Die deutschen Skeletonis Jungk und Grotheer müssen sich nur einem Briten geschlagen geben. Alles Wichtige im stern-Newsblog.
Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte.
Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor
Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.
Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Thomas Krause
Eiskunstlauf-Drama in Mailand: US-Wunderkind Ilia Malinin hat nach mehreren Fehlern in der Kür die olympische Goldmedaille bei den Winterspielen in Italien vollkommen überraschend verpasst. Der 21-Jährige patzte gleich bei mehreren Sprüngen und musste sich mit einem enttäuschenden achten Platz begnügen. Gold holte Sensations-Olympiasieger Michail Schaidorow aus Kasachstan. Fünf Tage zuvor hatte Malinin noch im Teamevent gewonnen.
Ilia Malinin nach einem der Stürze, die ihn Olympia-Gold kosten sollten. Matthew Stockman/Getty Images
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Thomas Krause
Curling-Männer gewinnen Krimi gegen Italien
Die deutschen Curling-Männer haben einen weiteren Schritt Richtung Olympia-Halbfinale gemacht. Das Team um Kapitän Marc Muskatewitz bezwang Gastgeber Italien knapp mit 6:5. Zahlreiche Fans mit grün-weiß-roten, aber auch einige mit schwarz-rot-goldenen Fahnen sorgten für Stadionatmosphäre in der Halle. Die Italiener gewannen den siebten Durchgang mit 2:0. Die Deutschen schlugen im achten mit einem 3:0 zurück und entschieden das Spiel im sogenannten Extra-End letztlich für sich.
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Thomas Krause
Deutsche Skeleton-Piloten holen Silber und Bronze
Die Skeleton-Piloten Axel Jungk und Christopher Grotheer haben die nächsten deutschen Olympia-Medaillen im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo gewonnen. Einen Tag nach Abschluss der Rodel-Wettbewerbe fuhr Jungk auf den zweiten Platz. Peking-Olympiasieger Grotheer holte nach vier Läufen die Bronzemedaille.
Schneller als das deutsche Duo war nur der überlegene Brite Matt Weston. Am Ende hatte der 28-Jährige 0,88 Sekunden Vorsprung auf Jungk und 1,07 Sekunden auf Grotheer.
Jungk hatte schon vor vier Jahren in Peking Silber gewonnen. Damals lag der 34-Jährige hinter Olympiasieger Grotheer, der in dieser Saison enorme Verletzungsprobleme hatte. Daher ist eine Olympia-Medaille ein mehr als versöhnlicher Saison-Abschluss für den 33-Jährigen. Felix Keisinger belegte Rang sechs.
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Thomas Krause
Drei deutsche Skeleton-Frauen haben Chance auf Gold
Die deutschen Skeleton-Frauen haben zur Halbzeit der olympischen Rennen allesamt noch Gold-Chancen. Vor den beiden abschließenden Läufen an diesem Samstag liegt das deutsche Trio unter den besten Vier. Olympia-Debütantin Susanne Kreher vom Dresdner SC hat nur vier Hundertstelsekunden Rückstand auf die führende Österreicherin Janine Flock, die in Lauf eins zwischenzeitlich Bahnrekord fuhr.
Dritte mit nur 0,13 Sekunden Rückstand auf Platz eins ist Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland, die 2018 in Pyeongchang überraschend Silber und im vergangenen November auch den Weltcup auf der neuen Bahn in Cortina gewonnen hatte.
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Thomas Krause
Dem schwer verletzten Skistar Lindsey Vonn steht an diesem Samstag eine weitere Operation bevor. In ihrem ersten Video aus dem Krankenhaus sagt die amerikanische Skirennfahrerin fünf Tage nach dem Sturz bei der Olympia-Abfahrt: „Ich fühle mich endlich wieder ein bisschen mehr nach mir selbst. Aber ich habe noch einen langen, langen Weg zu gehen. Morgen habe ich eine weitere OP, die hoffentlich gut verläuft.“ Danach könne sie womöglich die Klinik von Treviso verlassen „und heimgehen“, sagt sie.
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Thomas Krause
Sportgerichtshof bestätigt Ausschluss von Skeleton-Pilot Heraskewytsch
In einem Eilverfahren bestätigt der Internationale Sportgerichtshof Cas den Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch vom olympischen Skeleton-Rennen. Der Cas wies den Einspruch des 27-Jährigen gegen die Entscheidung des Weltverbands IBSF zurück, der Heraskewytsch wegen seines vom IOC verbotenen Helms mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen disqualifiziert hatte. Der Skeleton-Fahrer wird damit auch nicht nachträglich noch wieder zum Wettbewerb zugelassen.
