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Umstrittene Pferderennbahn: 23 Pferde starben auf dieser Pferderennbahn: Was ist los im Santa Anita Park?

Nachdem mehrere Pferde auf der Rennbahn Santa Anita Park ums Leben kamen, musste die Strecke geschlossen werden. Doch nun – zwei Tage nach der Wiedereröffnung – stirbt erneut ein Pferd.

Ein Protestschild vor dem Santa Anita Park

Protest vor dem Santa Anita Park: Die Rennbahn steht seit längerem in der Kritik

AFP

Es passierte bei dem San-Simeon-Pferderennen: Während des Wettbewerbs, der mit einem Gewinn von 100.000 US-Dollar dotiert ist, liefen zwei Pferde ineinander. Ein Pferd mit dem Namen Arms Runner stürzte auf der Rennstrecke und verletzte sich dabei am rechten Bein. Infolgedessen stürzte ein weiteres Pferd und fiel in Arms Runner, welches aber unverletzt blieb. Arms Runner erlag später seinen schweren Verletzungen.

Arms Runner ist damit das 23. Rennpferd, dass auf der berühmten Santa-Anita-Rennbahn nahe Los Angeles getötet wurde. Seit dem 26. Dezember 2018 starben rund zwei Dutzend Pferde auf der erdigen Rennbahn, was den Betreiber dazu veranlasste, diese zu schließen. Seit dem 5. März gab es keine Rennen mehr auf der umstrittenen Rennstrecke. Dennoch verletzte sich ein Pferd beim Training auf der Bahn und musste später eingeschläfert werden.

Pferde sollen besser geschützt werden

Nach mehr als drei Wochen öffnete die Strecke wieder für Rennen – zwei Tage später verunglückte dort Arms Runner. Einer Stellungnahme des Rennbahnbetreibers zufolge sei die Strecke als sicher eingestuft worden. Man arbeite eng mit dem kalifornischen Reitsportverband zusammen, um das Unglück aufzuklären, so der Betreiber laut Associated Press. Schon während die Anlage geschlossen war, hatten Beamte die Anlage unter die Lupe genommen, allerdings konnten sie keine Erklärung für die vielen Todesfälle abgeben. Es wird allerdings vermutet, dass starke Regenfälle ein Grund sein könnten.

Die Eigentümer des Santa Anita Park kündigte als Maßnahme an, den Gebrauch des blutungshemmenden Medikaments Lasix einzuschränken. Ein Vorschlag, dass der Gebrauch der Reitgerte ebenfalls eingeschränkt werden soll, wird noch diskutiert. Die Tierschutzorganisation PETA kritisiert schon seit längerer Zeit den Pferdesport und die Rennbahn und sprach sich für ein Medikamentenverbot und eine Veränderung des Bodens der Rennbahn aus.

Verzweifelter Reporter: Dieses Pferd ist eine echte Rampensau

Quellen: CNN, Nachrichtenagentur Associated Press, NBC Los Angeles, huffpost.com

rw

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