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Nyjah Huston "Ich arbeite daran, glücklicher zu werden": Enttäuschter Skateboarder spricht über mentale Probleme

Nyjah Huston auf dem Skateboard
Nyjah Huston kam im Street-Finale auf Platz sieben
© Ezra Shaw / Getty Images
Nyjah Huston ist in den USA ein Sport-Star – doch bei den Olympischen Spielen in Tokio lieferte der Skateboarder eine enttäuschende Leistung. Anschließend äußerte er sich in einem bewegenden Instagram-Post.

Kaum jemand auf der Welt fährt erfolgreicher Skateboard als Nyjah Huston: Der US-Amerikaner hat in seiner Karriere ein Dutzend Goldmedaillen bei den X-Games gewonnen und ist vierfacher Weltmeister. Die Olympischen Spiele in Tokio, bei denen Skateboarden zum ersten Mal auf dem Programm stand, sollten der vorläufige Höhepunkt für den 26-Jährigen werden. Doch am Ende stand ein enttäuschendes Abschneiden. 

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Huston kam im Street-Finale nur auf Platz sieben. Der Favorit stürzte, danach war die erhoffte Medaille außer Reichweite. Gold gewann der Japaner Yuto Horigome. Bei Huston war der Frust groß. In einem Instagram-Post entschuldigte er sich für seine Leistung: "Ich fühle mich, als wenn ich viele Menschen enttäuscht habe." Doch der Skateboarder nutzte die Niederlage auch für eine wichtige Botschaft, in dem er offen über seine mentalen Probleme sprach.

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Nyjah Huston leidet unter seinem zu großen Ehrgeiz

"Ich bin ein Mensch und es ist manchmal nicht einfach, mit diesem Druck und diesen Erwartungen umzugehen", schrieb Huston, der auf Instagram fast fünf Millionen Follower hat. Sein Ehrgeiz bereite ihm von Zeit zu Zeit Probleme: "Der Nachteil daran ist, dass ich sehr hart mit mir selbst bin, wenn ich nicht gut skate." Nach misslungenen Wettkämpfen ziehe er sich deshalb oft zurück, spreche mit niemandem oder greife zum Alkohol.

"Mentale Gesundheit ist so wichtig", hält Huston fest und kündigt an, sich weiter damit auseinanderzusetzen: "Ich arbeite daran, glücklicher zu werden und einfach dankbar dafür zu sein, dass ich meinen Traum als professioneller Skateboarder leben darf." Im Endeffekt betreibe er den Sport nicht, um erfolgreich, berühmt oder reich zu sein, sondern "weil ich es verdammt noch mal liebe".

In den USA ist Huston ein Star

Huston skatet, seit er vier Jahre alt ist, bereits seit 2008 ist er als Profi aktiv – damals war er 14. Zwar ist Skateboarden erst seit diesem Jahr olympisch, in den USA ist Nyjah Huston dennoch schon länger ein Sport-Promi: Er ist mit Justin Bieber befreundet, setzt sich für wohltätige Zwecke ein und übertrifft auf Instagram die Followerzahlen anderer Superstars deutlich. Vor allem unter jüngeren Sportbegeisterten hat er eine riesige Fangemeinde. Das Sportmagazin "Sports Illustrated" nennt ihn "only-one-name-needed famous­": Allein sein Vorname reiche schon aus, damit alle wüssten, wer gemeint ist – wie bei LeBron (James), Serena (Williams) oder Bono.

Quellen: Nyjah Huston auf Instagram / "Sports Illustrated"

epp

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