Wieder eine Medaille für die deutschen Rodler: Dajana Eitberger und Magdalena Matschina gewinnen Silber im Doppelsitzer. Alles Wichtige im stern-Newsblog.
Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte.
Olympische Winterspiele 2026: So viele Entscheidungen wie nie zuvor
Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.
Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Tim Schulze
Die Rennrodlerinnen Dajana Eitberger und Magdalena Matschina gewinnen bei der olympischen Premiere im Frauen-Doppelsitzer die Silbermedaille. Das Duo rast bei den Winterspielen nach zwei Läufen im Cortina Sliding Centre auf Rang zwei und muss sich nur den neuen Olympiasiegerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer aus Italien geschlagen geben. Bronze sichern sich Selina Egle und Lara Kipp aus Österreich.
Nach den Goldmedaillen für Max Langenhan und Julia Taubitz ist es für das deutsche Rodel-Team in Norditalien die dritte Medaille.
Nach den Goldmedaillen für Max Langenhan und Julia Taubitz ist es für das deutsche Rodel-Team in Norditalien die dritte Medaille.
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Tim Schulze
Der Konflikt zwischen dem ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) spitzt sich zu und könnte beim Rennen am Donnerstag eskalieren. Während das IOC auf seiner Position beharrt, Heraskewytschs Helm mit den Bildern getöteter Sportler verstoße gegen die Richtlinien, sieht das der 27-Jährige anders. "Das IOC hat die Situation um den 'Helm des Gedenkens' zu einem absurden Theaterstück gemacht", sagt Heraskewytsch am Mittwochmittag.
In einem weiteren Video am Abend spricht er von "Doppelmoral" des IOC und verweist auf einen israelischen Sportler, der bei der Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag eine Kippa getragen habe, auf der die Namen der elf israelischen Athleten und Trainer standen, die 1972 bei den Olympischen Spielen in München von Terroristen getötet wurden. Er "verstehe ehrlich gesagt nicht, worin der grundlegende Unterschied" zwischen diesem und seinem Fall bestehe, so Heraskewytsch.
In einem weiteren Video am Abend spricht er von "Doppelmoral" des IOC und verweist auf einen israelischen Sportler, der bei der Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag eine Kippa getragen habe, auf der die Namen der elf israelischen Athleten und Trainer standen, die 1972 bei den Olympischen Spielen in München von Terroristen getötet wurden. Er "verstehe ehrlich gesagt nicht, worin der grundlegende Unterschied" zwischen diesem und seinem Fall bestehe, so Heraskewytsch.
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Tim Schulze
Den deutschen Rennrodlern Tobias Wendl und Tobias Arlt droht bei den Olympischen Spielen eine herbe Enttäuschung. Das seit 2014 bei Olympia ungeschlagene Doppelsitzer-Duo aus Bayern liegt in Cortina d'Ampezzo nach dem ersten Lauf nur auf Rang fünf. Der Rückstand auf die überraschend führenden US-Amerikaner Marcus Mueller und Ansel Haugsjaa beträgt 0,101 Sekunden. Rekordweltmeister Toni Eggert und Florian Müller lauern auf Rang vier (+0,097).
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Tim Schulze
Gibt es die nächste Medaille bei den Rodlern? Im Doppelsitzerder Frauen liegt das Duo Dajan Eitberger und Magdalena Matschina auf dem zweiten Rang. Das sieht vielversprechend aus. Das mit Startnummer sechs ins Rennen gegangene Duo verlor nach einer Bandenberührung oben am Start kostbare Zeit, wusste aber im unteren Bereich zu überzeugen. So liegen die 35 Jahre alte Eitberger vom RC Ilmenau und die 15 Jahre jüngere Partnerin Matschina vom SV Bad Feilnbach nur 0,022 Sekunden hinter den führenden Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer. Dritte vor dem abschließenden zweiten Lauf sind die im Weltcup führenden Weltmeisterinnen Selina Egle und Lara Kipp aus Österreich. Das Duo leistete sich eine Bandenberührung, konnte den Schlitten aber abfangen.
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Thomas Krause
Chinesische Snowboarderin stürzt in der Halfpipe
Nachdem sich ein australischer Snowboarder im Training zwei Halswirbel gebrochen hat (siehe Eintrag von 10:59 Uhr), ist auch die Halfpipe-Qualifikation von einem heftigen Sturz überschattet worden. Die chinesische Snowboarderin Liu Jiayu überschlug sich gegen Ende ihres zweiten Versuchs und blieb regungslos im Schnee liegen. Rettungskräfte eilten herbei und kümmerten sich für mehrere Minuten um die Athletin. Es herrschte Stille, ehe die 33 Jahre alte Ex-Weltmeisterin unter Applaus mit einem Schlitten abtransportiert wurde. Über Jiayus Gesundheitszustand ist derzeit nichts bekannt.
