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DFB-Frauen: Hart erkämpftes Remis gegen Brasilien

Eine überragende Nadine Angerer im Tor und ein wenig Glück: Mit einem torlosen Remis gegen starke Brasilianerinnen um Superstar Marta sind die deutschen Fußballerinnen in das Olympische Turnier gestartet. In der Neuauflage des WM-Finales gab es zahlreiche Torchancen und viele bissige Zweikampfe.

Vor etwa 20 000 Zuschauern in Shenyang rettete die Torfrau der DFB- Auswahl mit etlichen Glanzparaden einen Punkt. Nächster Vorrundengegner der DFB-Auswahl in der Gruppe F ist am Samstag Afrika-Champion Nigeria.

Bei Temperaturen von 32 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit geriet die deutsche Mannschaft zu Beginn ordentlich ins Schwitzen. In der 4. Minute bekam Angerer bei einem direkten Freistoß von Daniela in letzter Sekunde die Finger an den Ball. Die größte Chance für die trickreichen Brasilianerinnen im ersten Durchgang vergab Cristiane in der 12. Minute, als sie nach einer Flanke von Marta aus drei Metern weit über das Tor köpfte.

Es fehlte die Präzision

Erst nach dieser Schrecksekunde fand der Weltmeister besser ins Spiel. Allerdings fehlte die Präzision, so dass vieles Stückwerk blieb. Ein erstes Achtungszeichen setzte Sandra Smisek (23.), die mit einem Kopfball nur die Latte traf. Kurz vor der Pause setzte sich die zum achten Mal in Serie zur "Fußballerin des Jahres" gewählte Birgit Prinz erstmals in Szene, doch ihr Schrägschuss verfehlte das Tor um wenige Zentimeter.

Nach dem Wechsel hätte erneut Prinz die deutsche Mannschaft in Führung bringen können, doch die Rekordnationalspielerin vom 1. FFC Frankfurt zielte zu ungenau. Nach einer Stunde verpasste auch ihre Sturmpartnerin Smisek das 1:0. Dies hätte sich im Gegenzug bei einer Doppelchance für den WM-Zweiten fast gerächt. Zunächst wehrte Angerer mit einer spektakulären Parade einen Schuss von Rosana ab, den folgenden Eckball köpfte Renata Costa an den Pfosten.

DPA/tis / DPA

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