Eine deutsche Medaille im Langlauf. Und: Mehr als eine Woche nach Olympia-Eröffnung kommt heraus, dass die vermummte Frau, die die ukrainischen Olympioniken anführte, Russin ist.
Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte.
Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor
Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.
Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Kai Müller
Snowboard: Chinese Su gewinnt Slopestyle-Gold
Es ist bemerkenswert, dass Mark McMorris überhaupt am Start stand: Am Donnerstag vor Beginn der Olympischen Spiele war der kanadische Snowboarder schwer gestürzt, verlor für kurze Zeit sogar das Bewusstsein. Für den Wettbewerb im Big Air meldete er sich ab, im Slopestyle aber wollte er knapp zwei Wochen nach seinem Crash seine großartige Karriere endlich mit einer olympischen Goldmedaille veredeln.
Doch nach dreimal Bronze in seiner Spezialdisziplin blieb dem 32 Jahre alten McMorris, bei den X-Games mit insgesamt zwölfmal Gold in beiden Disziplinen dekoriert, der Olympiasieg auch diesmal verwehrt – genau genommen war er in einem eher niveauarmen Wettbewerb als Achter chancenlos: 3,86 Punkte fehlten zur vierten Bronzemedaille, 6,91 zu der so sehr erhofften ersten goldenen.
Die Medaille, die McMorris wollte, ging an Su Yiming: Der 21 Jahre alte Chinese, vor vier Jahren in Peking Olympiasieger im Big Air und Zweiter im Slopestyle, siegte mit 82,41 Punkten knapp vor dem Japaner Taiga Hasegawa (82,13) und Jake Canter aus den USA (79,36).
Su Yiming. Hannah Peters / Getty Images
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Kai Müller
Wieder Gold für Klaebo – Rekord von Heiden eingestellt
Langlauf-Superstar Johannes Hoesflot Klaebo stellt mit seiner fünften Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026 den Rekord des Eisschnellläufers Eric Heiden ein. Der Norweger siegt mit seinem Teamkollegen Einar Hedegart im Team Sprint und setzt seine beeindruckende Erfolgsserie fort. Bislang war es nur Heiden bei den Winterspielen in Lake Placid 1980 gelungen, fünf Goldmedaillen bei einer Olympia-Ausgabe zu gewinnen.
Klaebo und Hedegart siegen vor den USA und Italien. Für Klaebo war es der zehnte Olympiasieg seiner Karriere, womit er seinen Vorsprung als erfolgreichster Athlet bei Winterspielen weiter ausbaute. Das deutsche Duo Jakob Moch (Isny) und Jan Stölben (Ernstberg) musste sich mit dem neunten Platz begnügen.
Johannes Hoesflot Klaebo. Alex Slitz / Getty Images
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Kai Müller
Hund auf der Zielgeraden: Kuriose Szenen beim Langlauf
Er stand nicht auf der Startliste: Ein Hund sorgt im olympischen Langlaufstadion für kuriose Bilder. Während der Qualifikation im Team-Sprint taucht das Tier plötzlich auf der Zielgeraden in Tesero auf. Der Hund verfolgte die Griechin Konstantina Charalampidou und die Kroatin Tena Hadzic bis hinter die Ziellinie.
Im Ziel stoppt das Tier und beschnuppert die argentinische Sportlerin Nahiara Díaz. Die besten Athletinnen aus der ersten Startgruppe waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Ziel. Darunter auch die Oberstdorferin Laura Gimmler.
Ein Hund läuft hinter Tena Hadzic her. Terje Pedersen / NTB / DPA
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Kai Müller
Langläuferinnen Gimmler und Rydzek gewinnen Bronze
Das Skilanglauf-Duo Laura Gimmler und Coletta Rydzek hat bei den Winterspielen Bronze für Deutschland im Teamsprint gewonnen. Sie mussten sich nur den Olympiasiegerinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist (Schweden) und Nadja Kälin/Nadine Fähndrich (Schweiz) geschlagen geben.
