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Zuschauer: Beifall auf Bestellung

Weil die Ränge vor allem bei den Vorkämpfen oft leer bleiben, haben sich die Organisatoren der Spiele in der Not etwas Besonderes einfallen lassen: Sogenannte Claqueure füllen die freien Stadienplätze und heizen die Stimmung an.

Von Ulrike John, DPA

Bestellte Claqueure, verwaiste Zuschauerplätze trotz Ticketnot, maue Stimmung: Noch reißen die Sommerspiele in Peking nicht alle von den Sitzen. "Auf unsere deutschen Fans ist Verlass. Aber vom Besuch insgesamt ist das Olympischen Spielen nicht würdig", klagte Bundestrainer Heiner Brand über die höchstens zur Hälfte gefüllte Handball-Halle. Inzwischen hat das Organisationskomitees BOCOG eingeräumt, dass es Personal einsetzt, das für Feuer auf den Rängen sorgen soll. 480 000 Schüler und Studenten sollen nun Freikarten erhalten, meldete die Tageszeitung "Beijing Qingnian Bao". Partyfeeling herrscht hingegen beim Gewichtheben, Turnen, Basketball und Badminton - und natürlich beim Beachvolleyball.

Offiziell gelten die Spiele als ausverkauft

Bei den in gelbe Hemden gekleideten Zuschauern handle es sich um Olympia-Freiwillige, sagte BOCOG-Generalsekretär Wang Wei. "Sie sollen beiden Seiten applaudieren, um eine gute Stimmung zu schaffen." Wenn Karteninhaber kommen, müssten die Claqueure weichen. Im Hockey-Stadion werden leere Zuschauerplätze mittlerweile mit Arbeitern besetzt, die T-Shirts mit der Aufschrift "Cheering from Beijing Workers" ("Beifall von Pekings Arbeitern") tragen.

Monatelang hatten die Eltern der Schwimm-Brüder Markus und Steffen Deibler aus Biberach vergeblich versucht, Karten für die Wettkämpfe zu bekommen - und schließlich ihre geplante China-Reise abgeblasen. Offiziell sind die Spiele ausverkauft. Doch als US-Star Michael Phelps morgens um zehn zu seiner ersten Goldmedaille schwamm, war ein Drittel der Plätze leer. Ansonsten machen die 11 000 im futuristischen "Wasserwürfel" aber mächtig Musik - auch beim Wasserspringen. "Das ist unglaublich. Normalerweise springen wir vor 500 Leuten", meinte Silbermedaillengewinner Patrick Hausding.

Der Schwarzmarkt brummt

Beim Schießen hingegen brennt das olympische Feuer nur bei den Teilnehmern. "Schade, dass die chinesischen Ordner - speziell im Vorkampf - auf absolute Ruhe achten. Da kommt keine so tolle Stimmung auf, wie ich es aus der Bundesliga kenne", kritisierte Sonja Pfeilschifter. Bei den Straßenrennen der Rad-Profis fanden sich an markanten Stellen fähnchenschwingende Zuschauer, die zum Jubeln bestellt waren. Im Ziel war selbst die Tribüne nicht voll, so dass im Pressezentrum Helfer Zettel herumzeigten: "Bitte gehen Sie auf die Tribüne und feuern Sie die Zuschauer an."

Wie so oft bei Olympia und bei Weltmeisterschaften geht ein nicht unerhebliches Kartenkontingent - meist für VIP-Plätze - an die Sponsoren, wo es teilweise versandet. Zudem blüht der Schwarzmarkt. "Wir sind besorgt, dass die Stadien nicht gefüllt sind", sagte BOCOG- Generalsekretär Wang. Einige Sitze seien für die Funktionäre reserviert. "In den Vorkämpfen bleiben manche Leute fern, das ist verständlich." Außerdem wollen die Organisatoren die Zugangsbeschränkungen für das Olympia-Gelände leicht lockern. "Es waren bisher nicht genug Leute da", sagte Wang.

Gute Stimmung bei Wettkämpfen mit chinesischer Beteiligung

Bei den Kanuwettkämpfen schaffte es "La ola", die Welle der Begeisterung, immer nur ein paar Meter weit. Und zur Überraschung der Sportler und Trainer leerten sich die anfangs zu zwei Dritteln gefüllten Ränge im Lauf des Tages immer mehr. "Es war komisch, dass wie schon bei den vorolympischen Wettkämpfen wieder so viele gehen. Vielleicht muss denen mal jemand erklären, dass ein Rennen aus zwei Läufen besteht", meinte der deutsche Kanu-Sportdirektor Jens Kahl.

Richtig gute Stimmung herrscht meistens dort, wo die Chinesen Gold scheffeln: Beim Gewichtheben ist die 6000 Zuschauer fassende Halle der Universität für Luft- und Raumfahrt rappelvoll. "Eine super Atmosphäre", so Olympia-Debütant Eric Koreng, herrsche auch beim Beachvolleyball. "Man spielt ja nicht jeden Tag vor 12 000 Zuschauern." Stephanie Pohl meinte begeistert: "Es sind tierisch viele Deutsche da." Die erfreuen sich - bei perfekter Akustik - zudem an deutschen Hits. "Hey, Hey Wickie", "1001 Nacht" von der Klaus Lage Band und "Hip Hip Hurra" von den "Ärzten" laufen rauf und runter.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(