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Doping: Astana verzögerte Blutkontolle

Vor der Auftaktetappe der Tour de France in Monaco hat sich die Blutkontrolle des Astana-Teams von Lance Armstrong um fast eine Stunde verzögert. Der Chef der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD, Pierre Bordry, habe sich darüber bebschwert, wie die Zeitung "L'Equipe" berichtet.

Die Umstände einer Doping-Kontrolle des Astana-Teams haben den Chef der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD, Pierre Bordry, verärgert. Der Ober-Kontrolleur habe sich darüber beschwert, dass sich die Blut-Tests von Lance Armstrong und Co. vor der ersten Etappe der Tour de France am 4. Juli in Monaco um 55 Minuten verzögert hätten, berichtete die "L'Équipe" am Dienstag. Dies sei dann wahrscheinlich "keine überraschende Kontrolle" mehr, schrieb die Sportzeitung.

Zwei Kommissäre des Radsport-Weltverbands UCI und die testenden Ärzte seien nach Recherchen des französischen TV-Senders RTL von Astana-Offiziellen zunächst zum Kaffee eingeladen worden. Auf eine entsprechende Beschwerde von Bordry habe die UCI mit einer allgemeinen Erklärung reagiert: "Alle Teams müssen bei den Doping- Kontrollen gleich behandelt werden."

Derweil setzten die Fahnder am Ruhetag in Limoges ihre Jagd auf potentielle Betrüger fort. Insgesamt gab es am Montag 50 Blut- Kontrollen bei verschiedenen Teams. Die Zusammenarbeit mit der UCI laufe perfekt, meinte Bordry. Auch vor dem Start der zehnten Etappe von Limoges nach Issoudun waren die Kontrolleure am Dienstag fleißig. Via Twitter teilte Armstrong mit, dass das gesamte Astana-Team am Morgen getestet worden sei. Der 37 Jahre alte Texaner hat nach eigenen Angaben seit seiner Comeback-Ankündigung schon mehr als 40 Mal Besuch von Kontrolleuren bekommen.

DPA / DPA

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