Laura Gimmler. Daniel Karmann / DPA
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Kai Müller
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 sind die deutschen Athleten auf Medaillenjagd. Diese Sportler haben sich den Traum erfüllt und es aufs Siegertreppchen geschafft:
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Kai Müller
Helm-Skandal: Heraskewytsch erhält Geld für weitere Karriere und startet Spendenaktion
Nach dem Ausschluss bei Olympia wegen seines Gedenkhelms erhält der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch in seiner Heimat hohe Geldsummen. „Dieses Geld ist gleich der Olympiaprämie, die er und sein Team im Falle eines Sieges erhalten hätten“, schrieb der Kohle- und Stahlmagnat Rinat Achmetow gemäß einer Mitteilung seiner Stiftung.
Umgerechnet wurden demnach dem Wohltätigkeitsfonds von Heraskewytsch knapp 200.000 Euro überwiesen. Weitere fünf Unternehmen haben der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge Überweisungen in Höhe von umgerechnet knapp 60.000 Euro angekündigt.
Außerdem kündigt Heraskewytsch auf sozialen Medien eine Spendenaktion an. Angehörige, der auf seinem Helm abgebildeten Athletinnen und Athleten sollen dadurch Geld erhalten.
Umgerechnet wurden demnach dem Wohltätigkeitsfonds von Heraskewytsch knapp 200.000 Euro überwiesen. Weitere fünf Unternehmen haben der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge Überweisungen in Höhe von umgerechnet knapp 60.000 Euro angekündigt.
Außerdem kündigt Heraskewytsch auf sozialen Medien eine Spendenaktion an. Angehörige, der auf seinem Helm abgebildeten Athletinnen und Athleten sollen dadurch Geld erhalten.
„Dieses Geld ist gleich der Olympiaprämie, die er und sein Team im Falle eines Sieges erhalten hätten“Kohle- und Stahlmagnat Rinat Achmetow über die Beweggründe seiner Unterstützung
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Kai Müller
Bei den Olympischen Spielen sichern sich die Bobfahrer Johannes Lochner und Georg Fleischhauer im Zweierbob Gold. Für Lochner ist es der krönende Abschluss seiner Karriere:
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Kai Müller
Letzte Chance: Geiger und Rydzek gegen das Kombi-Debakel
Vor der letzten Medaillenchance für die deutschen Nordischen Kombinierer bei den Olympischen Winterspielen macht Johannes Rydzek Hoffnung. Der 34-Jährige, der die Mannschaft von Bundestrainer Eric Frenzel an diesem Donnerstag gemeinsam mit Vinzenz Geiger im Teamsprint vertritt, zeigt sich im Skisprung-Training in Predazzo im Vergleich zum Vortag verbessert.
Mit Sprüngen auf 129 und 131,5 Meter belegte er die Plätze drei und zwei. Zwar ließen viele starke Konkurrentinnen das Training aus. Rydzeks Leistung dürfte dem Team von Bundestrainer Eric Frenzel dennoch Mut machen.
Tags zuvor war Rydzek im Einzel auf der Großschanze 123,5 Meter weit gesprungen und hatte schon vor dem entscheidenden Langlaufrennen keine Chance mehr auf Medaillen. Das galt auch für Geiger, der nach 120,5 Metern landete. Der 28 Jahre alte Olympiasieger von 2022 ließ das Training aus.
„Wir sind alle hochmotiviert. Wir lassen uns nicht so schnell unterkriegen und greifen auf jeden Fall nochmal an“Vinzenz Geiger
Vinzent Geiger. Alex Slitz / Getty Images
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Phil Göbel
Vermummte Russin trug Ukraine-Schild bei Eröffnungsfeier
Ausgerechnet eine in Mailand lebende Russin hat bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele die ukrainische Auswahl ins San-Siro-Stadion geführt. Die Architektin Anastasia Kutscherowa trug bei der Nationenparade während der Zeremonie in der legendären Fußball-Arena das Plakat mit dem Ländernamen Ukraine, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Hinter der Russin liefen die ukrainische Fahnenträgerin Jelysaweta Sydorko und einige ihrer Teamgefährten ins Stadion.
