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Boxen Arthur Abraham trifft im Supermittelgewicht auf Piotr Wilczewski


Arthur Abraham will am Samstag in Kiel den Polen Piotr Wilczewski besiegen und zur Nummer eins der WBO-Weltrangsliste im Supermittelgewicht aufsteigen. Mit einem Sieg winkt die Chance auf einen Kampf gegen den Weltmeister, eine Niederlage würde die Karriere des ehemaligen Mittelgewichtschamps wohl beenden.

Das Image von Arthur Abraham ist durch seine drei Niederlagen im Rahmen des Super Six-Turniers angeschlagen. Nach seinem erfolgreichen, aber unspektakulären Comeback gegen Pablo Farias (Knock Out in Runde fünf) steht nun der nächste Aufbaugegner vor der Tür. Dabei heißt es erneut: "do or die" für Abraham.

Wilczewski: Ein unbequemer Stepstone

Arthur Abraham ist auf dem Weg zu seiner letzten Chance auf einen Titel. Noch eine Niederlage und der 32-jährige Boxer aus dem Sauerlandstall wäre wohl weg vom Fenster. Sein Gegner ist so zum einen Aufbaugegner in Richtung WM, zum anderen kann er aber auch zum halsbrecherischen Stolperstein für den ehemaligen Mittelgewichtschampion werden. 

Nachdem sich Abraham schon gegen den Argentinier Pablo Farias relativ schwer tat, ist ein lockerer KO-Sieg auch gegen den Polen Wilczewski nicht vorauszusetzen. Piotr Wilczewski hatte zuletzt im Oktober 2011 im Kampf um den EBU-Europameistertitel und den WBO-Intercontinentaltitel (zwei relativ unbedeutende Titel) gegen den talentierten James DeGale (11-1-0) knapp verloren. Der Pole gilt als technisch beschlagen und durchaus aktiv im Ring.

Abraham will WBO-Herausforderer werden

Piotr Wilczewskis Kampfrekord ließt sich jedoch wie das "who-is-who" der No-Names im Supermittelgewicht. So relativiert sich der gute Kampfrekord (30 Siege, 2 Niederlagen, 0 Remis). Am Samstagabend in Kiel geht es um den WBO-Europameistertitel von Arthur Abraham, auch dieser Titel ist nur ein Stepstone in Richtung WM. Nach dem Kampf warten also endlich wieder die großen Gegner auf Abraham.

"Wenn Arthur am Samstag gewinnt, wird er der bestplatzierte Herausforderer in der WBO-Rangliste sein und gegen den Sieger des Duells Stieglitz-Groves antreten", sagte Promoter Kalle Sauerland auf der offiziellen Pressekonferenz vor dem Kampf. "Es geht für Arthur also um alles oder nichts. Er muss in Kiel unbedingt siegen."

Stieglitz oder Groves warten

Sollte Arthur Abraham gewinnen, ist er die Nummer eins der WBO-Rangliste und wird im nächsten Duell binnen 120 Tagen den Weltmeister herausfordern dürfen. Der Weltmeister der WBO heißt Robert Stieglitz (41-2-0). Der Magdeburger Boxer des SES-Stalles muss seinen Titel zunächst gegen den Briten George Groves (14-0-0) verteidigen, ehe er Abraham vor die Fäuste bekommen könnte. 

Der Pole Wilczewski will dies ohnehin nicht zulassen: "Wenn Arthur Abraham verliert, verspielt er alles. Ich habe hingegen nichts zu verlieren. Ich glaube fest an meinen Sieg." Dabei muss der "Abrahammer" nicht nur gewinnen, er muss auch immer noch die Erwartungen des Publikums an seine Schlagstärke erfüllen.

Abraham zum Siegen verdammt

Abraham konnte 27 seiner 33 Siege vorzeitig erringen. Sein letzter spektakulärer Knock Out liegt jedoch weit zurück. 2009 konnte er Jermain Taylor kurz vor Schluss spektakulär auf die Bretter schicken. Abraham lassen zumindest die KO-Erwartungen kalt: "Wenn ein KO kommt, dann kommt er halt. Aber viel wichtiger ist, dass ich überhaupt gewinne", sagt der Supermittelgewichtler.

"Der Druck ist schon groß - zu groß. Alle erwarten etwas von mir. Es geht um alles oder nichts. In letzter Zeit träume ich vom Kampf gegen Wilczewski. Und wache mit einem Sieg auf", so die Hoffnungen des entthronten Königs und ehemaligen Schlumpfboxers bei bild.de. Promoter Kalle Sauerland machte gegenüber der Bild unmissverständlich klar: "Verliert Arthur, rate ich ihm zum Aufhören." Es ist also ein Duell um die weitere Karriere von Abraham.

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