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Biathlon-Weltcup: Deutsche Männer-Staffel siegt souverän

Gelungener Abschluss für die deutschen Biathleten beim Weltcup in Antholz: Die Männer-Staffel um Michael Greis siegte souverän. Zuvor hatte es für die wiedergenesene Magdalena Neuner beim Massenstart nicht zu einem Podestplatz gereicht.

Die deutsche Biathlon-Staffel ist zum Abschluss der Weltcup-Wettbewerbe in Antholz überlegen zum zweiten Saisonsieg gelaufen. Über die 4 x 7,5 Kilometer gewann das deutsche Quartett am Sonntag in der Besetzung Christoph Stephan, Daniel Böhm, Arnd Peiffer, Michael Greis souverän vor Italien. Erst in Oberhof hatte das deutsche Team erstmals seit fünf Jahren wieder ein Staffelrennen gewinnen können.

Magdalena Neuner war zuvor nach ihrer Weltcup-Rückkehr nur sechste im Massenstart geworden. Nach drei Fehlern im Stehendanschlag fehlten der Biathletin gleich 35,1 Sekunden auf Serien-Siegerin Tora Berger aus Norwegen. "Ich freue mich, dass ich es gut überstanden habe mit einem sehr guten sechsten Platz", sagte die Deutsche. Sie hatte auf den Sprint-Wettkampf am Freitag wegen einer Erkältung verzichtet müssen.

Die zuletzt so stark auftrumpfende Andrea Henkel kam nach ebenfalls drei Schießfehlern auf Rang 15. "Ich bin ganz schön kaputt, bin froh, dass jetzt eine Pause kommt", sagte sie. Einen "Rekord" stellte Miriam Gössner auf: Nach gleich neun Schießfehlern kam sie auf Rang 28.

Fehler im Stehendschießen


Neuner war am Sonntag als erste der fünf für den Massenstart qualifizierten deutschen Biathletinnen zum Anschießen gekommen. Der Ohrwurm "Ich wär so gern wie Du", tönte durch die Südtirol-Arena. 20.000 Zuschauer schunkelten auf der Tribüne, freuten sich über das Comeback. "Ich werde es verhalten angehen, vor allem versuchen, gut zu schießen", sagte die 23-Jährige. Im Liegendanschlag räumte Neuner dann alle zehn Scheiben ganz souverän ab. Nach den ersten beiden Runden lag sie sogar in Führung. Nach dem ersten Stehendschießen musste sie aber gleich zweimal auf die Strafrunde.

Am Vortag hatte Tora Berger den Staffel-Podestplatz der Norwegerinnen verschenkt, war fünfmal durch die Strafrunde gehetzt. Davon profitierte die deutsche Staffel, die nach insgesamt vier Strafrunden eigentlich schon abgeschlagen war. Doch Andrea Henkel führte das Quartett noch auf Rang drei.

Staffel ohne Chance gegen Russland


Das ohne Neuner gestartete Team hatte bei der WM-Generalprobe nach den 4 x 6 Kilometern allerdings 2:20,1 Minuten Rückstand auf Olympiasieger Russland. "Wir sind mit einem riesigen blauen Auge davongekommen", sagte Bundestrainer Gerald Hönig. "Bei der WM ist ja auch die Lena wieder dabei", meinte Andrea Henkel.

Arnd Peiffer und Michael Greis rannten dagegen am Samstag beim Herren-Massenstart als Fünfte und Sechste knapp am Podest vorbei. "Kompliment an die beiden, das haben sie richtig gut gemacht", lobte Bundestrainer Mark Kirchner dennoch. "Mit dem sechsten Platz kann ich zufrieden sein", sagte Greis.

Volker Gundrum/DPA / DPA

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