In der Begründung des Cas heißt es, das Gericht sei der Ansicht, dass die IOC-Richtlinien „ein angemessenes Gleichgewicht herstellen zwischen dem Interesse der Athleten, ihre Meinung zu äußern, und ihrem Interesse, ungeteilte Aufmerksamkeit für ihre sportlichen Leistungen an der Wettkampfstätte zu erhalten.“ An diese Regeln sei auch der Cas gebunden.
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Tim Schulze
Deutsche Skirennfahrer beklagen fehlende Atomsphäre in Bormio
Die Kritik war zu erwarten, weil man sie von anderen Sport-Großereignissen kennt, die dezentral ausgetragen werden. Dort geht oft die Atmosphäre flöten. Diese Erfahrung machen aktuell die deutschen Skirennfahrer, die ihre Wettbewerbe im Skiort Bormio austragen. Dort steigen nur die alpinen Männerrennen, andere Sportarten sind Fehlanzeige. „So richtig Stimmung kommt leider nicht auf“, erzählt Alexander Schmid vor dem Riesenslalom am Samstag. Teamkollege Anton Grammel vergleicht die Atmosphäre mit jener eines normalen Weltcups, „vielleicht auch nicht eines der bestorganisierten Weltcups“, wie er sagt.
In Bormio gibt es kein olympisches Dorf, die Mannschaften sind – ähnlich wie beim Weltcup – auf einzelne Hotels aufgeteilt. Während zu den Rennen Fans in den Ort kommen und zumindest in der Nähe des Zielstadions Party machen, sind die Straßen, Restaurants und Bars an rennfreien Tagen deutlich menschenleerer. Viele Hotels und Pensionen blieben zudem während der Spiele geschlossen.
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Tim Schulze
Die deutsche Snowboardcrosserin Jana Fischer greift im olympischen Wettbewerb der Frauen nicht in den Kampf um die Medaillen ein. Beim Olympiasieg der Australierin Josie Baff scheitert Fischer im Viertelfinale als Dritte ihres Laufes allerdings denkbar knapp, erst im Foto-Finish muss sie sich der Österreicherin Pia Zerkhold geschlagen geben. Silber im Livigno Snow Park holt Eva Adamczykova aus Tschechien, Bronze ging an die Italienerin Michela Moioli.
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Kai Müller
Zeitung: Keine Gratis-Kondome mehr in Cortina
Im olympischen Dorf von Cortina d'Ampezzo sind nach einem italienischen Zeitungsbericht bereits vor der Hälfte der Winterspiele die Gratis-Kondome ausgegangen. Die mehreren Tausend Präservative mit dem Olympia-Logo, die für die Sportlerinnen und Sportler zur Verfügung gestellt wurden, seien alle weg, meldete die Tageszeitung „La Stampa“. Unklar ist, ob es Nachschub geben wird. Insgesamt sind bei den Winterspielen, die noch bis zum 22. Februar dauern, etwa 2900 Athletinnen und Athleten am Start.
Die „Stampa“ zitierte einen Sportler, der namentlich nicht genannt werden wollte, mit den Worten: „Die Vorräte waren in nur drei Tagen weg. Sie haben uns versprochen, dass noch mehr kommen werden. Aber wer weiß, wann?“ Ob es im olympischen Dorf in Mailand noch Kondome gibt, ließ sich auf die Schnelle nicht klären. Dort ist auf den Packungen neben den olympischen Ringen auch das Logo der Region Lombardei aufgedruckt.
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Tim Schulze
Superstar Johannes Hoesflot Klaebo bleibt unschlagbar
Er ist der überragende Athlet im Langlauf: Der norwegische Star Johannes Hoesflot Klaebo gewinnt sein achtes Olympia-Gold und schließt zu den Rekordsiegern bei Winterspielen auf. Der 29-Jährige setzt sich im Rennen über zehn Kilometer in der freien Technik vor dem Franzosen Mathis Desloges durch. Bronze geht an Klaebos Landsmann Einar Hedegart, der lange auf Siegkurs liegt. Einen Kilometer vor dem Ziel bricht Hedegart ein in einem packenden Rennen und fällt zurück.
Klaebo hat nun genau wie seine norwegischen Landsleute Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf) achtmal Gold gewonnen. Alle drei sammelten zudem jeweils viermal Silber. Damit liegen sie in der Rangliste vor Klaebo, der einmal bei Winterspielen Zweiter wurde.
