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Australian Open: "La Scharapowa" marschiert

Sie sieht nicht nur gut aus, sondern spielt derzeit das vielleicht beste Tennis ihrer Karriere. Bei den Australian Open steht Maria Scharapowa nach ihrem Sieg im russischen "Hass-Duell" bereits in der Vorschlussrunde.

Maria Scharapowa ist als erste Spielerin ins Halbfinale der Australian Open in Melbourne eingezogen. Die 18-Jährige bezwang in einem von zahlreichen Fehlern geprägten russischen Duell Nadja Petrowa 7:6 (10:8), 6:4 und erreichte damit zum fünften Mal das Semifinale eines Grand-Slam-Turniers.

Den Einzug in die Vorschlussrunde hätte der Wimbledon-Gewinnerin von 2004 zu Beginn des Turniers kaum jemand zugetraut, stand doch die Teilnahme der Russin an dem Event Down Under wegen einer Rippenverletzung lange auf der Kippe. Scharapowas Halbfinal-Gegnerin wurde am Abend australischer Zeit in der so genannten "Night Session" zwischen der topgesetzten Weltranglistenersten Lindsay Davenport (USA) und der Belgierin Justine Henin-Hardenne ermittelt.

"Es war sehr schwierig heute. Ich habe Nadja bei den letzten beiden Grand-Slam-Turnieren auch im Viertelfinale bezwungen und wir haben uns immer harte Matches geliefert. Auch dieses Mal habe ich es geschafft und bin sehr glücklich", äußerte sich Maria Scharapowa im Anschluss an das Spiel in der Rod Laver Arena. Zwischen den beiden russischen Kontrahentinnen herrschte während der nervösen Partie übrigens absolute Eiszeit. Auf der Tour ist kein Geheimnis, dass sich beide nicht ausstehen können. Der Grund: Seit Scharapowa in den USA wohnt, gehört die Tennis-Schönheit zur Fraktion der "unechten Russinnen", die besser englisch als russisch sprechen. Petrowa hingegen zählt neben Anastasia Myskina & Co. zu den "echten Russinnen", die ihrem Land nicht den Rücken gekehrt haben und ihrer Heimatstadt Moskau größtenteils treu geblieben sind.

Grönefeld im Doppel-Halbfinale

Bei den Herren hat derweil David Nalbandian seine bestechende Form erneut unter Beweis gestellt. Der Argentinier gewann sein Viertelfinal-Spiel in Melbourne gegen den Franzosen Fabrice Santoro glatt mit 7:5, 6:0, 6:0. Der Masters-Cup-Gewinner kämpft am Donnerstag gegen den Kroaten Ivan Ljubicic oder Marcos Baghdatis aus Zypern um den Einzug ins Endspiel. Erfreulich aus deutscher Sicht: Im Damendoppel steht Anna-Lena Grönefeld zum dritten Mal in Folge im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. An der Seite ihrer US-amerikanischen Trainingspartnerin Meghann Shaughnessy bezwang die 20-Jährige aus Nordhorn das an drei gesetzte russische Paar Jelena Lichowtsewa/Wera Swonarewa 6:3, 6:3. In Wimbledon und bei den US Open stand Grönefeld an der Seite von Martina Navratilova ebenfalls in der Vorschlussrunde.

dpa/kbe

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