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Betrug: Männlicher Basketballer schwanger? Dopingprobe hat kurioses Ergebnis – und weitreichende Folgen

Dumm gelaufen: US-Basketballer Donell Cooper wurde nach dem überraschenden Ergebnis einer Dopingprobe vom Weltverband gesperrt – allerdings nicht wegen verbotener leistungssteigernder Substanzen.

Basketballer Donell Cooper gab die Dopingprobe ab

Basketballer Donell Cooper (r.) erfuhr durch die Dopingprobe von der Schwangerschaft

Picture Alliance

Normalerweise ist eine Schwangerschaft ein wahrer Grund zur Freude – so dürfte es auch in diesem Fall sein. Allerdings sind die Umstände, durch die sie herauskam, ziemlich kurios: Die Schwangerschaft wurde bei einem Urin-Dopingtest entdeckt. Dem eines männlichen Sportlers.

Es geht um US-Basketballer Donell "DJ" Cooper Jr. und um dessen vor einem halben Jahr abgegebene Urinprobe. Der 28-Jährige, der bis 2018 beim AS Monaco spielte, musste zum Zwecke der Einbürgerung in Bosnien-Herzegowina im vergangenen Jahr eine Dopingkontrolle über sich ergehen lassen, so berichten es zahlreiche Medien (u.a. "The Independent", "Newsweek"). Cooper plante, für das Nationalteam des Landes aufzulaufen und und trainierte sogar einige Zeit mit der Auswahl. Das Vorhaben kann er nun vorerst an den Nagel hängen.

Dopingprobe enthüllt Schwangerschaft

Denn die Dopingfahnder dürften nach der Auswertung des Urins nicht schlecht gestaunt haben: Zwar fiel die Probe auf verbotene leistungssteigernde Substanzen negativ aus, im Urin des Sportlers stellten die Tester jedoch eine erhöhte Konzentration von Humanem Choriongonadotropin fest, ein Hormon, das der menschliche Körper ab dem Beginn einer Schwangerschaft produziert. Das Ergebnis der Untersuchung veröffentlichte der Weltbasketballverband Fiba auf seiner Webseite. 

Cooper verwendete für die Dopingprobe laut Sender RTV, der den Fall jetzt öffentlich machte, den Urin seiner Freundin, um die Kontrolleure zu überlisten – und die war zu diesem Zeitpunkt schwanger, ohne dass sie und der Basketballer davon gewusst hätten. Was Cooper in seinem eigenen Urin zu verbergen hatte, ist unklar, letztendlich für die Fiba-Instanzen aber auch egal: Sie sperrten ihn wegen des Betrugs bis zum Juni 2020. Viel Zeit für Cooper, sich um seinen Nachwuchs zu kümmern.

Quellen: "The Independent", "Newsweek", Weltbasketballverband Fiba, RTV

wue

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