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Basketball: Auf den Spuren von Nowitzki&Co.

Wenn schon nicht sportlich, soll wenigstens der Rahmen amerikanischer werden: Mit mehr Showelemente a la NBA startet am Mittwoch die Basketball-Euroleague in die neue Saison. Wieder mit dabei: Alba Berlin.

An diesem Mittwoch beginnt die Euroleague-Saison im Basketball. Wieder versuchen die Spitzen-Mannschaften des "Alten Kontinents" die Kluft zum großen Vorbild NBA etwas zu verkleinern. Weil sportlich kaum möglich, versucht man wenigstens Showelemente aus der amerikanischen Eliteliga zu übernehmen: Zum letzten Training vor dem Spiel und eine Viertelstunde nach der Partie öffnen die Vereine die Umkleidekabinen für die Medien, um über Presse und Fernsehen die Mannschaften noch transparenter zu präsentieren. Damit soll den Fans nach dem Vorbild aus Übersee wenigstens über den Bildschirm Einblick in das Allerheiligste der Teams zu geben.

Zwiespältige Gefühle bei Alba

Bei den Beteiligten von ALBA Berlin, als deutscher Meister wie im Vorjahr einziger Bundesliga-Verein in der Euroleague, ist das Echo auf die Kopie aus Übersee geteilt. "Das ist die Entwicklung. Ich habe nichts dagegen. Wenn das der Preis ist, uns weiter nach vorn und mehr Fernsehzuschauer zu bringen, dann ist das o.k.", sagt Berlins Cheftrainer Emir Mutapcic. Nationalspieler Marko Pesic fürchtet dagegen den weiteren Verlust eines Stücks Identität des europäischen Basketballs: "Ich finde es schade, dass es von Europa immer weiter weggeht Richtung USA."

Ziel der Albatrosse: Platz fünf

Doch nicht nur die Kabinentür für andere, sondern auch das Tor zur europäischen Spitze will sich ALBA Berlin in dieser Saison endlich einmal offen halten. Nach dem kläglichen Scheitern in den vergangenen beiden Serien startet der siebenmalige deutsche Meister einen erneuten Angriff zum Erreichen der Zwischenrunde. "Unser Ziel ist die nächste Runde. Man muss realistisch sagen: Villeurbanne, Wroclaw, Olympiakos und wir kommen für den fünften Platz in Frage", sagt Mutapcic. Treviso, Istanbul, Valencia und Tau Ceramica schätzt er als ungefährdetes Spitzenquartett der Achtergruppe ein.

Hoffen auf einen guten Start

Vor dem ersten Spiel beim französischen Vizemeister ASVEL Villeurbanne steht die Mannschft schon unter enormen Druck. "Wir müssen von Anfang an reingehen und gewinnen wollen, nicht erst abwarten, was der Gegner macht. Sonst kriegen wir wie im Vorjahr erst nach drei Spielen die Kurve", mahnt der Berliner Nationalspieler Mithat Demirel einen konzentrierten Start an, den ALBA in den vergangenen Jahren mit unglaublicher Regelmäßigkeit verpasst hat. In der kommenden Woche tritt dann das deutsche Vorzeigeteam im Basketball in der heimischen Max-Schmeling-Halle gegen Wroclaw an.

Nowitzki in NBA mit neuer persönlichen Bestleistung

Während sich Alba Berlin auf das Erreichen der Zwischenrunde vorbereitet, stellt Deutschlands Bester, Dirk Nowitzki, in der US-Profiliga NBA neue Rekorde auf. Mit seiner persönlichen Saisonbestleistung von 30 Punkten hat der Würzburger Hüne seine Dallas Mavericks am Montag zum 103:93-Sieg über die Miami Heat geführt. Er erzielte dabei allein 16 Punkte im dritten Viertel. Schon ein halber Nowitzki würde die Berliner wahrscheinlich schon freuen.

DPA
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