Biathletinnen bei Olympia glücklos. Dürr fädelt am ersten Tor ein. Und: eine deutsche Olympia-Medaille im Langlauf. Die wichtigsten News der Olympischen Spiele.
Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte.
Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor
Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.
Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Kai Müller
Historische Pleite: Auch Frauen-Staffel nach Preuß-Drama ohne Medaille
Franziska Preuß braucht nach ihrem nächsten persönlichen Drama Zeit für sich. Während sich Deutschlands Sportlerin des Jahres eine gute Viertelstunde lang in die Kabine zurückzieht, können ihre Teamkolleginnen das historische Debakel nicht mehr abwenden. Erstmals überhaupt bleiben die deutschen Biathleten sowohl in der Männer- als auch in der Frauen-Staffel ohne Olympia-Medaille. In Führung liegend musste die auf Position zwei vorgezogene Preuß in die Strafrunde. Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt können diese Hypothek nicht wettmachen.
Vor den Augen von Edelfan Jürgen Klopp reicht es so nur zu Rang vier, 21 Sekunden fehlen nach der Strafrunde sowie acht Nachladern zu Bronze. „Wir sind enttäuscht, dass es nicht zur Medaille gereicht hat“, sagt Hettich-Walz: „Ich hätte ein Überrennen gebraucht, um den Anschluss nach vorne wiederherzustellen.“ Damit bleibt das deutsche Biathlon-Team bei lediglich einer Bronzemedaille in der Mixed-Staffel.
„Wir sind enttäuscht, dass es nicht zur Medaille gereicht hat“Biathletin Janina Hettich-Walz
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Kai Müller
„So viel verloren“: Vonns Hund starb kurz nach Olympia-Sturz
Traurige Tage für Ski-Star Lindsey Vonn: Die Amerikanerin stürzte am 8. Februar schwer in der olympischen Abfahrt und musste sich seitdem bereits mehreren Operationen unterziehen. Jetzt macht die 41-Jährige bekannt, dass einen Tag nach ihrem Sturz ihr geliebter Hund Leo gestorben ist. „Leo ist von uns gegangen und hat sich Lucy und Bear im Himmel angeschlossen“, schreibt Vonn in einem Instagram-Beitrag.
„Als ich am Tag nach meinem Sturz im Krankenhausbett lag, haben wir uns von meinem großen Jungen verabschiedet. In so kurzer Zeit habe ich so viel verloren, was mir etwas bedeutet hat. Ich kann es nicht fassen“, sagte Vonn. „Die letzten Tage waren unglaublich hart. Wahrscheinlich die härtesten meines Lebens. Ich kann immer noch nicht begreifen, dass er nicht mehr da ist.“
An dem Tag, als sie in Cortina d'Ampezzo gestürzt sei und sich eine komplexe Schienbeinverletzung zuzog, sei auch Leo gestürzt, berichtete die US-Amerikanerin. Vor Kurzem sei bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert worden. „Doch nun versagte auch sein Herz. Er hatte Schmerzen und sein Körper konnte mit seinem starken Geist nicht mehr mithalten.“
An dem Tag, als sie in Cortina d'Ampezzo gestürzt sei und sich eine komplexe Schienbeinverletzung zuzog, sei auch Leo gestürzt, berichtete die US-Amerikanerin. Vor Kurzem sei bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert worden. „Doch nun versagte auch sein Herz. Er hatte Schmerzen und sein Körper konnte mit seinem starken Geist nicht mehr mithalten.“
„Als ich am Tag nach meinem Sturz im Krankenhausbett lag, haben wir uns von meinem großen Jungen verabschiedet. In so kurzer Zeit habe ich so viel verloren, was mir etwas bedeutet hat. Ich kann es nicht fassen“Lindsey Vonn berichtet über den Tod ihres Hundes
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Kai Müller
Die deutschen Olympia-Athletinnen und -Athleten bemühen sich sehr bei den Winterspielen in Italien. Führend sind sie im Schönreden (stern+):
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Kai Müller
Eishockey-Männer scheitern im Viertelfinale
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft scheidet bei den Olympischen Spielen im Viertelfinale aus. Wie vor vier Jahren in Peking war gegen die Slowakei Endstation. Das DEB-Team um NHL-Superstar Leon Draisaitl unterliegt in Mailand mit 2:6 (0:1, 1:3, 1:2).
