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Boxen Huck verteidigt Weltmeister-Titel


Der K.o.-Sieg in der zehnten Runde über den Argentinier Hugo Hernan Garay hat Marco Huck gleich zweifach glücklich gemacht: Er verteidigte seinen WM-Titel vor 3500 Zuschauern in München und ist nun bereit für seine Hochzeit mit Freundin Amina in zwei Wochen.

Der K.o.-Sieg in der zehnten Runde über den Argentinier Hugo Hernan Garay hat Marco Huck gleich zweifach glücklich gemacht: Er verteidigte seinen WM-Titel vor 3500 Zuschauern in München und ist nun bereit für seine Hochzeit in zwei Wochen.

"Ich wollte unbedingt als Weltmeister heiraten. Ich bin froh, dass ich das hinbekommen und für die Zuschauer eine gute Vorstellung abgeliefert habe", sagte Huck nach seiner siebten erfolgreichen Titelverteidigung.

Hucks Braut Amina saß das erste Mal am Ring und wirkte nach dem kräftigen Schlagwirbel ihres künftigen Gatten überraschend gelassen. "Ich bin ganz ruhiggeblieben", bekannte die 20 Jahre alte Serbin nach der Urteilsverkündung. Ihr Marco sei ein ganz Lieber: "Harte Schale, weicher Kern."

Huck will den nächsten Teil seines sportlichen Karriereplans angehen und im Herbst eine Titelvereinigung mit WBC-Weltmeister Krzysztof Wlodarczyk (Polen) bestreiten. Vorher aber steht ein noch wichtigerer privater Termin an. In der serbischen Heimat wird der Wahl-Berliner am 30. Juli seiner Amina vor 1000 Gästen das Ja-Wort geben.

Frühe Dominanz

Herausforderer Garay bekam nur die harte Schale zu spüren. Huck bearbeitete seinen Rivalen, der sich im Vorfeld mit einigen Verbalattacken unbeliebt gemacht hatte, mit der angedrohten Konsequenz. "Garay hatte mich vor dem Fight schon ein bisschen nervös gemacht. Jeder weiß, ich bin ein Hitzkopf. Doch dann bekam ich den Kampf immer besser in den Griff", schilderte der Bielefelder mit den serbischen Wurzeln das attraktive Gefecht.

Dass das Duell nicht über die Zeit gehen würde, zeichnete sich früh ab. Und auch, wer das bessere Ende für sich haben würde. Nach gut einer Minute der zehnten Runde traf Huck seinen Widersacher zweimal so hart, dass dieser zum zweiten Mal im Kampfverlauf zu Boden ging und vom Ringrichter ausgezählt wurde. "Marco hat einen großen Kampf gemacht", lobte Trainer Ulli Wegner den einzigen aktuellen deutschen Weltmeister in den Reihen des Sauerland-Stalls.

Abraham im Mittelgewicht

Ein ehemaliger Champion hat sich derweil zurückgemeldet. Ex-Weltmeister Arthur Abraham wird künftig eine Gewichtsklasse tiefer und damit wieder im Mittelgewicht boxen - in dem Limit, in dem er zwischen 2005 und 2009 den WM-Gürtel der IBF hielt. "Wir geben Arthur eine neue Chance. In zwei, drei Aufbaukämpfen soll er sich vom Gewicht her schrittweise auf das Mittelgewichts-Limit zubewegen", sagte Promoter Wilfried Sauerland der Bild am Sonntag. Abrahams erster Kampf in der angestammten Kategorie soll im November stattfinden.

Europameister Eduard Gutknecht hat sich immerhin in Hucks Fußstapfen begeben und seinen Halbschwergewichts-Titel gegen den Italiener Lorenzo Di Giacomo mit einem einstimmigen Punktsieg (119:107, 119:107, 120:105) zum ersten Mal verteidigt.

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