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Australian Open: Tennis-Lolita mischt die Szene auf

17 Jahre, lange blonde Haare und mächtig viel Rumms im Schlagarm: Ein deutschstämmiger Teenager macht derzeit ganz Australian verrückt - und steht Down Under bereits im Halbfinale.

Serena Williams aus den USA und die Tschechin Nicole Vaidisova bestreiten am Donnerstag das erste Damen-Halbfinale bei den Australian Open. Bei den Herren kam der Amerikaner Andy Roddick am Dienstag in Melbourne als erster Spieler unter die letzten Vier. Roddick trifft nach dem 6:2, 6:2, 6:2 über seinen Schulfreund Mardy Fish auf Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz, der sich gegen den Spanier Tommy Robredo leicht und locker in drei Sätzen durchsetzen konnte.

Bei den Damen gewann die zweimalige Siegerin Serena Williams zuvor 3:6, 6:2, 8:6 gegen Shahar Peer aus Israel. Die einstige Nummer eins der Weltrangliste ist nach Verletzungen auf Platz 81 zurückgefallen und musste trotz einer 4:1-Führung im dritten Satz bis zum Schluss um den Erfolg gegen Peer bangen. Die 19-Jährige stand als erste Spielerin aus Israel in einem Grand-Slam-Viertelfinale.

Haas am Mittwoch im Hass-Duell gegen "Russen-Roboter" Davidenko

Zum Auftakt des Tages gewann Nicole Vaidisova in einem rein tschechischen Vergleich glatt mit 6:1, 6:4 gegen Lucie Safarova. Die 17-jährige Vaidisova, die gut Deutsch spricht, weil sie in Nürnberg geboren wurde und dort auch ihre ersten Lebensjahre verbrachte, hatte als größten Erfolg bislang das Halbfinale bei den French Open im vorigen Jahr verbucht. Safarova hatte im Achtelfinale Titelverteidigerin Amélie Mauresmo aus Frankreich aus dem Turnier geworfen, konnte aber nicht an diesen Überraschungserfolg anknüpfen.

Am Mittwoch greift auch der letzte verbliebene Deutsche wieder ins Turnier ein. Tommy Haas trifft in seinem Viertelfinalmatch auf "Russen-Roboter" Nikolaj Davidenko. Haas, der sich Down Under bis jetzt in blendender Verfassung präsentiert, hat nach 1999 und 2002 zum dritten Mal die Chance, ins Halbfinale zu stürmen. "Das ist ein gutes Gefühl, ich werde diesen Abend genießen", sagte der gebürtige Hamburger unmittelbar nach seinem Viersatzerfolg über den Argentinier David Nalbdandian. Haas und Davidenko gelten auf der Tour übrigens nicht gerade als beste Freunde. So sagte Haas auf die Frage, wie sich seiner Ansicht nach der Russe auf Platz drei der Weltrangliste vorgearbeitet hat: "Er hat ein hässliches Spiel und prügelt die Bälle nur von rechts und links rein." Dem Russen durften diese Äußerungen nicht verborgen geblieben sein...

Ergebnisse der Frauen

Klaus Bellstedt mit DPA

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