Vor dem Spiel hatten die Nationalspieler die in der Spitze schlechter besetzten Slowaken als vermeintlich leichteren Gegner ausgemacht und von einer historischen Chance aufs Halbfinale und einer Medaille gesprochen.
Vor dem Spiel hatten die Nationalspieler die in der Spitze schlechter besetzten Slowaken als vermeintlich leichteren Gegner ausgemacht und von einer historischen Chance aufs Halbfinale und einer Medaille gesprochen.
Der Slowake Matus Sukel (Nr. 91) und der Deutsche Leon Draisaitl (l.) kämpfen um den Puck. Gregory Shamus / Getty Images
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Kai Müller
Wieder Slalom-Drama um Lena Dürr: Aus am ersten Tor
Skirennfahrerin Lena Dürr verpasst bei den Winterspielen in Italien auch im Slalom trotz guter Ausgangslage eine Medaille und erlebt ein sportliches Drama. Die 34-Jährige fädelt als Zweitplatzierte des ersten Laufs im Finale bereits am ersten Tor ein und scheidet aus.
US-Superstar Mikaela Shiffrin feiert in Cortina d'Ampezzo einen überlegenen Sieg und krönt sich mit 1,50 Sekunden Vorsprung zur Olympiasiegerin. Silber geht an die Schweizerin Camille Rast, Bronze sichert sich die Schwedin Anna Swenn Larsson.
Dürrs Teamkollegin Emma Aicher, die in der Abfahrt und in der Team-Kombination mit Kira Weidle-Winkelmann jeweils Silber geholt hatte, fährt auf Rang neun.
Lena Dürr. Michael Kappeler / DPA
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Kai Müller
Aerials: Weiß fliegt im Finale auf Rang zwölf
Die deutsche Freestyle-Skierin Emma Weiß verpasst im olympischen Aerials-Finale der Frauen die Medaillenränge klar – und kann doch zufrieden auf ihre zweite Teilnahme bei den Winterspielen zurückblicken. Bei der Entscheidung am Mittwochnachmittag im Livigno Aerials & Moguls Park belegt die 26-Jährige mit 75,28 Punkten für ihren besten Sprung Rang zwölf. Gold sicherte sich die Chinesin Xu Mengtao (112,90 Punkte) vor der Australierin Danielle Scott (102,17) und ihrer Landsfrau Shao Qi (101,90).
Weiß ist im Finale ins Risiko gegangen und zeigt im ersten ihrer beiden Sprünge einen Versuch mit einer hohen Schwierigkeitswertung, kann diesen aber nicht stehen. Die Wertung für ihren zweiten gestandenen Sprung fällt dann zu niedrig aus, um noch ins Super-Finale der besten sechs Athletinnen einzuziehen, die im dritten Run die Olympiasiegerin unter sich ausmachen. "Es war ein guter Tag insgesamt", sagte sie nach der Entscheidung, "ich habe das Beste herausgeholt."
Emma Weiß. Adam Pretty / Getty Images
„Es war ein guter Tag insgesamt“Freestyle-Skierin Emma Weiß
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Kai Müller
Snowboard: Chinese Su gewinnt Slopestyle-Gold
Es ist bemerkenswert, dass Mark McMorris überhaupt am Start stand: Am Donnerstag vor Beginn der Olympischen Spiele war der kanadische Snowboarder schwer gestürzt, verlor für kurze Zeit sogar das Bewusstsein. Für den Wettbewerb im Big Air meldete er sich ab, im Slopestyle aber wollte er knapp zwei Wochen nach seinem Crash seine großartige Karriere endlich mit einer olympischen Goldmedaille veredeln.
