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Olympia 2018: Kanadische Olympiasiegerin rettet Hund vor dem Kochtopf - und wird gefeiert

Zwei Hunde, die friedlich schlafen: Ein Instagram-Post der kanadischen Eisschnellläuferin Meagan Duhamel machte die Runde im Netz. Denn einen der beiden rettete sie vor dem Kochtopf.

Eiskunstläuferin Meagan Duhamel bei Olympia - Kanadierin rettete Hund vor dem Kochtopf

Sie hat Olympia-Gold in Pyeongchang gewonnen und sie hat ein goldenes Herz für Hunde: die kanadische Eiskunstläuferin Meagan Duhamel

AFP

Andere Länder, andere Sitten: Während für uns Hunde auf keinen Fall als Nahrungsmittel in Frage kommen, gehört Hundefleisch durchaus zu den Delikatessen der koreanischen Küche. Zuletzt soll sich das aber verändert haben: Viele Koreaner halten Hunde inzwischen lieber als Haustier statt sie in den Kochtopf zu stecken, heißt es. Dennoch steht Hund weiter auf der koreanischen Speisekarte. Die kanadische Eiskunstläuferin hat deshalb gehandelt - und "Moo-Tae" vor einem scheinbar unausweichlichen Schicksal bewahrt. Dafür wird sie in den sozialen Medien nun gefeiert.

Die 32-Jährige Eiskunstläuferin ist mit ihrem Partner Eric Radford zweifache Weltmeisterin im Paarlauf. In Pyeongchang hat sie bereits Gold gewonnen - zusammen mit dem kanadischen Eiskunstlaufteam. Schon während der Olympia-Vorbereitung im vergangenen Jahr war sie auf "Moo-Tae" aufmerksam geworden. Auf dem Hundemarkt drohte der kleine Dackel als Delikatesse verkauft zu werden. Doch Meagan Duhamel handelte, adoptierte "Moo-Tae", nahm das Hündchen mit nach Kanada und rettete ihm so das Leben.


Meagan Duhamel: Ihre "Engel" in Kanada sicher

Während Meagan in auf Medaillenjagd geht, sind ihre "Engel" in der Obhut eines Hundesitters. Der postete nun ein Foto, dass "Mae-Too" friedlich schlafend mit "Theo" zeigt, Duhamels zweitem Hund, der - wie sie schreibt - ebenfalls ein gerettetes Tier ist. Versehen mit dem Hashtag #freekoreandogs dankt die Olympiasiegerin für das Teilen ihrer Geschichte, die in diesen olympischen Tagen große Aufmerksamkeit erhält.

Von Hundefreunden wird der Eiskunstlauf-Star für die Rettung von "Moo-Tae" gefeiert. "Es ist so wundervoll zu sehen, wie du all' diesen wundervollen Hunden eine Stimme gibst", schreibt eine Userin auf . "Hoffen wir, dass viele Deinem Beispiel folgen", schreibt ein anderer.


Hundefleisch auch in Südkorea langsam tabu

Schon vor einem Jahr erntete Meagan Duhamel übrigens Zustimmung - auch und gerade aus Südkorea. "Wir Koreaner sind uns dieser furchtbaren Tradition bewusst", schrieb damals eine Instagram-Userin aus dem Olympia-Land. Dass Hundefleisch in besonderem Maße der Gesundheit diene sei ein Aberglaube, der aber allmählich überwunden werde. "Meine Eltern haben auch lange Zeit Hund gegessen, aber das machen sie nicht mehr seit wir 'Happy' haben", berichtete die Userin. Auch wenn immer noch vor allem ältere Koreaner mit dem Verkauf von Hunden ihren Lebensunterhalt verdienen, scheinen sich die Sitten im Olympia-Land zu ändern. Das Engagement ausländischer Besucher dürfte der entscheidende Impuls dazu gewesen sein.

dho