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Australian Open: Petkovic und Görges ziehen in Runde drei ein

Schwarzer Mittwoch für die deutschen Herren, Glücksgefühle bei Julia Görges und Andrea Petkovic: Während sich Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer bei den Australian Open verabschiedeten, stürmten Görges und Petkovic in die dritte Runde. Dort warten nun echte Hochkaräter auf das Duo.

"Für solche Spiele arbeitet man, dass man auf einem der großen Plätze gegen eine der Großen spielen darf", sagte Görges voller Vorfreude auf das Duell mit der ehemaligen Nummer eins der Welt. "Der Sieg heute fühlt sich sehr gut an. Eine Gesetzte geschlagen zu haben und erstmals bei einem Grand Slam in der dritten Runde zu stehen, das tut schon ganz gut", sagte die Bad Oldesloerin.

Görges zeigte im zweiten Duell mit der Estin Kaia Kanepi eine starke Leistung und behielt in entscheidenden Momenten die Nerven. Nach gewonnenem ersten Satz musste die 22-Jährige den zweiten Durchgang zwar abgeben, fand im Schlussabschnitt aber wieder zu alter Stärke und verwandelte nach 2:09 Stunden ihren vierten Matchball zum 6:4, 3:6 und 6:4.

Andrea Petkovic hat bei den Australian Open ebenfalls die dritte Runde erreicht. Die 23-Jährige rang am Mittwoch in Melbourne die Engländerin Anne Keothavong in drei Sätzen mit 2:6, 7:5 und 6:0 nieder und trifft nun auf die an Nummer vier gesetzte Amerikanerin Venus Williams.

Kohlschreiber und Mayer konnten ihre Chancen dagegen wieder einmal nicht nutzen und mussten vorzeitig die Koffer packen. "Natürlich bin ich enttäuscht. Meine Fehlerquote war am Ende aber zu hoch, um gegen ihn eine Chance zu haben", sagte Kohlschreiber nach der 6:4, 2:6, 3:6, 4:6-Niederlage gegen den an Nummer sechs gesetzten Tschechen Tomas Berdych in etwas mehr als drei Stunden.

Der Augsburger erwischte gegen den Wimbledon-Finalisten zwar einen guten Start und entschied den ersten Durchgang nach 41 Minuten mit 6:4 für sich. Danach verlor Deutschlands derzeitige Nummer eins aber den Faden, so dass Berdych die Partie mit seinem druckvollen Spiel drehen konnte. "Das sind die Matches, die man gewinnen muss, wenn man nach vorne kommen will", meinte Kohlschreiber enttäuscht.

Mayer konnte gegen den Japaner Kei Nishikori zu keiner Zeit an seine starke Leistung im Erstrundenspiel gegen den Russen Nikolai Dawydenko anknüpfen. Der Bayreuther wirkte von Beginn an müde und fand so nie seinen Rhythmus. "Wenn man nicht bei hundert Prozent ist, kann man bei einem Grand-Slam-Turnier kein Spiel gewinnen", sagte Mayer nach dem 4:6, 3:6, 6:0 und 3:6.

"Ich war nach dem Dawydenko-Spiel auch vom Kopf her müde und habe mich zudem nicht gut bewegt", meinte der 27-Jährige. Mit Benjamin Becker hat bei den Herren damit nur noch ein Spieler die Chance auf den Einzug in die dritte Runde. Der Mettlacher trifft am Donnerstag auf den Ukrainer Alexander Dolgopolow.

Für die meisten Favoriten gleicht das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres dagegen weiter einem Spaziergang. Bei den Damen marschierten die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (6:1, 6:0 gegen die Amerikanerin Vania King) und Vorjahresfinalistin Justine Henin (6:1, 6:3 gegen die Engländerin Elena Baltacha) in die dritte Runde. Hart arbeiten für den Verbleib im Turnier mussten dagegen Venus Williams (6:7 (6:8), 6:0 und 6:4 gegen die Tschechin Sandra Zahlavova) und Scharapowa (7:6 (7:3) und 6:3 gegen die Französin Virginie Razzano).

DPA/kbe

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