„Ich habe noch nie in dieser Disziplin gewonnen, das Rennen war sehr lange in meinem Kopf. Das bei Olympia zu schaffen, ist der Wahnsinn. Ich war sehr motiviert, es hier zu schaffen. Heute war ich an der Reihe.“
Johannes Hoesflot Klaebo ist Norwegens Skilanglauf-Star. Daniel Karmann / DPA
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Tim Schulze
Die italienische Biathletin Rebecca Passler darf nach ihrer vorläufigen Suspendierung wegen eines positiven Dopingbefunds nun doch bei den Olympischen Winterspielen in ihrer Heimat starten. Das entschied das Berufungsgericht von Italiens nationaler Anti-Doping-Behörde Nado. Zuvor war der Fall von der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshof Cas in Mailand dorthin verwiesen worden. Die 24-jährige Passler ist gegen ihren Olympia-Ausschluss mit einem entsprechenden Antrag vorgegangen und hat damit Erfolg.
Passler hat gefordert, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme in Antholz zu ermöglichen. Sie ist bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Nado positiv auf Letrozol getestet worden. Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentiert, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. Das konnte sie in dem Eilverfahren glaubhaft nachweisen.
Passler hat gefordert, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme in Antholz zu ermöglichen. Sie ist bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Nado positiv auf Letrozol getestet worden. Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentiert, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. Das konnte sie in dem Eilverfahren glaubhaft nachweisen.
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Kai Müller
Doppel-Olympiasieger Max Langenhan passiert ein „kleiner Fauxpas“: Als Friedrich Merz anruft, drückt er die Nummer weg und beschäftigt sich lieber mit zwei anderen Promis:
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Kai Müller
Olympia-Besuch wird Dieb zum Verhängnis
Die Reise zu den Olympischen Winterspielen in Italien wird einem kriminellen Eishockey-Fan aus der Slowakei zum Verhängnis. Der 44 Jahre alte Mann wird auf einem Campingplatz am Stadtrand von Mailand festgenommen, weil gegen ihn in Italien bereits seit 2010 ein Haftbefehl vorliegt. Damals war er wegen einer Serie von Diebstählen in Geschäfte von einem Gericht in Bozen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.
Der Slowake, der sich für das Spiel der Slowakei gegen Finnland in der neuen Eishockey-Arena von Mailand bereits ein Trikot in den Nationalfarben angezogen hatte, wurde nach italienischen Medienberichten von der Festnahme völlig überrascht. Er wehrte sich auch nicht dagegen. Der nächste Weg führte ihn dann nicht in die Sporthalle, sondern ins Gefängnis: Dort muss er nun eine Reststrafe von fast einem Jahr verbüßen.
Auf die Spur kam die Polizei dem Slowaken aus der Nähe von Bratislava, weil er sich mit seinem Namen ins Unterkunft-Melderegister eingetragen hatte. Das Spiel endete übrigens 4:1 für die Slowakei.
Der Slowake, der sich für das Olympia-Match der Slowakei gegen Finnland bereits ein Trikot in den Nationalfarben angezogen hatte, wurde von der Festnahme völlig überrascht. David McIntyre / Imago Images
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Kai Müller
Eilverfahren um Ausschluss von Ukrainer Heraskewytsch läuft
Das Eilverfahren um den Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch von den olympischen Skeleton-Wettbewerben hat in einem Hotel in Mailand begonnen. Der 27-Jährige kämpft in einer Anhörung vor der Ad-hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshofes Cas gegen die Entscheidung des zuständigen Weltverbandes IBSF, ihn von den Rennen in Cortina d'Ampezzo zu disqualifizieren.
Hintergrund ist, dass Heraskewytsch sich geweigert hatte, auf das Tragen eines vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) verbotenen Helms mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen zu verzichten.
Das IOC untersagt politische Botschaften während der Wettkämpfe und hatte den Ukrainer mehrfach aufgefordert, einen anderen Helm zu verwenden. Heraskewytsch argumentiert, es habe bereits ähnliche Fälle bei Olympia ohne drastische Sanktionen gegeben, und sieht keinen Regelbruch.
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Rune Weichert
Deutschlands Eishockey-Team startet mit Sieg gegen Dänemark
Deutschlands Eishockey-Nationalteam startet mit einem Sieg gegen Dänemark ins Olympia-Turnier. Die von Superstar Leon Draisaitl angeführte Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes gewinnt dank der NHL-Stürmer 3:1 (1:1, 2:0, 0:0).
Tim Stützle von den Ottawa Senators (25. Minute/31.) gelingt ein Doppelpack, Edmontons Draisaitl selbst trifft bereits nach 23 Sekunden für das Team von Bundestrainer Harold Kreis. Für Dänemark ist Oscar Mölgaard (14.) erfolgreich. Am Samstag (12.10 Uhr/ARD und Eurosport) geht es für Deutschland in Mailand weiter, dann trifft der Olympia-Zweite von 2018 auf Lettland.
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AFP · DPA · Reuters · SID