Australian Open Aussichtslos gegen Agassi


Rainer Schüttler hat den Sieg bei den Australian Open verpasst. Der deutsche Daviscupspieler verlor im Finale klar in drei Sätzen gegen Andre Agassi. Für den Amerikaner war es der vierte Triumph in Melbourne.

Rainer Schüttler hat den Sieg bei den Australian Open der Tennisprofis verpasst. Der deutsche Daviscupspieler verlor am Sonntag im Finale klar mit 2:6, 2:6, 1:6 gegen Andre Agassi. Für den Amerikaner war es der vierte Triumph in Melbourne und der insgesamt achte Grand-Slam-Titel seiner Karriere.

Schüttler war in Australien erstmals in das Endspiel eines Grand- Slam-Turniers eingezogen. Sieben Jahre nach dem letzten Triumph von Boris Becker an dieser Stelle konnte er aber nicht die deutsche Durststrecke bei den vier wichtigsten Turnieren beenden.

Nicht den Hauch einer Chance

Der 32 Jahre alte Agassi ließ dem sechs Jahre jüngeren Bad Homburger vor 15 000 Zuschauern in der Rod-Laver-Arena nicht den Hauch einer Chance. Der Ehemann von Steffi Graf verwandelte nach nur 1:16 Stunde seinen dritten Matchball und erhielt für seinen Erfolg ein Preisgeld von umgerechnet 620 000 Euro. Schüttler wurde für den größten Erfolg seiner Karriere mit der Hälfte dieser Summe belohnt.

Stimmen zum Finale

Rainer Schüttler: «Er war einfach zu gut für mich. Das Finale habe ich mir mit Sicherheit anders vorgestellt. Aber ich habe nicht gegen irgend jemanden verloren. Wenn ich in ein paar Wochen zurückblicke, werde auf keinen Fall enttäuscht sein.»

Andre Agassi: «Heute lief alles nach Plan. Es fällt mir schwer, zu glauben, dass ich gewonnen habe. Ich weiß, was es bedeutet und bin sehr stolz darauf. Das Jahr ist schon jetzt ein voller Erfolg.»

Steffi Graf: «Andre war in diesem Turnier in unglaublicher körperlicher Verfassung. So gut habe ich ihn selten spielen sehen. Es war eine tolle Überraschung, dass Rainer Schüttler im Finale war, denn ich schaue ja immer noch auf das deutsche Tennis. Ich hoffe, dass er diese Form in den nächsten Jahren halten kann.»

Dirk Hordorff (Trainer von Rainer Schüttler): «Rainer hat hier ein großes, gutes und für ihn wichtiges Turnier gespielt. Das Endspiel ging in die Hose. Es ihm zu keiner Zeit gelungen, Agassi in die Defensive zu zwingen.»

Patrik Kühnen (Daviscup-Kapitän): «Für Rainer war es das erste Finale, das spielt auch eine Rolle. Agassi hat das ausgenutzt und ihm nie Luft gelassen. Gegen ihn zu verlieren, ist keine Schande.»

Georg von Waldenfels (Präsident des Deutschen Tennis Bundes): «Man darf die Leistung nicht nur am Endspiel messen, sondern am gesamten Turnier. Das macht Rainer Schüttler einmal mehr zu einem guten Aushängeschild des deutschen Tennis.»

John McEnroe (Ex-Champion und TV-Kommentator): «Schüttler wurde von Andres Qualität überrollt. Die Frage ist, ob er noch einmal eine Chance bekommen wird.»

DPA

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