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BASKETBALL: Superstar Nowitzki darf zu WM und Supercup

Darauf hat die deutsche Lichtgestalt des Basketball lange gewartet: Dirk Nowitzki hat die Zusage für die WM und wirft wahrscheinlich auch beim Supercup Körbe.

Das sehnlich erwartete »Yes« für Dirk Nowitzki ist da. Der deutsche Basketball-Superstar der Dallas Mavericks darf nach dem Einlenken von Club-Besitzer Mark Cuban bei der Weltmeisterschaft spielen und steht höchstwahrscheinlich auch schon beim Supercup in Braunschweig von Donnerstag an auf dem Parkett. Gut zwei Wochen vor dem WM-Auftakt am 29. August in Indianapolis honorierte Cuban im Versicherungsstreit das Angebot des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) und von Nowitzki, der am Montag sogar öffentlichen Beistand von Bundeskanzler Gerhard Schröder erhalten hatte.

»Das Unmögliche möglich gemacht«

»Jetzt sind wir alle sehr erleichtert«, erklärte DBB-Präsident Roland Geggus, der DBB-Sportdirektor Wolfgang Brenscheidt und Nowitzkis Würzburger Mentor Holger Geschwindner dankte: »Sie haben seit Wochen Tag und Nacht an dieser Sache gearbeitet und das Unmögliche möglich gemacht.« Geggus räumte ein, dass Cuban selbst auch seinen Anteil leistet.

»Großes Risiko«

»Ich trage immer noch ein großes Risiko. Aber Deutschland kümmert sich. Dirk kümmert sich, der amerikanische Verband und die NBA nicht«, erklärte der Milliardär im Gespräch mit der Tageszeitung »Dallas Morning News«. Darin machte er klar, dass er die anderen Nationalspieler der Mavericks bei der WM nicht im Einsatz sehen möchte. Dazu gehören Kanadas Regisseur Steve Nash sowie die US-Boys Michael Finley und Raef LaFrentz. »Wenn Kanada und die USA den gleichen Versicherungsschutz wie Deutschland bieten, lasse ich die Jungs gern für ihre Teams spielen«, meinte Cuban.

Teure Versicherung

Letzte formale Hürde für Nowitzki ist nach DBB-Angaben, dass der Deckungsschutz seitens der Versicherung eintritt. Dies soll bis zum Mittwochmittag passieren. Der 24-Jährige will sich - falls nötig - an der 200 000 Euro teuren Police beteiligen. »Ich habe nie gesagt, dass ich die ganze Summe bezahle. Aber wenn am Ende ein Restbetrag fehlt, bin ich sicher bereit zu helfen«, sagte Nowitzki dem Internet- Anbieter »Sport1«.

WM ohne Bradley

Der für Deutschland spielberechtigte Mavericks-Center Shawn Bradley wird bei der WM dagegen definitiv nicht zum Einsatz kommen. Dies habe nichts mit der Einigung in Fall Nowitzki zu tun, betonte Geggus ausdrücklich: »Er hatte unglaublich Verletzungen und fühlt sich nicht ausreichend in Form. Das wissen wir schon länger.«

Lichtgestalt des Basketball

Die WM-Vorbereitungen der deutschen Korbjäger wurden durch das wochenlange Tauziehen um Nowitzki stark gestört, doch Bundestrainer Henrik Dettmann kann nun schon beim Supercup-Turnier von Donnerstag bis Samstag in Braunschweig auf den gebürtigen Würzburger zählen. Ohne die 2,11 Meter große Lichtgestalt wären die Testspiele ein Muster ohne Wert geworden. »Welche Qualität Dirk dem Team gibt, sieht man schon im Training«, sagt Sportdirektor Brenscheidt. »Dirk ist hoch motiviert und gesund. Er will unbedingt spielen«, sagt Bundestrainer Dettmann.

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