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Olympia 2014 in Sotschi: "Ausbrecher" Quinn steckt schon wieder fest

Erst musste Johnny Quinn die Badezimmer-Tür seines Zimmers eintreten, dann blieb er in Sotschi im Fahrstuhl stecken. Der Anschieber des US-Bobteams unterhält die Netzgemeinde mit kuriosen Fotos.

Von Nils Kemter

Der Tweet klang fast schon verzweifelt: "Das glaubt mir jetzt keiner", schrieb Johnny Quinn am Montag auf Twitter. "Wir sind gerade im Aufzug stecken geblieben." Ein Foto zeigt den Anschieber des amerikanischen Bobteams dabei, wie er versucht, die Türen mit den Händen aufzuschieben. Wenig spektakulär könnte man meinen, ist doch das Feststecken in einem Fahrstuhl keine Seltenheit.

Doch Quinn erlangte bereits in den ersten Tagen der Olympischen Spiele von Sotschi besondere Berühmtheit, als er in seinem Badezimmer im Athletendorf eingesperrt war. Der 100-Kilo-Mann, der vor seiner Wintersportkarriere bereits Football-Profi in der NFL war, hatte ein riesiges Loch in die Tür getreten – und auch damit die Twitter-Gemeinde unterhalten. "Die Tür war verklemmt oder verschlossen", schrieb er zu dem Foto der Überreste. Im Netz hatte sich sein Missgeschick rasend schnell verbreitet, Fans montierten ihn in das Loch der Tür hinein.

Schon vor den Wettbewerben ist Quinn gefragter Interviewpartner

Zum Bobsport kam Quinn übrigens durch ein selbstgedrehtes Video, das seine Dynamik als Anschieber zeigt. Er bewarb sich damit bei US-Piloten. Die Football-Karriere hatte er 2009 nach einem Riss des vorderen Kreuzbandes beenden müssen. In den USA gründete Quinn "The Athlete Watch", ein Internetportal, auf dem sich College-Sportler mithilfe eines eigenen Profils vermarkten können.

Ins Rampenlicht rückte ihn jedoch vor allem seine Pechsträhne in Sotschi. Quinn ist in diesen Tagen gefragter Interviewpartner, Fans und Sportler aller Nationen erkennen ihn auf der Straße oder am Buffet im olympischen Dorf. Jeder möchte ein Foto mit dem Texaner machen, der US-Sender CNN interviewte Quinn in der Morgensendung, auch bei NBC war er bereits im Olympiastudio zu Gast.

Dabei greift Quinn erst in einer Woche bei den Bob-Wettbewerben wirklich ins olympische Geschehen ein. Bis dahin dürfen sich seine Fans möglicherweise noch auf weitere unterhaltsame Missgeschicke aus Sotschi freuen. Inzwischen hat der 30-Jährige schon über 23.000 Twitter-Follower.

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