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Hoeneß' Steueraffäre: Zwanziger fürchtet um Ansehen des Fußballs

Mit Spannung wird der Besuch von Hoeneß in der heimischen Allianz Arena erwartet. Während der FC Bayern zur Causa schweigt, sorgt sich Ex-DFB-Chef Zwanziger um den Fußball: "Wir werden Häme spüren".

Der FC Bayern schweigt. Zumindest hat der Fußball-Bundesligist sich auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Duell mit dem FC Barcelona Fragen zur Steueraffäre von Uli Hoeneß verbeten. Ex-DFB-Chef Theo Zwanziger hat sich dafür nun in der "Bild"-Zeitung zum Thema geäußert: Der ehemalige DFB-Präsident glaubt, dass die Steueraffäre Uli Hoeneß das Ansehen des deutschen Fußballs beschädigen wird. "Dieser Fall dient nicht gerade unserer Wertschätzung und Glaubwürdigkeit. Wir gelten ja oft als Besserwisser. Da werden wir nun einige Häme zu spüren bekommen", sagte Zwanziger der Zeitung vom Dienstag.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dagegen hatte die Steueraffäre Hoeneß nicht kommentieren wollen. "Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, bitten wir um Verständnis, dass sich der DFB aktuell nicht weiter äußern möchte", sagte DFB-Sprecher Jens Grittner am Montag.

Zwar schwiegen zahlreiche Größen aus dem deutschen Fußball zur Causa, Angela Merkel distanzierte sich jedoch mit deutlichen Worten von ihm. "Viele Menschen sind jetzt enttäuscht von Uli Hoeneß, die Bundeskanzlerin zählt auch zu diesen Menschen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

Mit Spannung wird der angekündigte Besuch von Hoeneß am Dienstagabend in der heimischen Allianz Arena beim Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Barcelona erwartet. Statements zum schwebenden Verfahren soll es dabei allerdings nicht geben: "Ich werde einige Wochen ins Land ziehen lassen, ehe ich mich äußere", erklärte Hoeneß.

kmi/DPA / DPA

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