Nationalmannschaft Spezialtraining für Ballack


Wenige Stunden nach dem WM-Eröffnungsspiel steht für die Stammspieler der deutschen Mannschaft Regeneration auf dem Plan. Mit einer Ausnahme: Kapitän Michael Ballack musste zum Spezialprogramm antreten.

Nationalspieler Bernd Schneider rechnet fest damit, dass Kapitän Michael Ballack im zweiten WM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen Polen wieder eingesetzt werden kann. "Jetzt ist der Balle auch fit für das Spiel am Mittwoch", sagte Schneider bei einer Pressekonferenz in Berlin. Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte Ballack im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica wegen einer Wadenverletzung nicht aufgestellt, obwohl der Mittelfeldstar selbst spielen wollte.

15 Stunden nach dem Abpfiff des Eröffnungsspiels hat Bundestrainer Jürgen Klinsmann die Vorbereitung auf das zweiten Gruppenspiel gegen Polen begonnen - Michael Ballack musste dabei ein Spezialprogramm absolvieren. Ballack trainierte unter Anleitung der DFB-Ärzte und der US-amerikanischen Fitness-Spezialisten am Samstagvormittag im Mannschafts-Quartier.

Entwarnung für Lehmann

Für die Stammspieler stand Regeneration auf dem Programm. Neun Reservisten und Einwechselspieler absolvierten im Amateurstadion von Hertha BSC eine Übungseinheit, die Sebastian Kehl vorzeitig abbrechen musste. Der Dortmunder hatte nach seiner Einwechslung gegen Costa Rica einen Schlag auf den Fuß erhalten. Bei Torwart Jens Lehmann, der vor dem ersten WM-Spiel umgeknickt war und am Knöchel behandelt werden musste, gab der DFB Entwarnung: Der Einsatz der Nummer 1 am Mittwoch (21.00 Uhr) gegen Polen sei nicht gefährdet. Für den Samstagnachmittag gab Klinsmann den Spielern frei. Im "Fall" Ballack ließen die Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes am Samstag verlauten: "Nach wie vor wollen wir kein Risiko eingehen." Der 29-jährige Kapitän, der sich eigentlich schon für Costa Rica einsatzbereit gemeldet hatte, sagte bei der Rückkehr von München nach Berlin: "Wir haben jetzt einige Tage Zeit. Ich werde vielleicht noch ein, zwei Tage dosiert trainieren. Ich werde mich mit dem 'Doc' absprechen, denn er hat ja auch ein großes Wort mitgesprochen." Klinsmann hatte in Absprache mit Teamarzt Hans- Wilhelm Müller-Wohlfahrt vor dem München-Spiel die Entscheidung gegen einen Ballack-Einsatz getroffen.

"Gegen Polen wird es leichter"

Die deutsche Elf sieht die 0:2-Schlappe der polnischen Nationalmannschaft als Vorteil im nächsten Vorrundenspiel am Mittwochabend in Dortmund. "Gegen Polen wird es leichter", sagte Mittelfeldspieler Torsten Frings am Samstag in Berlin. "Die müssen jetzt was machen und können sich nicht hinten reinstellen." Abwehrspieler Philipp Lahm äußerte sich ähnlich und zeigte sich verwundert über die überraschende Niederlage der Polen gegen Ecuador. "Wir haben gedacht, dass Polen stärker ist. Die Niederlage ist für uns von Vorteil, weil sie nun fast schon gewinnen müssen."

Bernd Schneider sagte indes, der Ausgang der beiden Auftaktspiele sei egal und beschränkte sich auf die Forderung: "Wir müssen drei Punkte einfahren." Frings sagte, der 4:2-Sieg gegen Costa Rica sei ein gutes Spiel der deutschen Mannschaft gewesen. "Es liegt aber noch viel Arbeit vor uns. Wir verbessern uns noch, das wird man schon gegen Polen sehen."

AP/DPA AP DPA

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