Kutscherowa trug wie die anderen Plakatträger einen langen silbernen Mantel mit Kapuze und eine große schwarze Brille, war daher praktisch nicht zu erkennen. Erst mehr als eine Woche nach dem Geschehen offenbarte sie sich. „Ich habe mich umgedreht, ich wusste nicht, was ich zu ihnen sagen soll. Ich habe dann gesagt, dass ihnen das gesamte Stadion stehende Ovationen geben wird“, sagte Kutscherowa laut AP.
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Eugen Epp
"Es gibt gerade nichts Geileres, als dass ein Plan aufgeht. Ich war selten sprachlos in meiner Karriere, aber das ist so ein Glücksgefühl. Ich kann das gar nicht beschreiben" sagt Lochner nach seiner Siegfahrt in der ARD und nimmt seinen fast zwei Meter großen Anschieber Georg Fleischauer in den Arm: "Hier mit so einem riesigen Vorsprung, das ist unfassbar, dass wir das hingekriegt haben. Danke an meinen kleinen Anschieber."
Der zweitplatzierte Friedrich holt bei Olympia erstmals keine Goldmedaille, gratuliert aber als erster. "Hansi hat verdient gewonnen. Die waren einfach besser, dominant. Das muss man neidlos anerkennen."
Johannes Lochner (l.) und sein Anschieber Georg Fleischhauer. Robert Michael/DPA
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Eugen Epp
Zweierbob: Gold, Silber und Bronze – kompletter Medaillensatz an Deutschland
Deutscher Dreifacherfolg im Zweierbob: Im Eiskanal von Cortina holt Johannes Lochner sein erstes Olympia-Gold im Zweierbob. Zusammen mit seinem Anschieber Georg Fleischhauer verteidigt der Berchtesgadener auch im vierten Lauf seine Führung souverän.
Dahinter geht Silber an Francesco Friedrich, der mit Alexander Schüller fährt. Mehr als anderthalb Sekunden beträgt am Ende der Rückstand für den viermaligen Olympiasieger. Mit Adam Ammour und Anschieber Alexander Schaller landet das dritte deutsche Duo auf Platz drei und macht somit das ausnahmslos deutsche Podium komplett. Ein Kunststück, das den deutschen Zweierbobs übrigens schon vor vier Jahren in Peking gelungen ist.
Dahinter geht Silber an Francesco Friedrich, der mit Alexander Schüller fährt. Mehr als anderthalb Sekunden beträgt am Ende der Rückstand für den viermaligen Olympiasieger. Mit Adam Ammour und Anschieber Alexander Schaller landet das dritte deutsche Duo auf Platz drei und macht somit das ausnahmslos deutsche Podium komplett. Ein Kunststück, das den deutschen Zweierbobs übrigens schon vor vier Jahren in Peking gelungen ist.
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Eugen Epp
Lochner im Zweierbob vor erstem Olympiasieg
Johannes Lochner steht zum Abschluss seiner 15 Jahre währenden Bob-Karriere vor seinem ersten Olympia-Gold. Vor dem abschließenden Zweierbob-Lauf hat der Weltcup-Gesamtsieger mit seinem Anschieber Georg Fleischhauer 0,92 Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Francesco Friedrich, der mit Alexander Schüller fährt. Der in Lauf eins zwischenzeitlich auf Platz zwei gefahrene Adam Ammour bleibt mit Alexander Schaller auf Rang drei. Vor dem viertplatzierten US-Piloten Frankie del Duca hat er gut fünf Zehntelsekunden Vorsprung.
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Kai Müller
Jürgen Klopp genießt Olympia-Besuch: Auf Tour mit Björndalen
Jürgen Klopp genießt seinen Olympia-Besuch beim Biathlon. Gemeinsam mit der norwegischen Legende Ole Einar Björndalen verfolgt der 58-Jährige den Staffel-Wettkampf im italienischen Antholz und läßt sich bereitwillig viel erklären. Vor der Schlussrunde mit der Entscheidung um Gold läutet Klopp motiviert die Glocke. Zuvor hatte er schon am Schießstand mitgefiebert, durfte aber keinen deutschen Erfolg bejubeln.
