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DEUTSCHLANDTOUR: Zabel rollt zum zweiten Sieg

Erik Zabel ist bei der Deutschland-Tour das Maß der Dinge. Der Weltcup-Sieger gewann auch die dritte Etappe von Erfurt nach Neustadt/Saale.

Erik Zabel ist bei der Deutschland-Tour im Moment das Maß der Dinge. Der 30-jährige Weltcup-Sieger aus Unna gewann nach 177 Km auch die dritte Etappe von Erfurt nach Neustadt/Saale, wiederholte damit seinen Triumph vom Vortag und bewies einmal mehr unglaubliche Konstanz. Sein erneuter Sieg im Massensprint war Zabels sechster Erfolg innerhalb von sieben Tagen. Bei der Bayern-Rundfahrt hatte der Spitzenreiter der Deutschland- Tour zuletzt vier Etappen am Stück gewonnen.

Teamarbeit

Vorbildlich vorbereitet wurde der erneute Sieg durch das gesamte Telekom-Team, letzter »Anfahrer« war der Italiener Gian-Matteo Fagnini. »Das ist heute super gelaufen. Wir rollen uns langsam für die Tour de France ein«, freute sich Zabels Team-Kollege Steffen Wesemann im Ziel.

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Die Ergebnisse der ersten Etappe: Erik Zabel im Sprint-Pech

Die Ergebnisse der zweiten Etappe: Erik Zabels Sprint-Revanche

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Selbstvertrauen tanken

Mitfavorit Andreas Klöden, der am Mittwoch zusammen mit Alex Zülle kurz vor dem Ziel gestürzt war, hatte vom Telekom-Teamarzt Grünes Licht für den Start erhalten. »Ich habe eine schmerzhafte Prellung am Ellenbogen«, sagte Klöden vor Beginn der 3. Etappe. Für den in Cottbus lebenden Berliner hatte die Saison bisher fast nur Rückschläge zu bieten. Nach einem auskurierten Bandscheiben-Vorfall erlitt Klöden zwei Infektionen und wurde beim Form-Aufbau für seinen ersten geplanten Tour de France-Start im Juli immer wieder zurückgeworfen. Beim »Heimspiel« zwischen Hamburg und Stuttgart sollte der Olympia-Dritte erste Saisonerfolge verbuchen und Selbstvertrauen tanken.

Schwierige Bedingungen

Nicht mehr im Rennen ist Vorjahressieger David Plaza. Der Spanier klagte seit Tagen über Erkältungssymptome und stieg am Donnerstag mit Fieber aus. Wie am Vortag gab es wieder einen langen Ausreißversuch. Bei zum Teil schwierigen Bedingungen mit Regen und heftigem Wind leistete der Schweizer Steve Zampieri bis 20 Km vor dem Ziel Widerstand gegen die ersten Verfolger. Er hatte sich nach 42 km abgesetzt. Das Team Telekom hatte auf den letzten 50 km die Hauptarbeit bei der Reduzierung des Vorsprungs geleistet.

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