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Tim Schulze
Biathletin Franziska Preuß verschießt Medaille
Was für ein Pech: Vanessa Voigt verpasst im Biathlon-Einzelrennen eine Medaille knapp. Wie schon vor vier Jahren in Peking wurde Voigt Vierte. Sie bleibt zwar fehlerfrei, kann aber auf der Loipe und in der Schießzeit nicht mit den Besten mithalten. Deshalb reichte es nach dem vierten Platz im Einzel von Peking diesmal erneut zu Rang vier, 12,9 Sekunden fehlten zur Medaille. „Total schwierig, meine Gedanken zu ordnen. Grundsätzlich bin ich total stolz auf meine Leistung. Ich weiß, dass wieder die Themen Schieß- und Laufzeit kommen", sagte Voigt in der ARD: "Aber ich bin total happy mit dem Rennen.“
Dramatischer läuft es bei Franziska Preuß. Die Gesamtweltcupsiegerin führt im Biathlon-Einzel bis zum letzten Schießen, leistet sich dort allerdings zwei Strafminuten und fällt auf Rang zehn zurück. Eine Medaille wäre drin gewesen. Vorne liegen am Ende die Französin Julia Simon vor Team-Kollegin Lou Jeanmonnot und der Bulgarin Lora Hristova.
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Kai Müller
Deutsche Kombinierer verfehlen Olympia-Medaille
Die deutschen Nordischen Kombinierer verpassen eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen. Johannes Rydzek belegte als Bester aus dem Team von Bundestrainer Eric Frenzel den achten Platz. Vinzenz Geiger, der zunächst aussichtsreich im Rennen lag, brach bei sehr schwierigen Bedingungen auf der letzten Runde ein und lief nur als Zehnter ins Ziel.
Zum Olympiasieger krönte sich nach einem Sprung von der Normalschanze und dem entscheidenden Skilanglaufrennen über zehn Kilometer der Norweger Jens Luraas Oftebro. Silber sichert sich Johannes Lamparter aus Österreich. Bronze geht im italienischen Tesero überraschend an den Finnen Eero Hirvonen. Als dritter Deutscher läuft Julian Schmid auf Rang 14.
Geiger, der vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking im Normalschanzen-Einzel furios Gold gewonnen hatte, war diesmal nach dem Skispringen als Achter und mit einem Rückstand von 29 Sekunden auf den führenden Esten Kristjan Ilves ins Rennen gegangen.
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Tim Schulze
Skirennfahrer Franjo von Allmen schreibt Olympia-Geschichte
Der Schweizer Skirennfahrer Franjo von Allmen darf sich jetzt zu den Größten zählen. Der 24-Jährige sichert sich als erster Schweizer Gold im Super-G und damit seinen dritten Olympiasieg in Bormio. Das Triple bei ein und denselben Spielen ist bislang nur dem Österreicher Toni Sailer 1956 und dem Franzosen Jean-Claude Killy 1968 gelungen. Von Allmen hat in der Abfahrt und an der Seite von Tanguy Nef in der neuen Team-Kombination Gold geholt.
Franjo von Allmen ist mit drei Goldmedaillen einer der Superstars der Spiele. Christian Petersen / Getty Images
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Tim Schulze
Dem norwegischen Biathleten Sturla Holm Lägreid scheint der Liebeskummer mächtig zuzusetzen. Jetzt hat er sich einen Tag nach seinem Seitensprung-Geständnis im Fernsehen für seine viel diskutierte Aktion entschuldigt. „Ich bedauere zutiefst, dass ich diese persönliche Geschichte an diesem für den norwegischen Biathlon so freudigen Tag angesprochen habe. Ich war nicht ganz bei Sinnen und konnte nicht klar denken“, wird der Bronzemedaillengewinner im Einzel in einer Mitteilung des norwegischen Teams zitiert.
Seine Entschuldigung gelte seinem Landsmann und Olympiasieger Johan-Olav-Botn, "der nach dem Goldgewinn die ganze Aufmerksamkeit verdient gehabt hätte", sagt Lägreid: "Und sie gilt auch meiner Ex-Freundin, die unfreiwillig ins Rampenlicht der Medien geriet. Ich hoffe, es geht ihr gut." Der Olympiasieg von Botn war im Wirbel um das Liebesgeständnis Lägreids etwas untergegangen.
Seine Entschuldigung gelte seinem Landsmann und Olympiasieger Johan-Olav-Botn, "der nach dem Goldgewinn die ganze Aufmerksamkeit verdient gehabt hätte", sagt Lägreid: "Und sie gilt auch meiner Ex-Freundin, die unfreiwillig ins Rampenlicht der Medien geriet. Ich hoffe, es geht ihr gut." Der Olympiasieg von Botn war im Wirbel um das Liebesgeständnis Lägreids etwas untergegangen.
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Kai Müller
Nach Springen: Kombinierer Geiger hat gute Medaillenchancen
Vinzenz Geiger bringt sich bei den Olympischen Winterspielen in eine gute Position im Kampf um die Medaillen. Der Nordische Kombinierer belegt im Skispringen von der Normalschanze im italienischen Predazzo als Bester aus der Mannschaft von Bundestrainer Eric Frenzel den achten Platz. Sein Rückstand auf den führenden Esten Kristjan Ilves beträgt vor dem entscheidenden Langlaufrennen 29 Sekunden. Der laufstarke Olympiasieger von 2022 kann das durchaus aufholen.
