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Biathlon: Viertes Gold für deutsche Skijäger

Die deutschen Biathlon-Herren haben in Turin die 4 x 7,5 Kilometer-Staffel gewonnen. Ricco Groß, Michael Rösch, Sven Fischer und Michael Greis wurden ihrer Favoritenstellung gerecht und sicherten sich den Olympiasieg vor Russland.

Die Bronzemedaille sichert sich die französische Biathlon-Staffel um Superstar Raphael Poiree. Die Norweger, 2002 Olympiasieger vor Deutschland, enttäuschten abermals und wurden nur Fünfte.

"Sie habe eine grandiose Leistung gezeigt. Heute wird gefeiert bis zum Abwinken", meinte Bundestrainer Frank Ullrich. Das deutsche Biathlon-Lager sammelte in Turin bereits die vierte Goldmedaille im siebten Wettbewerb ein. Zuvor hatten Michael Greis die 20 Kilometer, Sven Fischer den 10 Kilometer-Sprint sowie Kati Wilhelm die 10 Kilometer Verfolgung gewonnen. Insgesamt holten die deutschen Skijäger schon sieben Mal Edelmetall in der Höhe von San Sicario.

"Wollte nicht leer ausgehen"

Das deutsche Quartett war als Favorit in das Rennen gegangen. Von den vier Weltcup-Staffeln in dieser Saison hatten die Deutschen drei für sich entschieden. Schon nach dem letzten Schießen von Schlussläufer Greis jubelten seine Teamkollegen im Zielraum. Bei einem Vorsprung von 20,9 Sekunden hatte er noch genug Zeit eine deutsche Fahne zu übernehmen und mit ihr über die Ziellinie zu laufen.

"Ich wollte mit der Fahne ins Ziel laufen. Ich wusste, dass ich gut drauf bin", sagte der 29-Jährige. Teamsenior Ricco Groß war nach der vierten Goldmedaille seiner Karriere erleichtert: "Es ist einfach nur klasse. Ich wollte nicht leer ausgehen. Es ist toll, mit dem Höchsten belohnt zu werden, was man kriegen kann."

Kombinierer Hettich auf Goldkurs

Greis musste als Schlussläufer nur noch den Vorsprung verteidigen, den Groß, Rösch und Fischer herausgelaufen hatten. Vor allem Youngster Rösch zeigte eine überragende Leistung auf der Strecke und eine perfekte Vorstellung am Schießstand. "Ich war noch nie so nervös gewesen wie heute. Ich bin am Morgen hin und hergerannt und habe lauter sinnlose Sachen gemacht", meinte Rösch. Dagegen zeigte der 34 Jahre alte Fischer ungeahnte Schwächen am Schießstand und kassierte als einziger eine Strafrunde. Die Konkurrenz hatte dennoch keine Chance.

Georg Hettich greift derweil im Sprintwettbewerb der nordischen Kombinierer nach seiner dritten Olympia-Medaille. Der Sieger des Einzelwettbewerbs schaffte im Springen am Dienstag in Pragelato mit 133,5 Metern die größte Weite und geht mit einem Vorsprung von fünf Sekunden auf den Franzosen Jason Lamy Chappuis in den 7,5 Kilometer-Langlauf ab 15.00 Uhr. Mitfavorit Hannu Manninen aus Finnland hat als 16. bereits 1:10 Minuten Rückstand. Ronny Ackermann liegt nach einem Sprung auf 125 Metern auf Platz zehn.

DPA

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