Athen 2004 Franzi vor dem Rennen ihres Lebens


Vier Bahnen noch. Morgen kämpft Franzi im 200m-Finale um ihre letzte Chance auf Olympia-Gold. Nach ihrem knapp erfolgreich bestandenen Halbfinal-Lauf fürchtet sie vor allem einen: den stürmischen Wind.

Vier Bahnen noch. Franziska van Almsick bestreitet an diesem Dienstag das Rennen ihres Lebens. Es geht um Gold. Um 18.43 Uhr MESZ wird im Aquatic Centre von Athen das Olympia-Finale über 200 m Freistil gestartet. «Es ist die letzte Chance.» Zwei Minuten später ist die einmalige Karriere des Schwimm-Stars womöglich beendet. Vorher will sich die Weltmeisterin bei ihren vierten Spielen den Traum vom Olympiasieg erfüllen. Ihre Sorge nach erfolgreich bestandenem Vorlauf und Halbfinale am Montag: Hoffentlich wird nichts vom Wind verweht.

Bangen um den Wind

Der stürmische Wind im Athener Freibad machte Franziska van Almsick auf den letzten Etappen vor dem großen Finale heftig zu schaffen. "Ich bin Hallen-Schwimmerin, ich trainiere das ganze Jahr in der Halle. Das ist wirklich unangenehm", sagte die 26 Jahre alte Weltrekordlerin, "ich wusste, dass es komisch werden wird, aber irritieren lasse ich mich nicht."

Mit "angezogener Handbremse" ging sie in den Vorlauf. Platz neun - das reichte. Erstmals testete sie einen neuen Hightech-Anzug. "Ich bin nicht volles Ballett geschwommen", sagte sie. Nervös war sie schon. "Das ist ja nicht so meine Uhrzeit. Ich wäre gestorben, wenn ich nicht unter die letzten Sechzehn gekommen wäre."

Schock über Stockbauer

Der Vorlauf-K.o. von Hannah Stockbauer am Vortag über 400 m Freistil war nicht gerade das geeignete Aufbauprogramm. "Das hat mich schon getroffen", sagte Franziska van Almsick, "das hat zusätzlich Angst gemacht. Sie hat mir so Leid getan." Beim Halbfinale am Abend gab sie "Gas", aber mehr im Sinne einer kontrollierten Offensive. Mit der sechstbesten Zeit (1:59,13 Minuten) zog sie ins Finale ein und wusste: "Heute Nacht werde ich weniger gut schlafen."

DPA DPA

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