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Sotschi: Schwere Stürze überschatten Paralympics

Der US-Amerikaner Tyler Walker überschlug sich auf der Abfahrtspiste mehrfach und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Auch der deutsche Athlet Franz Hanfstingl stürzte schwer.

Die Paralympics in Sotschi sind am ersten Tag von schweren Stürzen überschattet worden. Bei der Ski-Abfahrt der Herren kamen von 22 Athleten lediglich elf ins Ziel. Am schwersten erwischte es den US-Amerikaner Tyler Walker. Der beinamputierte 27-Jährige musste am Samstag in Krasnaja Poljana während des Wettbewerbes mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden, nachdem er sich zuvor mehrmals überschlagen hatte. Nach dem Sturz lag Walker lange regungslos auf der Piste, ehe die Rettungskräfte zur Stelle waren. Sein Zustand sei stabil und Walker sei bei Bewusstsein, twitterte der US-Verband später.

Auch der deutsche Weltmeister Franz Hanfstingl stürzte, kam aber wesentlich glimpflicher davon. Er erlitt eine Rippenverletzung und eine Gehirnerschütterung. Seinen Start im Super-G am Sonntag musste er absagen.

Die Strecke im Skigebiet Rosa Chutor ist dieselbe wie bei den Olympischen Spielen. Schon dort war der Abfahrtslauf als besonders schwierig bezeichnet worden. Einige Bodenwellen waren sogar geglättet worden, um Stürze zu vermeiden.

Goldener Auftakt für deutsches Team

Doch es gab zum Auftakt der Paralympics auch positive Meldungen - vor allem aus Sicht des deutschen Teams: Binnen 30 Minuten gewannen Andrea Eskau im Biathlon mit dem Ski-Schlitten und Anna Schaffelhuber im Abfahrtslauf mit dem Monoski am Samstag Gold. Die 42 Jahre alte Eskau siegte im Sprint über sechs Kilometer ohne Schießfehler. Nach 19:12:4 Minuten fuhr sie über die Ziellinie und wurde schon vor dem letzten Starter vom Stadionsprecher als Erste bejubelt. Nach dreimal Gold mit dem Handbike war es der erste Paralympics-Sieg im Winter für sie.

"Ich bin einfach total zufrieden, dass es so geklappt hat. Das ist ein Riesen-Erfolg im Biathlon. Einen besseren Auftakt hätten wir uns nicht wünschen können", sagte Andrea Eskau, die in Sotschi siebenmal starten wird. "Jetzt gibt es noch ein zweites Ziel: Das ist eine Goldmedaille im Langlauf. Die im Biathlon hätte ich mir nicht getraut zu formulieren, weil andere die Favoriten waren", erklärte sie.

Am Alpinhang in den Bergen über Krasnaja Poljana hatte kurze Zeit später Anna Schaffelhuber Grund zum Jubeln. Vier Jahre nach Platz drei im Super-G war die 21-Jährige Schnellste in der Abfahrt und gewann ihr erstes Paralympics-Gold. "Das freut mich total. Dann haben wir schon jetzt eine ganz tolle Teamleistung", sagte sie angesichts der zwei Goldmedaillen am ersten Wettkampftag der 11. Winter-Paralympics.

nck/DPA / DPA

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