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Basketball-EM: Spanien holt sich den Titel

Am Ende war es nur noch eine Pflichtaufgabe: Spanien ist der neue Basketball-Europameister. Im Finale ließen die Iberer Serbien keine Chance und sicherten sich zum ersten Mal die europäische Korbjäger-Krone.

Mit einer weiteren Galavorstellung im EM-Finale gegen Serbien hat Spanien seine derzeitige Ausnahmestellung im europäischen Basketball eindrucksvoll untermauert und sich erstmals den Europameistertitel gesichert. Zwei Jahre nach der bitteren Finalniederlage im eigenen Land gegen Russland, als sich die Spanier mit einem Punkt geschlagen geben mussten, deklassierten die Iberer das Überraschungsteam von Serbien mit 85:63 (52:29) und sicherten sich nach WM-Gold vor drei Jahren nun auch die EM-Krone. Überragender Akteur bei den Spaniern war wieder einmal LA-Lakers-Star Pau Gasol, der auf 18 Punkte und elf Rebounds kam. Der 2,15-Meter-Center wurde völlig zurecht auch zum wertvollsten Spieler des Turniers (MVP) gewählt.

NBA-Stars waren der Schlüssel zum Sieg

Die Spanier, die bereits im Halbfinale den zweifachen Europameister Griechenland mit 82:64 demontiert hatten, waren vor rund 11.000 Zuschauern in der Spodek Arena in Kattowitz von Beginn an eine Nummer zu groß für Serbien. Angetrieben von ihren NBA-Stars Gasol und Rudy Fernandez (Portland Trail Blazers) ließ das Team von Trainer Sergio Scariolo nie einen Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Abend als Sieger das Parkett verlassen würde.

Bereits zur Pause hatte der WM-Champion, bei dem das Basketball-Wunderkind Ricky Rubio mit zehn Zählern ebenfalls glänzte, einen 23-Punkte-Vorsprung herausgeworfen. Die Serben, jüngstes Team im Turnier, kamen im dritten Abschnitt zwar noch einmal ein bisschen heran, doch dann drehten Gasol und Co. wieder auf und machten bis zum Schlussviertel alles klar. Die abschließenden zehn Minuten waren unter dem Jubel der spanischen Fans nur noch Schaulaufen für die weiß-roten Superstars.

Griechenland sichert sich Platz drei

Den dritten Platz bei der EM in Polen sicherte sich Griechenland durch einen 57:56 (31:24)-Erfolg im "kleinen Finale" gegen Slowenien. Bester Werfer bei den Griechen war Center Sofoklis Schortsianitis mit 25 Punkten. Bei den Slowenen kam Spielmacher Jaka Lakovic auf 16 Zähler.

In den Platzierungsspielen feierten Frankreich und Russland noch einmal Siege. Die Franzosen, die ohne ihren Superstar Tony Parker von den San Antonio Spurs angetreten waren, besiegten im Spiel um Platz fünf Kroatien mit 69:62 (34:24). Der entthronte Europameister Russland sicherte sich durch ein 89:66 (51:40) über die Türkei den siebten Rang. Das deutsche Team war in der Zwischenrunde gescheitert, hatte mit einer sehr jungen Mannschaft ohne Superstar Dirk Nowitzki aber tolle Leistungen gezeigt.

DPA / DPA

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