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Dirk Nowitzki: Heiß auf den Titel

An der schmachvollen Finalniederlage der Dallas Mavericks gegen Miami Heat hat Dirk Nowitzki lange zu knabbern gehabt. Zum Saisonbeginn der US-Basketballprofiliga NBA zählt für Deutschlands besten Basketballer nur der Titel.

Von Björn Maatz

Die NBA-Saison startet am Dienstag mit den Partien Chicago Bulls gegen Miami Heat und Phoenix Suns gegen Los Angeles Lakers. Nowitzkis Team greift zwei Tage später mit einem Heimspiel gegen den Hauptrivalen in der Western Conference, San Antonio Spurs, ins Geschehen ein. Der 28-jährige Nowitzki kündigte bereits Wiedergutmachung für die vermeidbare Finalniederlage der Vorsaison an. "Diesmal wollen wir die Sache richtig machen und Meister werden", sagte der Würzburger. Im Finale hatte sich Dallas nach einer 2:0-Führung noch mit 2:4 gegen Miami geschlagen geben müssen.

Mavericks-Besitzer Mark Cuban verstärkte das Team nur um vier Ergänzungsspieler, ließ die Mannschaft aber im Kern unverändert. Allein dafür musste er aber bereits 180 Mio. $ ausgeben. Ein Drittel der Summe wandert auf das Konto des Würzburgers Nowitzki. Der mit 27 Punkten und neun Rebounds unumstrittene Star des Teams verlängerte seinen Vertrag um weitere drei Jahre bis 2011 und kassiert dafür 60 Mio. $. Zuvor hatte bereits Dallas-Coach Avery Johnson angekündigt, bis 2011 bleiben zu wollen.

Erneutes Fernduell zwischen Shaquille O'Neal und Kobe Bryant

Kobe Bryant wies in der vergangenen Saison einen überragenden Punkteschnitt aufBesondere Aufmerksamkeit dürften auch wieder die Superstars Shaquille O'Neal von den Miami Heat und Kobe Bryant (Los Angeles Lakers) auf sich ziehen. Heat-Center O'Neal heizte mit seiner vermeintlichen Ignoranz des Lakers-Topscorers das Fernduell bereits an: "Wer? Ich kenne niemanden mit diesem Namen. In meinem Kopf gibt es keine Informationen über jemanden, der so heißt", sagte der 34-jährige O'Neal über Bryant, der in der vergangenen Saison 35 Punkte im Schnitt erzielte. O'Neal machte pro Spiel durchschnittlich 20 Punkte. O'Neal gehört mit einem Jahresgehalt von 20 Mio. $ zu den Topverdienern der NBA. Nur Kevin Garnett von den Minnesota Timberwolves erhält noch 1 Mio. $ mehr.

Mehr ausländische Spieler suchen den Weg in die NBA

Neben den L.A. Lakers und Dallas zählen in der Western Conference die Phoenix Suns mit dem erneut zum "Most Valuable Player" gewählten Kanadier Steve Nash und die Sacramento Kings zu den Favoriten. In der Eastern Conference wollen die Detroit Pistons und die Cleveland Cavaliers um ihren Superstar LeBron James ein Wort bei der Titelvergabe mitreden.

Abgesehen von Dirk Nowitzki sind auch in diesem Jahr zahlreiche Basketballer aus dem Ausland vertreten, die in den vergangenen Jahren das Gesicht der NBA verändert haben und die totale Dominanz der US-Spieler aufbrechen. Mittlerweile bereichern 82 Spieler aus 38 Ländern die NBA, darunter acht aus Serbien und Montenegro sowie sechs aus Litauen.

FTD

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