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America's Cup: Vier Matchbälle für den Alpen-Express

Jochen Schümann steht vor dem größten Erfolg seiner Karriere. Mit 48 Jahren kann der Berliner am Samstag Sportgeschichte schreiben und den ersten America's Cup-Sieg eines deutschen Seglers feiern.

Der dreimalige Olympiasieger Jochen Schümann steht vor dem größten Erfolg seiner Karriere. Mit 48 Jahren kann der gebürtige Berliner am Samstag vor Auckland Sportgeschichte schreiben und den ersten America's Cup-Sieg eines deutschen Seglers in der 152-jährigen Cup-Historie feiern.

Vier Matchbälle

Die Schweizer Alinghi Challenge, auch gerne als "Alpen-Express" bezeichnet, gewann am Freitag das vierte Finale gegen Cup-Verteidiger Team New Zealand und hat nun vier "Matchbälle" im Kampf um die begehrteste Trophäe des internationalen Segelsports. Alinghi profitierte beim Erfolg von einem Mastbruch beim Gegner. "Bei Team New Zealand ist heute mehr als nur der Mast gebrochen. Von ihrem Selbstbewusstsein kann nicht mehr viel übrig sein", sagte Jochen Schümann, der das Alinghi-Team leitet.

Brach mit dem Mast auch die Moral?

Zwar werden die "Kiwis" zum für Samstag angesetzten fünften Rennen mit Reservemast antreten, doch Experten erwarten, dass mit dem Mast auch die Moral der Mannschaft gebrochen ist. Damit hätte Alinghi die historische Chance zum ersten Sieg eines europäischen Teams seit der Premiere des America's Cups im Jahr 1851. Chefdesigner Rolf Vrolijk könnte den Cup als erster europäischer Konstrukteur gewinnen. Und Skipper Russell Coutts könnte sich am Samstag mit dem Sieg selbst das schönste Geschenk zum 41. Geburtstag machen.

DPA

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