HOME

Wegen WM in Südafrika: Hoeneß giftet gegen Blatter

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat scharfe Kritik an Fifa-Präsident Sepp Blatter wegen der Vergabe der Fußball-WM nach Südafrika geübt."Herr Blatter hat seinen Willen haben müssen, ich habe es immer für falsch gehalten", sagte Hoeneß - und legte nach.

Präsident Uli Hoeneß vom Fußball-Rekordmeister Bayern München hat die Vergabe der WM nach Südafrika als "eine der größten Fehlentscheidungen" von Weltverbandschef Joseph S. Blatter kritisiert. "Ich fahre da nicht hin. Ich war nie ein großer Freund einer WM in Südafrika oder überhaupt auf dem afrikanischen Kontinent, solange Sicherheitsaspekte nicht zu 100 Prozent geklärt sind", sagte Hoeneß bei einer Ehrung im Münchner Rathaus.

Fifa-Boss Blatter habe mit dem Turnier in Südafrika "seinen Willen haben müssen. Ich habe es immer für falsch gehalten. Jetzt hat es keinen Sinn mehr zu lamentieren. Man muss versuchen, das Beste daraus zu machen", ergänzte Hoeneß. Er sei sich sicher, fuhr der Ex-Manager fort, dass Blatter "im stillen Kämmerlein" längst begriffen habe, dass die WM-Vergabe an Südafrika ein Fehler war.

Fifa-Exekutivmitglied Franz Beckenbauer verteidigte hingegen in der Bild-Zeitung die WM-Vergabe: "Südafrika ist keine Fehlentscheidung. 2006 wäre es zu früh gewesen für eine WM dort. Aber mit dem Vorlauf bis 2010 haben sie die Probleme in den Griff bekommen. Hundertprozentige Sicherheit gibt es nirgendwo. Die hatten wir in Deutschland 2006 auch nicht." Pauschalkritik an Afrika lehnt Beckenbauer ab: "Europäische Klubs bedienen sich gerne mit den besten afrikanischen Spielern. Aber eine WM in Afrika wollen sie nicht. Das passt nicht zusammen."

Wissenscommunity