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Internationale Pressestimmen: "Der Fall der Götter"

Vernichtende Kritik und Spott über die Brasilianer, Staunen über die Wiederauferstehung der Franzosen: Ein Blick in den internationalen Blätterwald.

BRASILIEN

Estado de São Paulo:

"Eine Mannschaft zum Vergessen. Die Nationalelf verlässt die WM mit einer bedauerlichen Vorstellung."

"Folha de São Paulo":

"Es gab keine Chance auf die erhoffte Revanche für die Final-Niederlage 1998. Die brasilianische Nationalelf präsentierte sich apathisch und ohne Angriffspower. Am Ende wurde sie von Frankreich völlig beherrscht."

"O Globo":

"Frankreich liquidiert Brasilien. Mit einer schwachen Vorstellung wurden die Brasilianer aus dem Turnier geworfen. Uns bleibt nur noch Felipão (Portugals brasilianischer Trainer Scolari). Zum ersten Mal seit zwölf Jahren ist die Seleção nicht in einem WM- Endspiel vertreten."

"Lance":

"Der Traum des sechsten WM-Titels wird um vier Jahre verschoben. Brasilien spielte zu weit zurückgezogen und überließ den Franzosen die Beherrschung des Spiels. Mit Zidane als Führer bauten diese ein gutes Passspiel auf. Mit viel Einsatz versuchten Cicinho und Robinho, den Angriff der Brasilianer in Schwung zu bringen. Aber es war nicht genug, um eine miserable Vorstellung der brasilianischen Nationalelf zu verbessern und das Aus zu vermeiden."

FRANKREICH:

"Le Parisien":

"Einfach toll! Ein genialer Zidane, ein entschlossener Henry und eine eiserne Verteidigung erlauben den Franzosen, von einem neuen Titel zu träumen."

"L'Equipe":

"Wie in einem Traum. Eine fantastische Leistung, die die anfängliche Untergangsstimmung einer einzigartige Mannschaft in ein goldenes Licht taucht."

ITALIEN:

"La Gazzetta dello Sport":

"Ein Schuss von Henry, und Brasilien existiert nicht mehr. Frankreich war super, addio Brasilien. Die großen Namen der Brasilianer sind zusammengenommen nicht halb so viel wert wie Zizou."

"Corriere della Sera":

"Der Fall der Götter. Brasilien wird von Frankreich ausgelöscht. Das Unglaubliche ist geschehen."

GROSSBRITANNIEN:

"Independent":

"Zidane sorgte für Frankreichs Wiedergeburt: Mit einer wundervollen, hypnotisierenden Darbietung zögerte der 34- Jährige nicht nur seinen Ruhestand hinaus, sondern ließ auch den Ruhm von Ronaldinho und von Brasilien verblassen."

SPANIEN:

"El País":

"Gott erhalte uns Zidane noch für viele Jahre! Der Franzose spielt noch immer besser als alle anderen."

"El Mundo":

"Zidane ist der wahre Brasilianer."

"El Periódico de Catalunya":

"Die Schande des Jahrhunderts! Brasilien gibt ein unwürdiges Bild ab."

SCHWEIZ:

"SonntagsZeitung":

"Der große Tanz der Franzosen. Wie im Finale 1998 bezwangen die Franzosen mit ihrem abtretenden Superstar Zinédine Zidane die favorisierten Brasilianer. Die hervorragend organisierten Franzosen mit ihrem starken Mittelfeld waren die bessere Mannschaft."

NIEDERLANDE:

"Telegraaf":

"Franzosen tanzen den Samba."

ARGENTINIEN:

"Olé":

"Schon lange bläst der Wind und immer noch kräftig. Man muss sich vorstellen, dass Zidane eigentlich schon in Pension gehen sollte. Gott sei Dank, dass nicht. Er erteilte eine Lektion in Sachen Fußball. Der fünfmalige Weltmeister war nur ein Schatten seiner selbst. Ronaldinho? Danke, es reicht."

"Clarín":

"Ein unglaubliches Spiel Zidanes. Der französische Kapitän war der beste Spieler beim 1:0-Triumph gegen Brasilien. Als viele ihn schon für tot erklärt hatten, zeigte Zinedine Zidane, dass er ein Ausnahmespieler ist."

"La Nación":

"Frankreich spielte so schön wie sonst die Brasilianer. Angefeuert vom Können Zidanes, der eine Verschmelzung von Talent und strategischem Denken verkörpert, sorgte Frankreich für den größten Paukenschlag der WM. Der Champagner-Fußball der Franzosen, wie ihn früher schon die Mannschaft mit Platini, Papin und Tigana gezeigt hatte, demütigte die Brasilianer."

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