Doch nach dreimal Bronze in seiner Spezialdisziplin blieb dem 32 Jahre alten McMorris, bei den X-Games mit insgesamt zwölfmal Gold in beiden Disziplinen dekoriert, der Olympiasieg auch diesmal verwehrt – genau genommen war er in einem eher niveauarmen Wettbewerb als Achter chancenlos: 3,86 Punkte fehlten zur vierten Bronzemedaille, 6,91 zu der so sehr erhofften ersten goldenen.
Die Medaille, die McMorris wollte, ging an Su Yiming: Der 21 Jahre alte Chinese, vor vier Jahren in Peking Olympiasieger im Big Air und Zweiter im Slopestyle, siegte mit 82,41 Punkten knapp vor dem Japaner Taiga Hasegawa (82,13) und Jake Canter aus den USA (79,36).
Su Yiming. Hannah Peters / Getty Images
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Kai Müller
Wieder Gold für Klaebo – Rekord von Heiden eingestellt
Langlauf-Superstar Johannes Hoesflot Klaebo stellt mit seiner fünften Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026 den Rekord des Eisschnellläufers Eric Heiden ein. Der Norweger siegt mit seinem Teamkollegen Einar Hedegart im Team Sprint und setzt seine beeindruckende Erfolgsserie fort. Bislang war es nur Heiden bei den Winterspielen in Lake Placid 1980 gelungen, fünf Goldmedaillen bei einer Olympia-Ausgabe zu gewinnen.
Klaebo und Hedegart siegen vor den USA und Italien. Für Klaebo war es der zehnte Olympiasieg seiner Karriere, womit er seinen Vorsprung als erfolgreichster Athlet bei Winterspielen weiter ausbaute. Das deutsche Duo Jakob Moch (Isny) und Jan Stölben (Ernstberg) musste sich mit dem neunten Platz begnügen.
Johannes Hoesflot Klaebo. Alex Slitz / Getty Images
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Kai Müller
Hund auf der Zielgeraden: Kuriose Szenen beim Langlauf
Er stand nicht auf der Startliste: Ein Hund sorgt im olympischen Langlaufstadion für kuriose Bilder. Während der Qualifikation im Team-Sprint taucht das Tier plötzlich auf der Zielgeraden in Tesero auf. Der Hund verfolgte die Griechin Konstantina Charalampidou und die Kroatin Tena Hadzic bis hinter die Ziellinie.
Im Ziel stoppt das Tier und beschnuppert die argentinische Sportlerin Nahiara Díaz. Die besten Athletinnen aus der ersten Startgruppe waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Ziel. Darunter auch die Oberstdorferin Laura Gimmler.
Ein Hund läuft hinter Tena Hadzic her. Terje Pedersen / NTB / DPA
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Kai Müller
Langläuferinnen Gimmler und Rydzek gewinnen Bronze
Das Skilanglauf-Duo Laura Gimmler und Coletta Rydzek hat bei den Winterspielen Bronze für Deutschland im Teamsprint gewonnen. Sie mussten sich nur den Olympiasiegerinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist (Schweden) und Nadja Kälin/Nadine Fähndrich (Schweiz) geschlagen geben.
Laura Gimmler. Daniel Karmann / DPA
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Kai Müller
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 sind die deutschen Athleten auf Medaillenjagd. Diese Sportler haben sich den Traum erfüllt und es aufs Siegertreppchen geschafft:
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Kai Müller
Helm-Skandal: Heraskewytsch erhält Geld für weitere Karriere und startet Spendenaktion
Nach dem Ausschluss bei Olympia wegen seines Gedenkhelms erhält der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch in seiner Heimat hohe Geldsummen. „Dieses Geld ist gleich der Olympiaprämie, die er und sein Team im Falle eines Sieges erhalten hätten“, schrieb der Kohle- und Stahlmagnat Rinat Achmetow gemäß einer Mitteilung seiner Stiftung.
