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Olympia-Qualifikation: Biathleten schießen erfolgreich

Schon beim beim zweiten Biathlon-Rennen im Olympia-Winter haben Kati Wilhelm, Michael Greis, Christoph Stephan und Andreas Birnbacher die Olympia-Norm geschafft.

Bei den Sprint-Erfolgen der Norweger Tora Berger und Ole Einar Björndalen, der seinen 90. Weltcup-Sieg schaffte, zeigten sich die deutschen Skijäger nach dem schwachen Saison-Auftakt am Samstag in Östersund stark verbessert. "Sie haben sich gut verkauft", sagte Herren-Bundestrainer Frank Ullrich. Auch Arnd Peiffer schaffte es über die zehn Kilometer noch in die Top Ten. In den abschließenden Staffel-Rennen am Sonntag (11.00 Uhr/Männer und 14.00 Uhr/Frauen, jeweils ZDF und Eurosport) ist mit den deutschen Teams zu rechnen.

Kati Wilhelm wurde beim fünften Weltcup-Sieg der Norwegerin Tora Berger im Sprintrennen nach einem Schießfehler Sechste. Die 33-Jährige zeigte nach ihrer Leistung pure Freude: "Ich habe geschafft, was ich mir vorgenommen habe. Aber man sieht, dass mit einem Schießfehler trotz einer guten Laufleistung ein Podestplatz nicht mehr möglich ist. Das Niveau ist mittlerweile sehr hoch. Das zeigt, wo es hingeht in den nächsten Rennen."

Die deutschen Skijägerinnen sind zufrieden


29,7 Sekunden lag Kati Wilhelm nach den 7,5 Kilometern mit je einmal Schießen im Liegen und im Stehen hinter Tora Berger, die in 21:21,5 Minuten mit einem Vorsprung von 6,8 Sekunden vor der Russin Olga Medwedzewa gewann. Knapp an einer Top-Ten-Platzierung vorbei lief Martina Beck als Elfte nach insgesamt zwei Fehlern am Schießstand. "Ich bin auf alle Fälle zufrieden. Vom Laufen her geht es besser als im letzten Jahr", sagte die Gesamtweltcup-Gewinnerin der Saison 2002/2003. Immerhin die halbe Olympia-Norm hat sie nun geschafft. Um sich das Ticket nach Vancouver zu sichern, sind zwei Platzierungen unter den ersten 15 nötig.

Peiffer blieb am Schießstand unterdessen genau wie der viertplatzierte Christoph Stephan fehlerfrei. "So früh schon die Quali zu haben, das ist schon mal entspannender", sagte Stephan, der im Einzel nur 53. geworden war. "Das war verlorenes Geld. Das kostet eine Menge Geld, wenn ich da starte und so einen Sinnlos-Wettkampf abliefere", sagte der Oberhofer. Er musste nach einem Gewehrbruch mit einer Ersatzwaffe starten.

Greis mit Herzklopfen


"Sehr, sehr zufrieden mit dem Wettkampf" war Greis. Im 20-Kilometer-Einzel am Donnerstag war der Allgäuer bereits Neunter geworden. "Bei uns im Sprint geht der Punk ab, das Laufniveau ist unheimlich hoch", sagte er. Genau wie Birnbacher kam Greis mit Herzklopfen an den Schießstand und zielte einmal daneben. Er lag am Ende 48,3 Sekunden hinter Björndalen, der sich vor seinem Landsmann Emil Hegle Svendsen, dem Einzelsieger vom Donnerstag, und dem Amerikaner Tim Burke durchsetzte. Für Björndalen war es der 89. Weltcup-Sieg im Biathlon, im Langlauf war er ebenfalls einmal erfolgreich gewesen.

Burkes Freundin, Andrea Henkel, die sechsmalige Weltmeisterin aus Gosheim, war nicht unzufrieden mit Platz 20. "Mal sehen, wie es mit der Formkurve weitergeht. Ende Oktober, Anfang November war ich zwei Wochen krank", sagte sie.

Volker Gundrum/DPA / DPA

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