Aufgabe gegen Manchester United die Alltagspflichten in der Bundesliga nicht zu vernachlässigen. "Wir haben jetzt entscheidende Wochen vor der Brust. Wir müssen uns voll auf die Bundesliga konzentrieren. Wir müssen versuchen, in Frankfurt drei Punkte zu holen, gerade weil wir mit Manchester dann in der Champions League ein ganz schweres Los haben."

DPA

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