Johannes Rydzek mit 42 und Julian Schmid mit 43 Sekunden Rückstand sind zwar keine Top-Kandidaten auf Edelmetall, aber auch nicht komplett chancenlos. Die Entscheidung fällt im Rennen über zehn Kilometer auf schwerer Strecke um 13.45 Uhr (ARD und Eurosport). „Da müssen wirklich die Kampfschweine ran“, sagte Skisprung-Legende Sven Hannawald in der ARD.
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Kai Müller
Olympia-Snowboarder bricht sich im Training den Hals
Der australische Snowboarder Cameron Bolton hat sich mehreren Medienberichten zufolge im Training bei den Olympischen Winterspielen in der Halfpipe zwei Halswirbel gebrochen. Der australische Verband bestätigte eine Verletzung sowie das Olympia-Aus des 35-Jährigen auf seinem Instagram-Kanal.
Zunächst dachte Bolton noch, sein Sturz sei glimpflich ausgegangen. Er habe die erste Nacht noch im Hotel verbracht. Am Morgen nach dem Unfall seien die Nackenschmerzen aber stärker geworden. Daraufhin sei Bolton mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden. Dort seien zwei Frakturen festgestellt worden.
Alisa Camplin, sogenannter Chef de Mission des australischen Teams, erklärt, Bolton sei trotz der Schwere der Verletzung guter Dinge und werde von seiner Frau begleitet. „Cam wollte seinen Teamkollegen klarmachen, was passiert ist, dass es ihm gut geht und er gut versorgt wird“, sagte Camplin in Livigno.
Cam Bolton, Snowboarder des Olympia-Teams von Australien. Dan Himbrichts / Imago Images
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Rune Weichert
Das deutsche Skispringteam verpasst knapp eine Medaille. Im Mixed-Wettbewerb springen Einzel-Olympiasieger Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Selina Freitag und Agnes Reisch von der Normalschanze im italienischen Predazzo auf Platz vier. Gold sichert sich Slowenien überlegen vor Norwegen und Japan. Dem deutschen Team fehlen nach insgesamt acht Sprüngen nur 1,2 Punkte zu Bronze. Am Montag hatte Raimund noch sensationell für Einzel-Gold gesorgt.
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Rune Weichert
Deutschlands Eishockeyteam der Frauen zieht mit einem abschließenden Vorrundensieg gegen Gastgeber Italien ins Viertelfinale bei den Olympischen Winterspielen eing. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes gewinnt mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) und wird in der Gruppe B Zweiter. Am Freitag trifft das Team von Trainer Jeff MacLeod entweder auf die USA oder Kanada. Beide Teams gelten als Favoriten auf die Goldmedaille. „Alles ist möglich, das sind auch nur Menschen. Das sind die Olympischen Spiele“, sagt MacLeod. Die deutschen Frauen sind erstmals seit 2014 wieder bei Olympia dabei.
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Tim Schulze
Trotz eines IOC-Verbots will der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch bei den Winterspielen weiter einen Helm mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen tragen. Das Kompromiss-Angebot des Internationalen Olympischen Komitees, ausnahmsweise mit einer schwarzen Armbinde zu starten, lehnt der 27-Jährige offenbar ab.
„Nein, ich werde den Helm tragen“, sagt Heraskewytsch nach einem weiteren Training in Cortina d'Ampezzo. Anschließend verbreitet er eine erneute Botschaft inklusive eines Videos via Instagram. Man werde in dieser Sache bis zum Ende kämpfen, kündigt er an.
„Nein, ich werde den Helm tragen“, sagt Heraskewytsch nach einem weiteren Training in Cortina d'Ampezzo. Anschließend verbreitet er eine erneute Botschaft inklusive eines Videos via Instagram. Man werde in dieser Sache bis zum Ende kämpfen, kündigt er an.
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Tim Schulze
Rodlerin Taubitz holt drittes deutsches Olympia-Gold
Rennrodlerin Julia Taubitz beschert dem deutschen Team bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo die dritte Goldmedaille. Zwei Tage nach dem Coup von Max Langenhan im Männer-Wettbewerb setzt sich die 29-Jährige aus dem Erzgebirge nach vier Läufen im Cortina Sliding Centre durch und feierte ihren ersten Olympiasieg. Silber gewann die Lettin Elina Bota, Bronze ging an Ashley Farquharson (USA). Taubitz' Teamkollegin Merle Fräbel, zur Wettkampfhalbzeit noch mit Siegchancen, fiel durch einen verpatzten dritten Lauf weit zurück.
Kaum zu erkennen durch das Visier: Julia Taubitz hat ein glückliches Lächeln im Gesicht. Michael Kappeler / DPA
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DPA · AFP · Reuters · SID