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American Football: Vollmer stürmt Wembley

Spektakuläres Gastspiel der NFL in London. Auf dem heiligen Rasen von Wembley gewannen die New England Patriots gegen die Tampa Bay Buccaneers mit 35:7. Der deutsche Sebastian Vollmer hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg.

Eine Woche nach dem beeindruckenden 59:0-Sieg gegen die Tennessee Titans haben die New England Patriots das Londoner Wembley-Stadion gestürmt. Das Team um den Kaarster Football-Profi Sebastian Vollmer setzte sich beim dritten Gastspiel der National Football League NFL in der englischen Hauptstadt mit 35:7 gegen die Tampa Bay Buccaneers durch. Mit fünf Siegen und zwei Niederlagen liegt das Team aus Foxborough/Massachusetts weiterhin auf dem ersten Platz in der AFC East. Dagegen sieht es für Tampa Bay nach der siebten Niederlage im siebten Spiel und dem letzten Platz in der NFC South düster aus.

Vor 84.254 Zuschauern im ausverkauften Wembley-Stadion gehörte Vollmer wie beim Sieg gegen Tennessee zum zweiten Mal zur Startformation in einem NFL-Spiel. Patriots-Quarterback Tom Brady leitete mit seinen Pässen drei Touchdowns und 308 Yards Raumgewinn ein und führte seine Mannschaft so zu einem souveränen Sieg. Josh Johnson, Quarterback der Buccaneers, kam lediglich auf 156 Yards Raumgewinn und einen Pass, der zum Lauf in die Endzone genutzt wurde.

Vollmer vor den Augen seiner Eltern

Bereits zur Halbzeit hatte das Team aus Massachusetts mit 21:7 klar vorn gelegen. Left Tackle Vollmer kam vor den Augen seiner Eltern Werner und Jutta zum zweiten Mal nacheinander als Starter zum Einsatz. Der 25-Jährige war maßgeblich am zweiten Touchdown der Patriots beteiligt, als er mit einem Block in der zwölften Minute Wide Receiver Wes Welker den Weg in die Endzone ebnete.

Es war das dritte NFL-Gastspiel nacheinander im Wembley-Stadion. Commissioner Roger Goodell bekräftigte im Rahmen der Begegnung erneut seinen Wunsch, künftig mehr Saison-Partien in Englands Fußball-Tempel austragen zu wollen und langfristig sogar ein NFL-Team in Europa zu installieren.

Colts verlieren weiße Weste

Derweil mussten die Minnesota Vikings bei den Pittsburgh Steelers die erste Saisonpleite hinnehmen. Das Team der 40 Jahre alten Quarterback-Legende Brett Favre verlor beim amtierenden Super-Bowl-Champion mit 17:27. Lamarr Woodley und Keyaron Fox entschieden mit jeweils einem Touchdown im Schlussviertel das Spiel zugunsten der Steelers, die mit fünf Siegen in der AFC North führen.

Ihre weiße Weste gewahrt haben die Indiana Colts durch einen 42:4-Sieg bei den St. Louis Rams. Der Super-Bowl-Sieger von 2007 ist nach sechs Spielen souveräner Tabellenführer in der AFC South. Die Rams warten nach der siebten Niederlage dagegen weiter auf den ersten Saisonerfolg. Auch die New Orleans Saints bleiben ungeschlagen. Bei den Miami Dolphins gewann das Team mit Quarterback Drew Brees trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands von 21 Punkten noch mit 46:34.

Die Arizona Cardinals kommen unterdessen immer besser in Tritt. Der Vizemeister setzte sich bei den New York Giants 24:17 durch und feierte den dritten Erfolg in Serie. Die New York Jets mussten ihren 38:0-Kantersieg gegen die Oakland Raiders teuer bezahlen. Running Back Leon Washington brach sich das rechte Bein.

DPA/sid

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