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Hotel der DFB-Elf in Südafrika: Deutsches Quartier genehmigt

Problem gelöst: Das Nobelhotel Velmoré in der Nähe von Pretoria kann nun planmäßig vom DFB bezogen werden. Die Hotelorganisation hat alle wichtigen Papiere erhalten. Das Quartier liegt geographisch günstig und war auch bei anderen WM-Nationen im Visier.

Zehn Tage vor dem Einzug der DFB-Elf ist der Behördenstreit mit dem deutschen WM-Hotel beigelegt worden. Bundestrainer Joachim Löw kann mit seiner Auswahl wie geplant am 7. Juni in das Nobelquartier einziehen. Das Hotel Velmoré vor den Toren Pretorias erhielt am Freitag gerade noch rechtzeitig die bislang fehlenden Papiere. Das teilte DFB-Mediendirektor Harald Stenger am Freitag im Trainingslager des DFB-Teams im italienischen Eppan mit. Diese Auskunft habe DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach von den Behörden im Gastgeberland Südafrika erhalten. Die Nobelherberge in der Provinz Gauteng hatte offenbar Neu- und Umbaumaßnahmen ohne die nötige Erlaubnis der Behörden vorgenommen. Auch Umweltauflagen sollen nicht eingehalten worden sein. Die DFB-Elf startet mit einem Nachtflug am 6. Juni zu ihrer WM-Mission und zieht unmittelbar nach der Landung in Südafrika in die bis nach dem WM-Finale am 11. Juli gebuchte Unterkunft. Nach Informationen von "Welt Online" erzielte der Hotelbesitzer am Freitag vor einem Gericht in Pretoria eine Einigung mit der Kommune. Der Bürgermeister Pretorias wollte sich bei einer Pressekonferenz zu den Querelen um das Nobelhotel äußern.

Querellen um das DFB-Quartier sind nun beigelegt

Ende April war die Auseinandersetzung zwischen den Betreibern des vom FIFA-Hotelpartner Match offerierten Hotel und den regionalen Regierungsstellen durch südafrikanische Medienberichte publik geworden. Auf dem Areal in Centurion in der Provinz Gauteng waren nach der Buchung durch die deutsche Mannschaft umfangreiche Um- und Neubaumaßnahmen vorgenommen worden, für das DFB-Team wurde unter anderem ein extra Gebäudekomplex komplett neu errichtet. Kostenpunkt waren angeblich bis zu 80 Millionen Rand (ca. 8 Millionen Euro). Der Deutsche Fußball-Bund hatte nach außen stets gelassen auf die Hotel-Querelen reagiert und auf bestehende Verträge mit dem FIFA-Partner Match verwiesen. Ein aus Sicherheitsgründen erzwungener, kurzfristiger Umzug hätte die WM-Planungen von Bundestrainer Joachim Löw aber gehörig durcheinandergebracht und ein schlechtes Licht auf die südafrikanischen WM-Ausrichter geworfen. Zuletzt hatte sich sogar der deutsche Botschafter Dieter Haller und der deutsche FIFA-Berater Horst R. Schmidt eingeschaltet. Das Velmoré-Hotel, im Dreieck der Spielorte Johannesburg, Pretoria und Rustenburg gelegen, war von einigen WM-Teilnehmern als mögliches Turnier-Quartier in die engere Auswahl gezogen worden. Mexiko und England bewarben sich offiziell bei der FIFA um das Hotel, der DFB stach die Konkurrenz aber aus.

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swd/DPA/SID / DPA

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