Umgerechnet wurden demnach dem Wohltätigkeitsfonds von Heraskewytsch knapp 200.000 Euro überwiesen. Weitere fünf Unternehmen haben der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge Überweisungen in Höhe von umgerechnet knapp 60.000 Euro angekündigt.
Außerdem kündigt Heraskewytsch auf sozialen Medien eine Spendenaktion an. Angehörige, der auf seinem Helm abgebildeten Athletinnen und Athleten sollen dadurch Geld erhalten.
Umgerechnet wurden demnach dem Wohltätigkeitsfonds von Heraskewytsch knapp 200.000 Euro überwiesen. Weitere fünf Unternehmen haben der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge Überweisungen in Höhe von umgerechnet knapp 60.000 Euro angekündigt.
Außerdem kündigt Heraskewytsch auf sozialen Medien eine Spendenaktion an. Angehörige, der auf seinem Helm abgebildeten Athletinnen und Athleten sollen dadurch Geld erhalten.
„Dieses Geld ist gleich der Olympiaprämie, die er und sein Team im Falle eines Sieges erhalten hätten“Kohle- und Stahlmagnat Rinat Achmetow über die Beweggründe seiner Unterstützung
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Kai Müller
Bei den Olympischen Spielen sichern sich die Bobfahrer Johannes Lochner und Georg Fleischhauer im Zweierbob Gold. Für Lochner ist es der krönende Abschluss seiner Karriere:
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Kai Müller
Letzte Chance: Geiger und Rydzek gegen das Kombi-Debakel
Vor der letzten Medaillenchance für die deutschen Nordischen Kombinierer bei den Olympischen Winterspielen macht Johannes Rydzek Hoffnung. Der 34-Jährige, der die Mannschaft von Bundestrainer Eric Frenzel an diesem Donnerstag gemeinsam mit Vinzenz Geiger im Teamsprint vertritt, zeigt sich im Skisprung-Training in Predazzo im Vergleich zum Vortag verbessert.
Mit Sprüngen auf 129 und 131,5 Meter belegte er die Plätze drei und zwei. Zwar ließen viele starke Konkurrentinnen das Training aus. Rydzeks Leistung dürfte dem Team von Bundestrainer Eric Frenzel dennoch Mut machen.
Tags zuvor war Rydzek im Einzel auf der Großschanze 123,5 Meter weit gesprungen und hatte schon vor dem entscheidenden Langlaufrennen keine Chance mehr auf Medaillen. Das galt auch für Geiger, der nach 120,5 Metern landete. Der 28 Jahre alte Olympiasieger von 2022 ließ das Training aus.
„Wir sind alle hochmotiviert. Wir lassen uns nicht so schnell unterkriegen und greifen auf jeden Fall nochmal an“Vinzenz Geiger
Vinzent Geiger. Alex Slitz / Getty Images
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Phil Göbel
Vermummte Russin trug Ukraine-Schild bei Eröffnungsfeier
Ausgerechnet eine in Mailand lebende Russin hat bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele die ukrainische Auswahl ins San-Siro-Stadion geführt. Die Architektin Anastasia Kutscherowa trug bei der Nationenparade während der Zeremonie in der legendären Fußball-Arena das Plakat mit dem Ländernamen Ukraine, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Hinter der Russin liefen die ukrainische Fahnenträgerin Jelysaweta Sydorko und einige ihrer Teamgefährten ins Stadion.
Kutscherowa trug wie die anderen Plakatträger einen langen silbernen Mantel mit Kapuze und eine große schwarze Brille, war daher praktisch nicht zu erkennen. Erst mehr als eine Woche nach dem Geschehen offenbarte sie sich. „Ich habe mich umgedreht, ich wusste nicht, was ich zu ihnen sagen soll. Ich habe dann gesagt, dass ihnen das gesamte Stadion stehende Ovationen geben wird“, sagte Kutscherowa laut AP.
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AFP · DPA · Reuters · SID