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Rudelbildungen und Schauspieleinlagen: Wie ein kolumbianischer Spieler vor dem Elfmeter für England einen miesen Trick versucht

Im Achtelfinale gegen England hat ein kolumbianischer Spieler versucht, den Elfmeterpunkt unbrauchbar zu machen - direkt vor dem Strafstoß für England. Auch sonst gab es viele Karten, Fouls und Rudelbildungen.

Kolumbien England

Rudelbildung - wie hier vor dem Strafstoß für England - gab es während des Spiels häufiger

DPA

In der 54. Minute gab es die erste Rudelbildung im WM-Achtelfinale zwischen England und Kolumbien. Carlos Sanchez rang den englischen Angreifer Harry Kane im Strafraum nieder und der US-amerikanische Schiedsrichter Mark Geiger zeigte auf den Elfmeterpunkt - eine vollkommen korrekte Entscheidung.

Dennoch gab es eine wilde Rudelbildung, die Spieler Kolumbiens beschwerten sich massiv. Außenverteidiger Johan Mojica diskutierte nicht mit, sondern nutzte die Tumulte und die Ablenkung des Schiedsrichters aus, um den Elfmeterpunkt zu beschädigen. Mit einem Fuß versuchte er, ein kleines Loch in den Rasen zu graben. In einem K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft wird eben mit allen Tricks gearbeitet.

Kane drischt den Ball gegen Kolumbien humorlos ins Tor

Als sich die Lage schließlich beruhigt hatte, trat Englands Angreifer Harry Kane zum Elfmeter an - und verwandelte sicher, indem er den Ball humorlos in die Mitte des Tores drosch. Die Sabotage-Aktion von Mojica war folgenlos geblieben: England ging mit 1:0 in Führung.

Danach wurde das Spiel, das sportlich nicht sehr hochklassig war, hitziger - und spannender. Es folgten weitere Rudelbildungen, theatralische Schauspieleinlagen auf beiden Seiten (zum Beispiel von Falcao und Henderson) und acht Gelbe Karten. Schiedsrichter Mark Geiger trug allerdings durch einige Fehlentscheidungen zur aufgebrachten Stimmung bei. Kolumbien gelang zwar in der Nachspielzeit der Ausgleich, doch nach einer torlosen Verlängerung ging es ins Elfmeterschießen, das die Südamerikaner verloren. Geschossen wurde dieses Mal vom anderen Elfmeterpunkt.

Nach dem Spiel beschwerten sich die Kolumbianer bitter über Schiedsrichter Geiger. Für Nationaltrainer José Pékerman passte seine Leistung und das Verhalten der Spieler auf dem Spielfeld zu einer allgemeinen Entwicklung in Russland, wo Reklamationen, Foulspiele und Nickligkeiten angeblich überhandnehmen. Allerdings verwundert die Kritik des Coaches, denn schließlich waren es auch seine Spieler, die bei den Rudelbildungen und Schauspieleinlagen kräftig mitmischten.

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