Nach 4 x 7,5 Kilometern siegt Frankreich vor Norwegen und Schweden, das deutsche Quartett geht auf Rang vier leer aus. Recht schnell nach Ende des Rennens verschwindet Klopp in den unterirdischen Gängen des Stadions wieder.
„Ich freue mich riesig darauf. Das ist meine erste Erfahrung bei Olympischen Winterspielen“, sagt Klopp bei seiner Ankunft in Antholz dem norwegischen Sender TV2. Seit drei Jahren habe Klopp schon eine Einladung zum Biathlon, erzählte der achtmalige Olympiasieger Björndalen.
„Ich freue mich riesig darauf. Das ist meine erste Erfahrung bei Olympischen Winterspielen“Jürgen Klopp
Jürgen Klopp. Alexander Hassenstein / Getty Images
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Kai Müller
Dichter Schneefall: Wettbewerbe in Livigno neu terminiert
Wegen dichten Schneefalls und eingeschränkter Sicht ist das für heute geplante Slopestyle-Finale der Snowboarderinnen vorerst abgesagt und neu terminiert worden. Ein Sprecher des Deutschen Olympischen Sportbundes teilte mit, dass die Piste in Livigno nicht präpariert werden könne.
Die einzige deutsche Starterin Annika Morgan und ihre Konkurrentinnen werden nun am Mittwoch ab 14.30 Uhr um Medaillen kämpfen. Das Finale der Männer, an dem kein deutscher Athlet teilnimmt, wird am Mittwoch von 12.30 Uhr auf 11.20 Uhr vorverlegt.
Auch die Sprung-Qualifikationswettbewerbe der Frauen und Männer im Ski Freestyle mussten wegen der Wetterbedingungen am Dienstag vorerst abgesagt werden. Die Frauen um Emma Weiß sind nun am Mittwoch ab 10.00 Uhr an der Reihe, das Finale soll um 13.00 Uhr beginnen. Die Männer werden am Donnerstag ab 11.00 Uhr im Einsatz sein – ohne deutsche Beteiligung.
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Kai Müller
Aussprache wirkt: Eishockey-Cracks wittern Medaillenchance
Nach dem Pflichtsieg gegen Frankreich ist die Medaillenjagd der deutschen Eishockey-Cracks eröffnet. Die NHL-Stars um Kapitän Leon Draisaitl rufen das Olympia-Viertelfinale am Mittwoch (12.10 Uhr/ZDF und Eurosport) gegen die Slowakei zur historischen Chance auf erneutes Edelmetall nach Bronze 1976 und Silber 2018 aus. „Die Möglichkeit, die wir hier haben, die vor uns liegt – das müssen wir realisieren“, sagt Superstar Draisaitl.
Er hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) mit einem Tor (4. Minute) und zwei Vorlagen beim 5:1 (3:0, 0:1, 2:0) gegen Frankreich in die Runde der letzten Acht geführt. „Alles in allem war das ein verdienter Sieg und definitiv ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Draisaitl nach dem erst zweiten Turniersieg im vierten Spiel.
Frederik Tiffels (11.) von den Eisbären Berlin sowie die NHL-Profis JJ Peterka (19.) von Utah Mammoth, Joshua Samanski (48.) von Draisaitls Edmonton Oilers und Nico Sturm (60.) von Minnesota Wild schossen die weiteren Tore. Am Tag zuvor war es zur großen teaminternen Aussprache gekommen. Die war nach der verkorksten Vorrunde mit Niederlagen gegen Lettland (3:4) und die USA (1:5) offenbar nötig.
„Die Möglichkeit, die wir hier haben, die vor uns liegt – das müssen wir realisieren“Kapitän Leon Draisaitl
Leon Draisaitl. Bruce Bennett / Getty Images
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AFP · DPA · Reuters · SID